Executive Producer Holly Longdale und Senior Game Direction Ion Hazzikostas waren in dieser Woche in der neuesten Ausgabe der Game Business Show zu Gast. In diesem Podcast sprachen die zwei WoW-Entwickler unter anderem über die Zusammenarbeit mit Microsoft, die langsam alternde Fangemeine und die Zukunft der Warcraft-IP im Allgemeinen. Dabei traf das Duo einige durchaus interessante Aussagen, die einen Großteil der Fangemeinde durchaus erfreuen dürfte.
- Viele Spieler in der Gaming-Branche sind mittlerweile gealtert und daher fehlt es ihnen einfach an der Zeit dafür, um ein MMO komplett zu genießen. Blizzard möchte daher mehr Feature in WoW einbauen, die man auch ohne viel Freizeit oder mit einem rotierenden Arbeitsplan verwenden kann. Das Housing ist eine Folge dieser Absicht.
- Gleichzeitig möchte das Team möglichst viel verschiedenen Content anbieten. Das Ziel ist es nicht WoW zu ändern, sondern einfach mehr Optionen hinzufügen. Das Spiel soll eine Art von „dritter Raum“ für alle möglichen Arten von Fans werden.
- Um diesen Content zu entwickeln und ihn möglichst schnell nachzureichen, hat sich bei Blizzard in den letzten Jahren viel geändert. WoW verwendet mittlerweile mehrere spezialisierte Teams, die parallel zueinander arbeiten. Ohne diese Aufspaltung gäbe es nach Addons noch immer lange Content-Pausen.
- Wichtig dabei ist, dass das WoW-Team komplett ohne „Crunsh“ arbeitet. Niemand muss an Wochenenden arbeiten oder Überstunden machen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.
- Die Zusammenarbeit mit Microsoft erlaubt es Blizzard andere Studios und Entwickler zu besuchen und zu schauen, wie diese Teams arbeiten. Außerhalb davon wird Microsoft als ein Partner beschrieben, der viel Vertrauen in Blizzard hat. Man merkt die übergeordnete Präsenz wohl nicht.
- Holly Longdale ist der Überzeugung, dass die Warcraft-IP im Allgemeinen nicht ausreichend genutzt wird. Das Spiel ist zwar beliebt, aber außerhalb des MMOs gibt es keine Medien dazu. Sie bemüht sich wohl darum, das Franchise auszubauen und Warcraft zu so vielen Menschen wie nur möglich zu bringen. Chris Metzen zweifelt zwar manchmal an dem etwas zu aggressiv klingenden Namen „Warcraft“, aber für Longdale passt der Name einfach gut.
Besonders die letzte Aussage der Entwickler dürfte viele Fans aufhorchen lassen. Die Warcraft-IP auch außerhalb des Spiels auszubauen ist schließlich ein schon oft von Spielern vorgebrachter Wunsch. Ob das Ganze in Form eines weiteren Films, einer Serie oder anderen Medien passiert, dürfte dabei keine Rolle spielen. Fans wollen mehr Medien zu Warcraft sehen und Holly Longdale scheint diesen Wunsch zu teilen. Man kann nur hoffen, dass sie in dieser Sache am Ball bleibt.
Anzeige







