In einem Interview mit IGN sprach der für Dawn of War 4 zuständige Creative Director Jan Theysen wohl recht ausführlich über den Umfang der Kampagne des Spiels. Dabei betonte der Entwickler, dass dieser Titel vier vollwertige Einzelspieler-Kampagnen beinhaltet, die sich jeweils mit den Space Marines, den Orks, den Necrons und dem Adeptus Mechanicus beschäftigen. Zusammen bieten diese Kampagnen den Spielern bereits zum Launch des Spiels mehr als 70 verschiedene Missionen. Damit übertrifft der Titel nicht nur jeden vorherigen Teil der Reihe, sondern Dawn of War 4 ist auch länger als beinahe alle anderen RTS-Spiele.
“I would say you are up for a treat because this is really what was our focus, right? We come from single-player games, and we like stories and campaigns. It’s always a little bit tricky with these claims because someone will find some RTS from 1994 that was bigger. But I think we probably have more single-player content in the game than any other RTS at launch. We have four campaigns and each of the campaigns is bigger than the campaign from Dawn of War 1.” – Creative Director Jan Theysen
Dabei macht sich der Umfang des Spiels aber nicht nur durch die hohe Anzahl an Missionen bemerkbar. Laut Jan Theysen sind die Aufgaben selbst sehr umfangreich und Spieler müssen oft eine Stunde an Spielzeit pro Mission einplanen. Dazu kommt dann noch der Umstand, dass Dawn of War 4 eine verzweigte Kampagne besitzt und auf die Entscheidungen der Spieler reagiert. Gelegentlich müssen Spieler zwischen 2 Optionen wählen und die verworfene Idee endet dann nicht als Mission. Beispielsweise besteht die Kampagne der Orks aus 18 Missionen, von denen die Spieler je nach ihren Entscheidungen pro Durchlauf aber nur 14 oder 15 erleben sollten. Ein zweiter Durchlauf in der Kampagne ist also notwendig, um wirklich alles zu erleben.
Was den Aufbau der Kampagne betrifft, so startet das Ganze mit zwei Tutorial-Missionen, in denen die Spieler das Astra Militarum steuern. Diese Aufgaben erklären das allgemeine Spielprinzip und die grundlegenden Mechaniken eines RTS. Danach startet dann die Kampagne der Orks, die die Grundlagen zwar nicht erneut wiederholt, aber dafür die spezifischen Mechaniken der Fraktion erklärt. Jede Kampagne startet mit Missionen, die die Eigenheiten der Fraktionen betonen sollen. Auf diese Weise erleben die Spieler ständig neue Dinge und nichts muss wiederholt werden.
Für mich klingt die Kampagne von Dawn of War 4 so, als hätte das Team sich von Starcraft 2 inspirieren lassen. Besonders Wings of Liberty zeichnete sich durch verzweigte Missionen und verschiedene Optionen aus. Wenn diese Annahme korrekt ist, dann dürfte diese Kampagne sehr unterhaltsam werden.







