Zwischen Anfang März und Ende Mai 2026 hat die britische Regierung eine Konsultation mit dem Namen „Growing up in the online world“ durchgeführt. Diese Beratung drehte sich um potenzielle Altersbeschränkungen für soziale Medien, Chatbots und gewisse andere Plattformen, suchtfördernde Designmerkmale und noch strengere Regeln für die Alterskontrolle. Als Vorbild dafür fungierten die vor Kurzem eingeführten Regeln in Australien, die Menschen unter 16 Jahren beinahe komplett aus diesen Plattformen verbannen.
Der The Sunday Times zufolge äußerste sich der britische Online Safety Minister Kanishka Naraya vor Kurzem wohl zu dieser Konsultation. Dabei betonte er, dass auch Computerspiele im Fokus der Regierung stehen und genau kontrolliert werden. Die britische Regierung möchte wohl herausfinden, ob sie neue Regeln erlassen muss, um Kindern und Jugendlichen in Spielen den Kontakt mit anderen Spielern vollständig zu verbieten. Je nach Ausgang dieser Debatte wäre es gut möglich, dass britische Kinder und Jugendliche in Zukunft in Spielen wie Roblox, Fortnite, oder Minecraft weder den Chat noch den Voicechat verwenden dürfen.
🚨 NEW: The Government is considering a ban on children having conversations with strangers on gaming platforms like Roblox, Fortnite, Discord and Minecraft
— Politics UK (@PolitlcsUK) May 31, 2026
Auch wenn einige Politiker diese Idee natürlich befürworten und das Ganze als Quelle für Grooming und andere Gefahren einstufen, so erhält der Vorschlag aktuell aber auch Kritik. Diese Kritiker unterscheiden stark zwischen Spielen und den von Algorithmen betriebenen sozialen Netzwerken und sie sehen Spiele durchaus als Förderung für Kreativität, Problemlösungen und soziale Interaktionen mit anderen Menschen an. Da die britische Regierung in den letzten Monaten aber viele Einschränkungen im Netz durchgeführt hat und lieber komplette Verbote erlässt, als sinnvolle Maßnahmen zu planen, könnten die kritischen Stimmen in dieser Sache ebenfalls ignoriert werden.
Ich persönlich bin weiterhin der Meinung, dass die aktuelle britische Regierung es komplett übertreibt und so gar keine Ahnung davon hat, was sie eigentlich tun soll.
Anzeige







