Seit dem 28. August 2026 läuft mit Dragon Ball Daima die neueste Animeadaption zu dem Dragon Ball Franchise auch im deutschen Fernsehen. Diese über TOGGO plus verfügbare Show ist die erste Ausstrahlung dieser Show mit einer deutschen Synchronisation. Auch wenn Fans solch eines Dubs sich sicherlich über den Anime selbst freuen dürften, so gab es aber auch etwas Kritik an der deutschen Version von Daima. Der Grund dafür ist eine spezielle Form der Zensur, die eine klassische Figur so gut wie komplett aus der Serie entfernt hat.

Bei diesem Charakter handelt es sich um den noch aus dem klassischen Dragon Ball stammenden Mr. Popo. Um Mr. Popo aus allen Szenen der Serie zu entfernen, griff das Dub-Team direkt auf mehrere Vorgehensweisen zurück. Manchmal wurde mit dem Zoom einer Szene gespielt, gelegentlich wurden Randelemente abgeschnitten und hin und wieder bleibt eine Szene einfach auf Standbildern hängen. In seltenen Fällen legte das Team sogar selbst Hand an und schnitt ihn direkt aus Szenen heraus. Da Zensur dieser Art natürlich immer irgendwo sonderbar ist, hört man den von Michael Bauer gesprochenen Charakter trotzdem in mehreren Szenen im Hintergrund.

Der Grund für diese Zensur ist natürlich recht eindeutig. Mr. Popo ist schon lange ein eher kontroverser Charakter in dem Anime, weil seine dunkle Haut, die vollen Lippen und die runden Augen gewisse Personen an Blackface-Karikaturen aus den vergangenen Jahrhunderten erinnern. In Wahrheit basiert das Design des Charakters aber wohl auf der buddhistische Gottheit Mahakala, deren Kontrolle über Raum und Zeit auch einige andere Elemente der Geschichte inspiriert hat. Eine weitere Inspiration dürften wohl Dschinns und ähnliche Wesen gewesen sein, deren klassische Kleidung stark an Mr. Popo erinnert. Das Ganze hat also keinen absichtlichen rassistischen Hintergrund.

Meiner Meinung nach ist diese Zensur also nicht wirklich berechtigt. Schließlich reduziert sie die eigentlich positive Inspiration durch eine andere Kultur, um mögliche Konflikte mit einer anderen Gruppe zu vermeiden. Dazu kommt noch, dass die Menschen aktuell etwas zu überempfindlich sind und sich nicht informieren, bevor sie mit dem Meckern beginnen.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.