Am vergangenen Mittwoch, den 08. April 2026 verkündete die französische interministerielle Direktion für Digitales (DINUM), dass das Land die Abhängigkeit von außereuropäischen Anbietern im digitalen Bereich drastisch reduzieren möchte. Ein Teil dieser Maßnahme ist eine komplette Distanzierung des von Microsoft angebotenen Windows als Betriebssystem für die Rechner der verschiedenen Regierungsbehörden. Alle diese Geräte sollen in Zukunft auf Linux wechseln, welches für gewöhnlich als die beste Alternative zu Windows angesehen wird.
Regarding the evolution of the workstation, DINUM announces its exit from Windows in favor of workstations running the Linux operating system. (via)
Wie bereits erwähnt wurde, möchte Frankreich dadurch die Abhängigkeit von den USA reduzieren. Mit Blick auf die aktuelle Situation in Amerika sieht die französische Regierung es wohl als notwendig an, im digitalen Bereich auf eigene Systeme zu setzen. Ansonsten könnte die Verwendung von Windows sich in Zukunft zu einer Gefahr für die nationale Sicherheit entwickeln. Der konkrete Plan für den Umstieg soll wohl bis zum Herbst 2026 ausgearbeitet werden. Bis zu diesem Zeitpunkt sollten die Behörden wissen, welche Software, Werkzeuge und Teile sie für den kompletten Wechsel benötigen.
„The State can no longer simply acknowledge its dependence; it must break free. We must become less reliant on American tools and regain control of our digital destiny.“ – David Amiel, the Minister of Public Action and Accounts
Bei Linux handelt es sich um ein freies und offenes System, dessen Aufbau komplett von der Community und den Nutzern bestimmt wird. Damit unterscheidet es sich drastisch von dem Windows-System, welches sich vollständig in den Händen von Microsoft befindet und somit auch den Launen der US-Regierung unterliegt. Ein Wechsel auf Linux bietet also viele Vorteile, wenn ein Nutzer sich mehr Freiheit, einen niedrigeren Grad der Überwachung und weniger lästige AI-Funktionen wünscht. Aufgrund der Natur von Linux kann Frankreich einfach eine eigene Version des Betriebssystems aufbauen und das Ganze danach dann für alle seine Behörden verwenden. Auch wenn Linux manche Programme und Apps möglicherweise nicht direkt unterstützt, so dürften die gewährten Vorteile diese Schwäche aber ausgleichen.
Anzeige







Hoffentlich wird es nicht so ein Disaster wie in München. Linux ist großartig und bietet, mit wenigen Ausnahmen, alles was man administrativ und professionell so braucht.
ABER!!! Software wird von Menschen bedient, die alle ihre eigenen Vorkenntnisse und Erwartungen haben und oftmals nicht einsehen, warum sie sich jetzt an etwas Neues gewöhnen sollen. Da kannst du ihnen hundertmal erklären, dass es gar nicht so anders ist und aufgrund der freien Lizenz viel besser angepasst werden kann; nobody gives a fuck.
Es waren die Leute die LIMux gekillt haben, nicht die Technik.
Jupp, leider. Und es ist ja nicht so als ob es keine Distros gibt die schon sehr stark an Windows erinnern.
Macht auf jeden Fall sinn. Ich versuche derzeit auch von Windows weg zu kommen an meinem Desktop PC (Auf meinem Handheld läuft bereits Bazzite OS).
Windows brauche ich eh nur für ein paar Spiele mit Anticheat und für Outlook.