Wer aktuell die Neuerscheinungen auf Steam anschaut, der findet dort eine Reihe von „Spielen“, die sich einfach nur als AI Slop bezeichnen lassen. Die pure Menge an mit AI erstellten Titeln ist mittlerweile ein ernstes Problem für Valve, Steam als Plattform und legitime Entwickler. Die pure Flut an AI Slop lässt Spiele von richtigen Entwicklern untergehen und in einer Masse an Kopien verschwinden. Gleichzeitig müssen sich Studios über AI-Klone ihrer eigenen Projekte sorgen, was besonders hohen Schaden bei Indie-Entwicklern anrichten kann.

Auf dem in dieser Woche in Busan durchgeführten Steam Indie Connect Event sprachen Tom Giardino und Marc Wilkinson nun über diese Situation. Dabei stuften sie den AI-Slop auf Steam zwar als Problem ein, aber gleichzeitig befindet sich Valve ihrer Meinung nach nicht wirklich in einer Position, um aktiv dagegen vorzugehen. Das Unternehmen möchte sich nicht selbst als Gatekeeper dafür sehen, mit was für Werkzeugen die Entwickler arbeiten dürfen und welche Spiele auf Steam erscheinen sollen.

„We don’t want to be gatekeepers telling developers which tools they should or shouldn’t use,“ – Giardino

Gleichzeitig gaben die zwei Valve-Mitarbeiter aber auch noch einige  an die Entwickler gerichteten „Ratschläge“ von sich. Laut Giardino sollen Entwickler vor der Veröffentlichung eines Projekts eine große Community um ihr Spie, herum aufbauen, sodass es nicht in der Masse an Klonen untergeht. Zusätzlich dazu sollten Entwickler ihre Spiele nicht nur mit einem leicht kopierbares Feature ausstatten und auch nach der Veröffentlichung dauerhaft an ihrem Projekt arbeiten. Tipps dieser Art fühlen sich natürlich etwas Fehl am Platz an, wenn man bedenkt, dass hauptsächlich Indie-Entwickler unter dem AI Slop leiden. Diese Personen können nicht unbedingt eine Masse an Fans mobilisieren oder dauerhaft an einem Projekt schrauben, wenn ihre Einnahmen durch Klone stark reduziert werden.

“We are fully aware of the situation, and a significant number of people are thinking about how to solve this problem.”

Laut den zwei Entwicklern arbeiten trotz der Sichtweise von Valve im Moment bereits eine „signifikante Menge“ an Menschen daran, diese Situation dauerhaft zu verbessern. Es muss sich zeigen, ob der von Valve angestrebte Ansatz am Ende auch wirklich gut für alle Entwickler ist. Zumindest wirkt es bisher so, als würde das Unternehmen zwar gerne durch Indie-Entwickler profitieren, aber ihnen nicht unbedingt aktiv helfen wollen.

3 Kommentare

  1. „Du hast Hunger? Ja dann iss doch etwas.“ … die Tipps sind so unglaublich weltfremd, dass man es für Satire halten könnte. Gebt mir einen Filter mit „No AI“ und gut ist. Und kommt mir jetzt nicht mit Vibecoding. Warum muss denn auf einmal alles in zwei Tagen fertig sein? Früher haben Games halt Zeit gebraucht, und das hat man ihnen auch angemerkt.

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