In 2024 wurde in der EU ein neues Recht auf Reparatur beschlossen, welches Anbieter dazu zwingt, die Reparatur von elektronischen Geräten länger und sinnvoller anzubieten. Einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei zufolge hat Nintendo jetzt wohl offiziell festgelegt, wie es mit seiner Switch 2 auf diese neue Vorgabe reagieren möchte. Scheinbar plant die Firma eine spezielle EU-Version der Switch 2, die es in der Zukunft nur in Europa auf den Markt bringen möchte.
Dieses neue Modell der Switch 2 zeichnet sich dann wohl dadurch aus, dass man den Akku im Gerät deutlich leichter austauschen kann. Dieser Punkt ist wichtig, weil der Akku für gewöhnlich als Erstes kaputtgeht und bisher tief im Inneren der Konsole verklebt war. Eine Reparatur erforderte also entweder den offiziellen Support oder einen risikoreichen Eingriff. Der Bericht macht allerdings noch nicht klar, ob der Akku in der neuen Switch 2 sich dann einfach so entnehmen lässt oder Kunden weiterhin das Gehäuse öffnen müssen. Beide Ansätze dürften sich aber relativ simple umsetzen lassen, sodass selbst Laien ihre EU Switch 2 in Zukunft selbst reparieren können.
Neben der eigentlichen Konsole dürften diese Anpassungen auch die Joy-Con-2-Controller betreffen, die über eigene Akkus verfügen. Auch diese Geräte dürften in der EU-Variante der Switch 2 umgestaltet werden, um ein leichteres Entfernen der Akkus zu ermöglichen. Bisher war der Austausch dieser Batterien lästig, weil das Ganze mit vielen kleinen Schrauben und sehr anfälligen Teilen verbaut war. Eine neue Version dürfte ein deutlich simpleres Design erhalten.
Für Besitzer einer älteren Switch 2 in Europa ist dieser Schritt natürlich etwas lästig. Schließlich müssen sie weiterhin mit dem alten Design zurechtkommen und teure Reparaturen bezahlen. Trotzdem ist das Ganze eine positive Entwicklung für Neukunden und man kann nur hoffen, dass Nintendo aus dieser Sache lernt und zukünftige Geräte direkt nutzerfreundlicher entwickelt.
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