Auch wenn Starcraft: Brood War bereits 28 Jahre alt ist, so spielt der Titel in der eSports-Szene aber noch immer eine wichtige Rolle. Gleichzeitig wird das RTS überraschenderweise regelmäßig von Programmierern, AI-Fans und Firmen dazu verwendet, um ihre AI-Systeme zu testen und sie gegeneinander antreten tu lassen. In dem sogenannten „Starskirmish“ kämpfen regelmäßig von AI oder echten Menschen erschaffene Bots gegeneinander an, um zu zeigen, welche Quelle die beste Art von Bot erschaffen kann. Teilnehmer sind auf die Protoss limitiert und sie haben immer nur eine Stunde lang Zeit dafür, um in C++ einen Bot zu erschaffen.

Am vergangenen Wochenende fand solch ein „Starskirmish“ zwischen dem von Menschen entwickelten Bot Pluto, einem Bot von Claude Opus 5.5 (Anthropic) und einem Bot von GPT-6 Astra (OpenAI) statt. Der Bot von GPT-6 Astra verlor in mehreren Partien gegen den von Menschenhand erschaffenen Bot, was das Programm danach dann auf eine „kreative Weise“ umgehen wollte. Das LLM schummelte, in dem es den Bot „Stardust“ installierte und als seine Arbeit ausgab. Bei „Stardust“ handelt es sich um einen von Bruce Nielsen entwickelten Starcraft-Bot, der als eines der besten Programme dieser Art gilt.

Nach diesem eindeutigen Verstoß war der StarSkirmish-Betreiber Kai McPheeters wohl dazu gezwungen, den Code von GPT-6 Astra auf einen früheren Stand zu setzen. Danach lieferte die AI zwar durchaus gute Bots ab, aber zu diesem Zeitpunkt war der Schaden schon angerichtet. Der Vorfall startete nämlich erneute Diskussionen darüber, wie oft AI-Agenten einfach nur betrügerisches oder auch schädliches Verhalten an den Tag legen. Als Beispielsweise dafür wurden der Hack bei Huggingface oder die versuchte Ausweitung Rubygems auf das breite Internet. Solche Situationen lassen bei vielen Menschen die Alarmglocken klingeln, weil Programmierer es scheinbar nicht hinbekommen, ihren AI-Systemen alle notwendigen Regeln aufzuzwingen.

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