Donald Trump war in der Nacht von gestern auf heute erstmalig bei dem jährlichen Dinner der White House Correspondents‘ Association zu Gast, um dort eine Ansprache zu halten. Kurz vor seiner Rede fielen allerdings plötzlich Schüsse außerhalb des Festsaals, die ein sofortiges Eingreifen der Sicherheitsbehörden notwendig machten. Trump, seine Frau, der Vizepräsident und einige andere VIPs wurden evakuiert und die restlichen Gäste mussten sich nach dem Anrücken der Sicherheitskräfte auf den Boden legen. Keiner der Besucher wurde wirklich verletzt.

Den nach dem Vorfall aufgetauchten Berichten zufolge versuchte sich wohl ein 30 Jahre alter Lehrer aus Los Angeles (Cole A.) gewaltsam Zugang zu dem Festsaal zu verschaffen. Er war mit einer Schrotflinte, einer Handfeuerwaffe und mehreren Messern bewaffnet. Als der Secret Service ihm den Zutritt in den Saal verwehrte, schoss der Täter mit seiner Flinte auf eine Wache, deren Verletzungen durch die getragene Weste aber nur gering ausgefallen sind. Als Folge dieser Tat überwältigten die anderen Sicherheitskräfte den Täter, der danach entwaffnet und gefesselt wurde.

Bisher ist nicht bekannt, warum der Man in den Saal wollte und welche Person tatsächlich sein Ziel darstellte. Allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass der Täter es auf US-Präsident Trump als Hauptziel abgesehen hatte und andere Personen nur Beiwerk gewesen wären. Trump selbst hielt kurz nach dem Vorfall eine Rede, in der er sich für die tolle Arbeit seiner Leibwachen und der Sicherheitskräfte bedankte. Gleichzeitig bezeichnete er den Ort als ein „nicht unbedingt sichereres Gebäude“ und er betonte, dass das Weiße Haus genau wegen solcher Vorfälle einen eigenen Ballsaal benötigt.

Ohne das konkrete Motiv der Tat zu kennen, lässt sich dieser Vorfall natürlich nur sehr schwer beurteilen. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass das Ganze ein Resultat der starken Spannungen in den USA und der Unzufriedenheit vieler Bürger mit ihrem Präsidenten war. Wenn diese Lage noch schlimmer wird, dann sollte es niemanden überraschen, wenn diese schreckliche Tat kein Einzelfall bleibt.


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