Auch wenn die Gaming-Branche aktuell mit einigen ernsten Problem zu kämpfen hat, so scheint es sich für Studios und Publisher im Moment aber durchaus zu lohnen, wenn sie ihre IPs für Adaptionen an Filmstudios oder Streamingplattformen verkaufen können. Daher ist es auch nicht wirklich überraschend, dass XBOX zu Beginn des Monats eine eigene Abteilung für genau diese Aufgabe gegründet hat. Interessanterweise scheint diese Abteilung des Unternehmens neuen Enthüllungen zufolge aber aus einem gescheiterten und komplett an die Wand gefahrenen Exklusivdeal mit Netflix hervorgegangen zu sein.
Einem durchaus glaubhaften Bericht von Puck News zufolge haben Microsoft, XBOX und Netflix in den letzten Monaten an einer Partnerschaft gearbeitet. Durch diese Zusammenarbeit sollte Netflix die Rechte dafür erhalten, um viele der IPs von XBOX in Filme und Serien für den Streamingdienst zu verwandeln. Das Ganze war auf eine Laufzeit von 7 Jahren ausgelegt und Netflix bot XBOX CEO Asha Sharma wohl insgesamt 500 Millionen USD für die Exklusivrechte an. Diese Summe ist nicht unbedingt gering und sie hätte dem schwächelnden XBOX sicherlich bei der Stabilisierung geholfen.
Laut Puck News hat XBOX diesen umfangreichen Deal aber wohl durch pure Geldgier ruiniert. Scheinbar reichten die 500 Millionen nicht aus, weshalb Sharma den Preis für die Rechte auch auf satte 800 Millionen USD erhöhte. Zu diesem Zeitpunkt machte Netflix dann einen dauerhaften Rückzieher, wodurch der gesamte Deal abgesagt wurde. Der Streamingdienst arbeitet zwar noch immer in einzelnen Projekten mit XBOX und Microsoft zusammen, aber die große Partnerschaft zwischen den Unternehmen wird es nicht geben.
Als Reaktion auf das Ende dieses Deals plant XBOX jetzt wohl auf viele kleinere und unabhängige Partnerschaften mit verschiedenen Anbietern zu setzen. Die Zukunft muss zeigen, ob diese Taktik aufgeht.







