Am vergangenen Freitagabend führte Capcom laut Gamebiz eine hauseigene Tech-Konferenz mit dem Namen „Capcom Open Conference RE: 2026“ durch. Während dieser Präsentation hielt Programmierer Satoshi Ishida eine Rede darüber, wie die Pläne des Publishers für seine hauseigene RE: Engine aussehen. Dabei betonte er recht deutlich, dass das Unternehmen diese aktuell für alle Spiele von Capcom verwendete Engine in der Zukunft zu einer „AI-generation Game Engine“ ausbauen möchte. Das Ziel ist es, mit der Zeit zu gehen und immer mehr AI-Funktionen in diese Engine einzubauen.
Auch wenn einige Spieler bei so einer Ankündigung direkt wütend werden, so scheint Capcom das Ganze aber nicht so drastisch zu meinen, wie es auf den ersten Blick scheint. Basierend auf dem Bericht von Gamebiz möchte der Publisher wohl zielstrebig und vorsichtig vorgehen und sich komplett auf den eigentlichen Bereich der Spieleentwicklung konzentrieren. Das als „REX“ bezeichnete Projekt soll sechs neue AI-Programme umfassen, die die Arbeit von Entwicklern auf die eine oder andere Weise verbessern sollen. Beispielsweise formatiert Re:Dox verschiedene Dateitypen automatisch in die gleiche Art von Datei und RE: Runtime erlaubt das zeitgleiche Animieren von mehreren Objekten durch das Erstellen von „Gruppen an Objekten“.
Für diese Umwandlung seiner Engine hat Capcom wohl auch direkt drei gute Gründe genannt. Erst einmal werden moderne Spiele immer umfangreicher und der Umgang mit dieser gewaltigen Menge an Daten ist eine Herausforderung. Ohne AI-Tools kann das Verändern dieser Daten sehr viel Zeit benötigen. Des Weiteren arbeiten aktuell mehr als 2000 Menschen mit der RE Engine und viele dieser Personen leben im Ausland. Mit AI-Tools lässt sich ein universelles System erstellen, welches Probleme mit Sprachen etc. komplett vermeidet. Der dritte Grund läuft einfach darauf hinaus, dass AI-Tools sich immer weiter entwickeln, besser werden und sie alltägliche Kleinigkeiten bei der Entwicklung streamlinen.
Das Ganze klingt auf jeden Fall so, als würde Capcom zwar stärker auf AI setzen, aber gleichzeitig an seiner etablierten Ideologie festhalten. AI bei der Entwicklung und als Hilfsmittel ist zwar in Ordnung, aber jegliche kreative Arbeit wird weiterhin von Menschen erledigt. Meiner Meinung nach ist diese Vorgehensweise vermutlich der beste mögliche Kompromiss für alle Beteiligten. Den durch AI erzeugten Boost für die Produktivität bei der Entwicklung zu ignorieren, würde Entwickler irgendwann einfach nur bestrafen und ihre Arbeit unnötig erschweren.







