Seit gestern steht die zweite Staffel der Live-Action-Adaption von One Piece allen Kunden von Netflix vollständig zur Verfügung. Mittlerweile habe ich alle acht Folgen dieser Staffel gesehen und ich würde sagen, dass Staffel 2 eine deutliche Verbesserung gegenüber Staffel 1 ist. Die Schauspieler geben sich mehr Mühe, die erzählte Geschichte funktioniert besser, die Effekte sehen besser aus und die Sets wirken realistischer. Das Ganze ist natürlich keine perfekte Show, aber Fans von One Piece dürften sich trotzdem sehr darüber freuen.

Die folgenden Punkte sind meiner Meinung nach gute Gründe dafür, um diese Staffel anzusehen:

  • Der emotionale Kern von One Piece ist auch in Live-Action vorhanden. Der Humor sitzt an allen richtigen Stellen und die ernsten Momente können auch in dieser Form die Zuschauer zum Weinen bringen. Zusätzlich dazu sind die Interaktionen zwischen der Crew besser und man glaubt tatsächlich, dass diese Personen enge Freunde sind.
  • David Dastmalchian ist vielleicht der perfekte Schauspieler für Mr. 3. Die Figur funktioniert in Live-Action unglaublich gut und sie ist eines der Highlights der Show.
  • Chopper sieht erstaunlich gut aus. Im Vorfeld gab es viele Bedenken darüber, wie ein reiner CGI Charakter in der Show vorhanden sein kann. Seine Optik ist aber genauso gut umgesetzt wie seine Hintergrundgeschichte.
  • Live-Action One Piece scheut nicht davor zurück Gewalt zu zeigen. Während der Manga und der Anime oft auf zu viel Blut und Tod verzichten, so präsentiert die Live-Action-Show diese Elemente aber deutlich stärker. Das Ganze macht die erzählte Story zwar etwas dunklerer, aber es funktioniert im Kontext.
  • Jede Szene in Staffel 2 ist vollgepackt mit Easter Eggs zu dem Franchise. Dabei kann es sich um Namen von Orten, Kopfgeldposter an den Wänden, Figuren im Hintergrund oder vorbeilaufende Charaktere handeln. Man muss die Folgen auf jeden Fall mehrfach sehen, um alle Easter Eggs zu bemerken.

Wie bereits erwähnt wurde, ist diese Staffel trotz der vielen Höhepunkte nicht perfekt. Die Riesen in Little Garden sehen oft ziemlich unglaubwürdig aus, Miss Golden Weeks Persönlichkeit wurde komplett zerstört und die von Wapol erschaffenen Monster wirken einfach nur albern. Die größte Schwäche von Staffel 2 sind aber vielleicht die Dialoge der Charaktere. Auch wenn das Storytelling im Allgemeinen für Staffel 2 verbessert wurde, so gibt es aber in jeder Folge 1 oder 2 Dialoge, die einfach Fehl am Platz wirken. Diese Textstellen zeichnen sich oft durch Flüche, moderne Anspielungen oder extrem dumme Puns aus, die es nie in das finale Produkt hätten schaffen sollen.

Ansonsten ist Staffel 2 aus Sicht einiger Fans vollgepackt mit Spoilern für die Zukunft der Geschichte. Die Serienmacher haben sich nämlich gezielt dazu entschieden, viele Elemente der späteren Arcs bereits in Staffel 2 zu etablieren. Damit sind Dinge wie das Auftauchen von Bartolomeo, der geheime Sohn von Gold Roger, der Auftritt von Brook oder auch Nikka gemeint. Auch wenn manche „Fans“ die Show für diese „Spoiler“ verteufeln, so sind sie ohne Kontext im Grunde aber nur nette Anspielungen für Fans. Die Macher wissen, dass sie vermutlich nie zu diesen späteren Arcs der Story kommen werden. Daher etablieren sie diese Elemente schon jetzt, um Fans zumindest einen kleinen Ausblick zu liefern. Ich würde diese Dinge nicht als Problem einstufen.


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