Das vergangene Jahrzehnt über hat sich die bekannte Autorin J.K. Rowling zu einer ziemlich kontroversen Figur im Internet entwickelt. Der Grund dafür sind ihre oft etwas problematisch klingenden Aussagen bezüglich Transmenschen und ihre teilweise extrem wirkende Verteidigung von biologischen Frauen. Diese Einstellung von Rowling führte in der Vergangenheit schon häufiger dazu, dass sich andere Prominente von ihr distanzierten und Fans zu Boykotten ihrer Werke aufriefen. Natürlich führte das Ganze auch zu Bedenken über die aktuell von HBO produzierte Harry Potter Serie, die Involvierung der Autorin in das Projekt und den Meinungen der dafür angeheuerten Schauspieler.
Einen tiefen Einblick in diese Situation lieferte uns in der vergangenen Woche der Schauspieler John Lithgow, der in der HBO Serie die Rolle von Albus Dumbledore übernehmen soll. Während eines Interviews auf dem International Film Festival in Rotterdam sprach der Schauspieler recht ausführlich über J.K. Rowling und ihre Weltanschauung. Laut diesem Interview findet Lithgow die Aussagen von Rowling sowohl ironisch als auch überraschend. Seiner Meinung nach bemerkt man diese Sichtweise in den Büchern nämlich nicht und er kann das Werk selbst nur loben. Besonders die Rolle von Dumbledore in der Story ist ihm wichtig.
Ansonsten regt er sich ziemlich darüber auf, wenn einige Personen die Sichtweise der Autorin als Grund dafür verwenden, um von ihm die Aufgabe seiner Rolle in der Show zu verlangen. Schließlich ist er selbst Rowling nie begegnet und sie ist nicht wirklich involviert in die Produktion der Serie. Verantwortlich dafür ist eine Gruppe von außergewöhnlichen Menschen bei HBO Max, die sich jegliche Mühe geben die Geschichte aus den Büchern zu adaptieren. Der Schauspieler möchte mit diesen Leuten zusammenarbeiten und er würde es sehr traurig finden, wenn die Arbeit dieser Personen nur aufgrund der Autorin herabgewürdigt wird.
Ich würde sagen, dass Fans die Sichtweise von John Lithgow übernehmen sollten. Er scheint das Werk eindeutig von der Autorin zu trennen und die neue Show eher als das Produkt der Leute bei HBO einzustufen. Auch wenn J.K. Rowling scheinbar an den Drehbüchern mitgearbeitet hat und als Producer sicherlich irgendwo Einfluss auf die Serie ausübte, so scheint sie aber nie mit den Schauspielern interagiert zu haben. Dieser Umstand alleine spricht für eine minimale Involvierung.
„I take the subject and the issue extremely seriously. J.K. Rowling has created this amazing canon for young people, young kids’ literature that has jumped into the consciousness of society,.Young and old people love Harry Potter and the Harry Potter stories. It’s so much about acceptance. It’s about good versus evil. It’s about kindness versus cruelty. It’s deeply felt.“
„I find it ironic and somewhat inexplicable that Rowling has expressed such views. „I’ve read about them, and I’ve never met her. She’s not really involved in this production at all. The people who are re-adapting Harry Potter and turning it into an eight-year-long TV series are remarkable. These are people I really want to work with.“
„Of course, it upsets me when people are vehemently opposed to my having anything to do with this. But if you read through the Harry Potter canon, you see absolutely no trace of transphobic sensibility. She has written this great meditation on kindness and empathy and acceptance, which is why it’s so strange to me.“
„Dumbledore is a beautiful role. There’s so much more to it than I even realised, mainly because of these people who are creating the series. So it was a hard decision on the basis of that [controversy], and it made me very uncomfortable and unhappy that people were actively insisting that I walk away from this job. But I chose not to do that,“ – John Lithgow
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Die Frau hat 16 Millionen mit dem Verkauf der Rechte an HBO verdient. Außerdem erhält sie als Executive Producer ein gutes Gehalt. Von den steigenden Tantiemen (Buchverkäufe, Merchandising) sprechen wir da noch gar nicht.
Mit diesem Geld finanziert sie Klagen zur Schwächung der Rechte von trans Menschen (For Women Scotland). Gründet ein Zentrum für Opfer von sexueller Gewalt ausschließlich für „biologische Frauen“. Trans Frauen werden abgewiesen und an andere Stellen verwiesen. Außerdem trug ihr finanzieller und medialer Einfluss dazu bei, dass das Gesetz „Gender Recognition Reform Bill“ von der britischen Regierung blockiert wurde.
Aber so lange im Drehbuch nicht direkt etwas offensichtlich trans feindliches drin steht, ist das offenbar fine.
Ihr jahrelanger Twitter Grind wo sie pausenlos gegen trans Menschen schießt tut sein übriges. Hier eine Zusammenfassung:
https://theweek.com/feature/1020838/jk-rowlings-transphobia-controversy-a-complete-timeline
Leicht gesagt von einem John Lithgow, dass man das alles nicht so eng sehen sollte wenn man nicht betroffen ist. Einfach weiterhin das Krokodil füttern in der Hoffnung das es einen nicht beißt.
Wie immer formulierst du so, als wäre es eine verbotene Meinung, gegen überbordernde Trans- und LGBTQ-Rechte zu sein. Es gibt Beispiele von biologischen Männern, die das in Großbritannien sehr großzügig ausgelegte Recht zur Selbsterklärung des Geschlechts ausgenutzt haben, um in Schutzräume für Frauen einzudringen. Zum Beispiel der Fall „Karen“ White, der/die sich in ein Frauengefängnis hat verlegen lassen und dort mehrere sexuelle Übergriffe gegen Mitgefangene zu verüben. Ebenso wie ein mehrfacher Vergewaltiger (von Frauen), der denselben „Trick“ genutzt hat, um in einem Frauengefängnis untergebracht zu werden – ein absoluter Hohn. Diese Fälle kamen bisher nicht häufig vor, aber sie kommen vor.
Positiv angemerkt sei noch die Schließung der Tavistock-Klinik in London, die während ihres bestehens zahllose Leben ruiniert haben dürfte durch die nahezu ungeprüfte Gabe von Hormonen und Pubertätsblockern, auch an Jugendliche.
Von dem ganzen Quatsch über biologische Männer im Frauensport will ich gar nicht anfangen. Wer das ernsthaft verteidigt, hat den Boden der Realität verlassen.
Nach meiner Kenntniss sind es ebensolche Dinge, die Rowling anprangert und gegen die sie vorgeht. Das ist absolut legitim und in meinen Augen komplett richtig. Bis heute kann mir keiner echte Zitate von Rowling nennen, die REALEN Hass und Hetze gegen Transmenschen verbreitet – damit meine ich Aufrufe zur Gewalt oder Vertreibung, Aberkennung des Status als Mensch und solche Sachen. Der ganze Fall ist ein Musterbeispiel in Sachen medialer Meinungsmache und Falschinformationen. Es ist wie mit dem Vorwurf der Vergewaltigung – selbst wenn nachweisbar falsch, bleibt diese Info immer irgendwie kleben.
Vieles in der Welt verändert sich zum Schlechteren, aber die Eindämmung dieses überbordernden LGBTQ-Gehabes war längst überfällig.
Du sprichst von Männern die in Frauenschutzräume eindringen und nicht von trans Menschen. Ein Mann der sich unter dem Deckmantel trans in Frauenschutzräume eindringt bleibt ein Mann. Wieso werden dann unter diesem Vorwand die Rechte von trans Menschen eingeschränkt?
In den USA wird erst die Teilhabe am Sport und nun die medizinische Versorgung eingeschränkt. Du findest du „Eindämmung des überbordenden LGBTQ-Gehabes“ alles cool? Toll, dann bist du Teil des Problems. Kein Wunder das du kein Problem bei JK Rowling siehst. Denn du normalisierst ihr offen trans feindliche Gehabe ganz offensichtlich.
aaach da wird dann wieder differenziert, na klar
Sehr schön geschrieben. Enthält alles was man dazu sagen kann. Lasst diese unangenehme Minderheit schreien und toben, wie das Kleinkind, was nicht alles bekommt, was es will.
Ich will niemandem den Spaß an der Serie verderben. You do you. Schaut es, lasst es, mir völlig Schnuppe. Es ist auch völlig egal, wie viel Mitspracherecht Rowling bei der Serie hat oder hatte. Um was es geht, sie verdient mit den Rechten Geld. Geld, das sie dann für andere Dinge einsetzen kann. Ist jetzt auch völlig egal, für was sie es einsetzt. Das ist DER Hauptkritikpunkt. Nicht an der Serie selbst (brauchen wir jetzt nicht drüber streiten ob die nötig ist oder nicht, für mich bleiben die Filme immer die Nummer eins), nicht an anderen Dingen, rein daran, dass Rowling mit jeder gesehen Minute reicher wird. Darum finde ich auch die Aussage von John Lithgow Banane. Die verfehlt völlig den Punkt.
Kann ich so voll und ganz unterschreiben und ist auch der Grund aus dem ich HP mittlerweile in jeglicher Form meide.
Er hat doch recht. Was soll er auch sagen. Ich freue mich auf die Serie und ihn als Dumbledore.