Nachdem die umfangreiche Umstrukturierung von XBOX mittlerweile bereits einige Tage zurückliegt, zeigt sich immer stärker, was für gravierende Auswirkungen diese Maßnahme teilweise hatte. Am stärksten davon getroffen wurde wohl das Entwicklerstudio „id Software“, welches für die Entwicklung der durchaus beliebten modernen Doom-Spiele verantwortlich war. Berichten zufolge hat das Studio durch die Entlassungswelle insgesamt 136 Mitarbeiter in unterschiedlichen Positionen verloren.

Der zu diesen 136 gehörende gefeuerte VFX Artist Derek Best sprach ein wenig in den sozialen Netzwerken über diese Maßnahme von XBOX. Dabei kritisierte er den Schritt auf heftigste, weil der Publisher dadurch eine Institution der Gaming-Branche zerstört hat. Während id Software zu Beginn der Woche noch ein vollwertiges Studio war und sich von der Crunch-Arbeit an dem neuesten Doom DLC erholte, so wurde das Unternehmen über Nacht in ein reines „Support Studio“ verwandelt. Mit so einer geringen Größte dürfte es für das Studio erst einmal unmöglich sein weiterhin an eigenen Projekten zu arbeiten.

Die Dezimierung von id Software ist besonders problematisch, weil in diesem Studio die hauseigene „id Tech Engine“ entwickelt wurde. Diese Engine startete ihr Leben in 1993 mit dem ersten Doom und sie wurde in den folgenden Jahrzehnten für immer mehr Shooter verwendet. Ihre neueste Inkarnation bildet die Grundlage für Doom: The Dark Ages. Die id Tech Engine zeichnet sich durch ihre Stabilität und ihre auf Shooter orientierten Features aus und Elemente von ihr lassen sich in beinahe jedem Ego-Shooter der modernen Zeit finden.

Die Maßnahme von XBOX könnte jetzt dafür sprechen, dass Microsoft sich nicht mehr länger für diese Engine interessiert und kein Geld mehr in das Produkt investieren möchte. Dieser Ausgang wäre auf jeden Fall sehr deprimierend und enttäuschend für die gesamte Branche. Schließlich würde mit der Engine eine feste Größe der Spielszene verschwinden.

„This is what insanity and despicable corporate greed looks like. What a complete disregard for people who spent months working unpaid overtime to make the DLC, and for an engine that has consistently been the industry standard for performance. It is pretty insulting how it was done, when it was done, and what it will do to the id brand and those who are still employed (for now.)“ –  Lead VFX Artist Todd Boyce


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