Im Februar 2026 brachte der YouTuber Markiplier den auf dem gleichnamigen Indie-Spiel basierenden Horrorfilm „Iron Lung“ in die Kinos. Auch wenn dieser Film von einem YouTuber produziert wurde, so kann man in diesem Fall aber nur von einem vollen Erfolg sprechen. Eigentlich wollte Markiplier den Film nur in 60 ausgewählten Kinos in den USA zeigen. Durch die Fans und die Werbekampagne wurde diese Zahl aber auf über 4000 Kinos weltweit erhöht. Dazu kommt noch, dass „Iron Lung“ mit einem Budget von etwas über 4 Millionen USD satte 50 Millionen USD einspielen konnte und somit finanziell enorm erfolgreich ist.
In der neuesten Folge des Lemonade Stand Podcasts sprach Markiplier ein wenig über die Produktion von „Iron Lung“ und seine Erfahrungen mit Hollywood. Laut dem YouTuber hatte er zwar im Vorfeld einige Gespräche mit Producern und klassischen Filmemachern, aber keine dieser Unterhaltungen führte zu einem Ziel. Daher musste er den Film am Ende auch selbst produzieren. Seiner Meinung nach fehlte ihm einfach ein Level an Respekt, welches eher klassische Produzenten in Hollywood erhalten. Dazu kommt noch, dass Hollywood das Potenzial von YouTubern bisher absichtlich ignoriert hat, weil man dort Angst vor den Auswirkungen hat.
„There might have been, but nothing really stands out, because even though it was a large project, it was still a YouTube project. There is that level of respect that I just haven’t met yet. No one was really bashing down my door to say, like, ‚We want to make your movie!'“
„It was something that they were, I think, willfully ignoring. At least a lot of Hollywood was willfully ignoring the potential of YouTubers here“ – Markiplier
Nach dem finanziellen Erfolg von „Iron Lung“ scheint sich diese Einstellung aber durchaus zu ändern. Zumindest erwähnt Markiplier, dass neuere Treffen mit Hollywood-Produzenten deutlich besser verlaufen sind. Diese Leute scheinen sich jetzt ernsthaft dafür zu interessieren, wie er diesen Film auf die Beine gestellt hat und wie man YouTuber für Filmproduktionen ausnutzen kann. Gleichzeitig sehen die Leute das Potenzial von unabhängigen Filmemachern und die davon ausgehende Gefahr für die klassischen Abläufe. Wenn mehr YouTuber eigene Filme ins Kino bringen, dann verliert Hollywood natürlich ein Stück des bisher verfügbaren Kuchens. Für Markiplier ist das Etablieren von Konkurrenz eine notwendige Sache.
„There is a bit of a shift here. I’ve had a couple of meetings with some studios, some executives, some key people in [film] world, and they’re all asking me the same thing: ‚How’d you do it? How’d you do it?'“
„They see money, they can see the threat that’s there, they see that if people can make this independently, that means less of the pie is available. And I think that’s good. They need some competition. They need a kick in the ass.“ – Markiplier
50 Millionen USD sind für Produzenten in Hollywood noch keine große Summe an Geld. Trotzdem würde mich nicht wundern, wenn der Erfolg von „Iron Lung“ spürbare Auswirkungen auf die Branche hätte. Hollywood sieht eine Gefahr und YouTuber sehen eine tatsächlich umsetzbare Zukunft für ihre Karriere. Ich wäre nicht überrascht, wenn in den kommenden Jahren noch mehr Projekte dieser Art folgen würden.
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das verwirrt mich jetzt ein wenig.
-Markiplier suchte „Hollywood“ auf um seinen Film zu produzieren
-Hollywood hat kein intresse und er produziert ihn selber
-Der Film ist erfolgreich und Hollywood hat jetzt intresse an youtube.
Wie etabliert sich Youtube als Konkurrent wenn Hollywood nun doch produzieren möchte?
Auch diese „Gefahr“? Ich glaube hier wird ziemlich viel durcheinander gewürfelt.
Letzten Endes ist es weder ein stück vom Kuchen nehmen oder eine Gefahr, wohl eher neue Wege für Partnerschaften.