Einer der subtileren Unterschiede zwischen WoW Classic und Retail WoW ist die Art und Weise, auf die das Tagging von Feinden funktioniert. In Classic binden Spieler durch das Taggen jegliche Mobs an sich selbst und ihre Gruppe, sodass nur sie Beute und Questfortschritt erhalten. Im Gegensatz dazu kann in Retail jeder Spieler jeden Mob für sich selbst oder seine Gruppe taggen, um Wartezeiten zu reduzieren und das Gameplay zu beschleunigen. Da das kommende WoW Forever im Grunde eine dritte Version des Spiels darstellt, stand bisher natürlich die Frage danach im Raum, welchen Weg beim Taggen dieser Modus gehen wird.

Beantwortet wurde diese Frage mittlerweile durch die Beta und einige Blueposts der Entwickler. WoW Forever wird scheinbar komplett auf das gemeinsame Taggen von Mobs verzichten. Das System funktioniert also genauso, wie es in Vanilla WoW der Fall war. Laut Entwickler Josh Greenfield hat das Team sich absichtlich für den Erhalt dieser Funktion entschieden. Der Grund dafür ist einfach, dass Spieler bei dem klassischen Taggen miteinander kommunizieren und nützliche Gruppen bilden müssen. Wer darauf verzichtet, der wird mit längeren Wartezeiten auf den Respawn konfrontiert.

Um das Kommunizieren von anderen Spielern etwas zu erleichtern und das Gemeinschaftsgefühl zu fördern, besitzt WoW Forever die Funktion „kürzlich Verbündete gewesen“. Dieses Feature sorgt dafür, dass zuvor in einer Gruppe gewesene Spieler ihre Namen in der Spielwelt in anderen Farben sehen. Spieler müssen sich also nicht einmal merken, wer ihnen einen Tag zuvor bei einer Quest geholfen hat. Das Spiel merkt sich diese Dinge und hebt solche Verbündeten deutlich hervor. Dadurch wissen Spieler direkt, welche Personen zuvor mit ihnen zusammengearbeitet haben und wenn sie vermutlich erneut in ihre Gruppe einladen möchten. Gewisse Schwellen bei dem Zusammenspiel zu überwinden ist einfacher, wenn eine Person kein kompletter Fremder ist.

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