Am 21. Oktober 2026 wurde bekannt, dass EA das klassische Entwicklerstudio BioWare schließen und das dort entwickelte neue Mass Effect Spiel vollständig einstellen möchte. Ungefähr zeitgleich wurden Leaks über ein kommendes neues Star Wars Battlefront Spiel verbreitet, welches scheinbar von DICE und Respawn erschaffen wird. Auch wenn diese zwei Punkte bisher als unabhängige Entwicklungen innerhalb von EA betrachtet wurden, so scheint es aber eine direkte und problematische Verbindung zwischen diesen zwei Entscheidungen von EA zu geben.
Einem neuen Bericht von Bloomberg zufolge bot sich EA vor Kurzem die Chance dazu, ein weiteres Mal für Lucasfilm an einem Star Wars Spiel zu arbeiten. Im Rahmen dieses Projekts überprüfte der Führungsstab die kommenden Projekte des Publishers und dabei wurde bemerkt, dass sich aktuell zwei Sci-Fi-Action-Spiele mit ungeheuren Entwicklungskosten in Produktion befinden. Das Ganze war ein Problem, weil EA die Spiele als Konkurrenz zueinander einstufte und das Unternehmen nach der Übernahme durch Saudi-Arabien unter starkem finanziellen Druck stand. Da Star Wars als die wichtigere IP angesehen wurde, entschied EA sich für die Schließung von BioWare.
“The company collectively reached this decision following months of planning, review, and analysis, including careful consideration of evolving business conditions, industry dynamics, and our long-term priorities.” – EA
Auch wenn die Arbeit an Battlefront 3 noch nicht begonnen hat und die Spiele auf keinen Fall zeitgleich erschienen wären, sah EA in diesem Punkt ein Risiko. Diese Einschätzung basierte wohl auch teilweise auf den anderen gescheiterten Projekten von BioWare. Veilguard hatte extrem miese Verkaufszahlen, Andromeda erhielt viel Kritik und Anthem scheiterte in allen Bereichen. Ein Battlefront 3 war im Vergleich dazu eine sichere Sache. Dieser Punkt ist ziemlich traurig und ironisch, weil EA sich BioWare ursprünglich einmal einverleibt hatte, um von der KotoR-Reihe an Star Wars Spielen zu profitieren.
Auf mich als Normalsterblichen wirkt diese Entscheidung einfach nur extrem dumm. Schließlich sprechen ein RPG und ein Live-Service-Shooter komplett andere Zielgruppen an und die Spiele wären in verschiedenen Jahren erschienen. Aber EA ist schon seit über einem Jahrzehnt dafür bekannt, seine Studios wie Dreck zu behandeln und sinnfreie Entscheidungen zu treffen.







