Vor einigen Monaten wurde der Publisher Electronic Arts durch den Public Investment Fund (PIF) von Saudi-Arabien und die zwei Wertpapierfirmen Silver Lake und Affinity Partners für 55 Milliarden USD aufgekauft. Seit dieser Übernahme hat der Publisher eine Reihe von negativen Entwicklungen durchgemacht und seinen Ruf in der Branche ruiniert. Trotz dieser für Fans zumindest eher problematischen Situation haben der PIF und die Wertpapierfirmen laut einem Bericht von Reuters aber wohl bereits das nächste Ziel für eine Übernahme ausgewählt.

Angeblich wollen der PIF und Silber Lake wohl Unity Software übernehmen und dadurch die Kontrolle über die von der Firma entwickelte Unity-Engine erlangen. Dieser Plan wird dadurch getragen, dass Silber Lake mit ca. 8% der Aktien bereits einen der größeren Aktionäre von Ubisoft darstellt. Zusätzlich dazu sitzt Egon Durban von Silver Lake aktuell im Aufsichtsrat des Engine-Herstellers. Dem Bericht von Reuters  zufolge musste Durban sich aufgrund dieser Verbindung bereits aus Sitzungen über einen möglichen Verkauf zurückziehen.

„Strong ⁠growth in Unity’s AI-powered Vector advertising platform helped it post its first quarterly profit on a GAAP basis since going public in September 2020.“

Die Debatten zu diesem Thema liefen bisher wohl darauf hinaus, dass die Investoren den Wert von Unity Software wohl auf ungefähr 25 Milliarden USD eingeschätzt haben. Seit dieser Berechnung hat Unity aber wohl höher als erwartet ausfallende Gewinne erzielt, was den Wert noch einmal erhöhen könnte. Diese Einnahmen basieren aber nicht mehr nur komplett auf der hauseigenen Engine, weil Unity derzeit auch viel Geld über seine von AI betriebene Vektor-Werbe-Plattform einnimmt. Dieses Angebot half der Firma dabei sich von dem durch unfaire Preisstrukturen ausgelösten kompletten Absturz in 2023 zu erholen.

Auch wenn Unity noch immer nicht den besten Ruf genießt, so wünscht aber wohl niemand dem Unternehmen ein ähnliches Schicksal wie EA zu erleiden. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass die Mitarbeiter von Unity sich besonders über eine Übernahme und die damit kommenden Entlassungen freuen würden.

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