Die über Amazon Prime Video verfügbare Serie „The Lord of the Rings: The Rings of Power“ stellt bereits seit der Ausstrahlung der ersten Episoden eine ziemliche Kontroverse dar. Auch wenn Kritiker die Show noch relativ gut einstufen (84 – 85%), so fallen die Meinungen von allgemeinen Zuschauern aber deutlich negativer aus. Bei Rotten Tomatoes liegt Staffel 1 bei sehr schlechten 38% und die darauf folgende zweite Staffel konnte sich gerade einmal auf 58% verbessern. Für beide Ergebnisse sollte man sich als Showrunner eigentlich schämen und zumindest schauen, warum die Menschen so unzufrieden mit der eigenen Arbeit sind.
Im Vorfeld der anstehenden Veröffentlichung der dritten Staffel dieser Serie hat sich Co-Showrunner Patrick McKay in einem Interview mit Gamesradar jetzt endlich öffentlich zu dieser Kritik von Zuschauern geäußert. In diesem Gespräch betont McKay, dass er und sein Kollege J. D. Payne sich natürlich dafür interessieren, was die Zuschauer von ihrer Show halten. Allerdings platziert diese Kritik die Fans nicht plötzlich an der Spitze der Entscheidungsträger für dieses Projekt. Das Produktionsteam möchte zwar die Liebe der Fans für die Serie, aber sie werden trotzdem ihren eigenen Ideen treu bleiben, weil die zwei Co-Showrunner sich selbst als ihre größten Kritiker sehen. Für das Duo kommt die Show mit der kommenden Staffel 3 aber wohl erst richtig in Fahrt.
„We would be bad at our job if we didn’t care somewhat what people think of it, but that doesn’t mean that they’re suddenly in charge. We listen to what people say, and we want people to love it, but we are our hardest, harshest critics.“
„What’s working and what’s not working, we’re going to learn from. We’re getting more confident in our storytelling, and in season 3, we feel like the show has hit its stride.“ – Patrick McKay
Auch wenn der Co-Showrunner die Kritik der Fans erwähnt, so klingt das Ganze aber nicht wirklich so, als würden er oder sein Partner das Ganze wirklich ernst nehmen. Ansonsten würden sie nicht so zwanghaft an ihrem 5-Jahres-Plan für die Show festhalten und gelegentlich auch mal auf das Feedback der Kritiker eingehen. Natürlich kann auch die zu starke Ausrichtung an den Wünschen der Fans zu ernsten Problemen und viel zu viel Fan-Service führen. Aber man sollte doch zumindest irgendwo einen Mittelweg finden und darauf reagieren, wenn ein Großteil der etablierten Fangemeinde ein Produkt absolut verabscheut. Ich persönlich zweifele daran, dass Staffel 3 diese Serie retten wird.







