Ich habe heute zu unserer TBC-News folgenden (Flame)-Beitrag erhalten.

Völlig normal beim Krömer, anfangen abbrechen rumheulen und dann auf seine Medikamente alles schieben….

Auch wenn es natürlich nur der übliche Versuch ist, mich zu triggern, hat er (auch wenn es weh tut) mit einigen Punkten durchaus recht: Anfangen und Abbrechen ist in den letzten Jahren durchaus mein Ding – Rumheulen eh. Der letzte Punkt macht allerdings keinen Sinn: Es ist doch wurst, ob ich es auf irgendwas schiebe oder nicht – ich bin so wie ich bin. Das ändert doch am Ergebnis nichts.

Aber ganz von vorne: Ich muss mir leider selbst attestieren, beim Sauercrowd-Event auf ganzer Linie versagt zu haben. Als Gamer bin nicht über Level 30 hinausgekommen und meine vielen Tode am Ende waren schon ziemlich peinlich. Mir fehlt leider der Social-Skill, direkt auf Menschen zuzugehen und sie um Hilfe zu bitten. Das ist wohl der Hauptgrund meines Scheiterns. In einer netten Gruppe wäre ich ziemlich sicher weiter gekommen. So war ich immer allein unterwegs und bin quasi bei jedem schlechten Pull gestorben.

Aber auch als Streamer bin ich gescheitert: Ich habe mit 150 Viewern angefangen und durch den Push von HandOfBlood auf 16k gestiegen. Meine Streams anschließend waren richtig voll. Bis die Zuschauer gemerkt haben, wie alt und uninteressant ich geworden bin. Dann sind sie wieder gegangen. Am Ende war ich dann bei 130 Viewern. Ich muss mir einfach auf die eigene Fahne schreiben, dass ich definitiv nicht mehr in der Lage bin, Leute langfristig an mich und meinen Stream zu binden. Ich zehre ausschließlich vom vergangenen Ruhm und von dem, was ich mal war. Außer meiner Core-Core-Core-Community hat niemand mehr Bock auf mich.

Welche Lehren ziehe ich jetzt daraus? Das viele Streamen war richtig stressig für mich. Ich werde meine Streams in Zukunft auf 1 oder maximal 2 pro Woche reduzieren. Zumindest solange TBC und/oder Midnight läuft. Für danach möchte ich nichts versprechen…

Welche Lehren solltet Ihr aus der Sache ziehen? Auf den Krömer kann man sich einfach nicht mehr verlassen. Auch wenn ich gerade richtig Bock habe, mit meinen Jungs und der Community in TBC durchzustarten (weil ich richtig Sauercrowd-geschädigt bin), so kann es durchaus sein, dass ich nach zwei Wochen keinen Bock mehr habe und mich zurückziehe. Ich möchte so ehrlich und transparent wie möglich sein, damit am Ende niemand enttäuscht ist.

Zum Schluss möchte ich mich noch bei Edur entschuldigen, der sich für das Sauercrowd-Event richtig reingekniet und tolle Bots programmiert hat. Am Ende war das leider alles umsonst. Sorry, mein Lieber!


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28 Kommentare

  1. Ich finde deine Abbrechnung echt deutlich zu hart und du weißt ich bin keiner der dir in den Arsch kriecht.

    1. „Ich muss mir leider selbst attestieren, beim Sauercrowd-Event auf ganzer Linie versagt zu haben.“
    Ich finde nicht das WoW Hardcore zwingend nur was mit „Skill“ zu tun hat. Zum einen haben die meisten Streamer die weit gekommen sind in Gruppen gespielt. Ich bin der Meinung alleine schon wegen deinen Stream Zeiten wäre das aber in deinem Fall doch überhaupt nicht möglich gewesen. Ein Großteil der Streamer beim Event machen das ganze Entweder Vollzeit oder haben weniger RL Verpflichtungen als du.

    Und das man Solo in Hardcore mal stirbt gerade ohne Hardcore Erfahrung ist doch normal. Es gibt einfach momente (wie dein Level 30 Tot) die absolut nichts mit skill zu tun haben sondern nur mit Wissen.

    2. „Bis die Zuschauer gemerkt haben, wie alt und uninteressant ich geworden bin. Dann sind sie wieder gegangen.“
    Nun auch hier denke ich das die Gründe deutlich komplexer sind. Viele deiner Konkurrenten Streamen einfach mehr und die wahrscheinlichkeit das Viewer X jetzt seinen Stammstreamer verlässt um dich zu schauen ist halt nun mal nicht so groß.

    Natürlich lässt man im alter evtl was das Entertainment angeht etwas nach. Dennoch finde ich hier das du auch zu hart zu dir selber bist. Du hast gerade in den letzten Jahren viel durchgemacht und das man da einfach nicht mehr die Energie hat 6 Stunden am Stück on Stream Entertaining zu sein ist denke ich einfach normal.

    3. „Anfangen und Abbrechen ist in den letzten Jahren durchaus mein Ding – Rumheulen eh.“
    Diesen Punkt finde ich sehr schwierig zu bewerten. Selbst heute habe ich bei dir nie das Gefühl gehabt das du Grundlos ein Projekt „abbrichst“. Nehmen wir Aktuell Sauercrowd. Das Event hat nun mal ein Ablaufdatum und nach deinem letzten Tod warst du einfach zu weit weg um das Ziel noch zu erreichen. Das ist nun mal ein Fakt und kein Vorwurf.

    Auch sonst finde ich das du bei deinem Projekten immer sehr Transparent warst und bist. Jeder der kreativ Arbeitet oder selbst Content kreaiert wird dich komplett verstehen und nicht verurteilen. Nur Menschen die selber noch nie was erschaffen haben sitzten da und labern rum.

  2. Ich glaube Selbstgeißelung ist hier fehl am platz.

    Zusätlich glaube ich, anstatt wie vor ein paar tagen Papaplatte, past ein „Spiel worauf du bock hast“ zu dir am besten.

  3. Respekt! Ehrliche und treffende Analyse! Dir nur das Beste und hoffentlich noch viele stressfreie Streams wo dein persönliches Vergnügen im Vordergrund steht!

  4. Ich meine, du bist nicht die einzige Person, die es bei dem Event nicht in die höheren Level geschafft hat. Dafür musst du dich nicht mies machen. Und mittlerweile ist da eh die Luft raus.

    • Dass der ganz große Hype von den ersten Tagen nicht anhalten würde war doch absehbar, aber Luft raus? Leute – und ich rede nicht mal konkret von Hänno, Metashi und Papaplatte – streamen (& gucken) weniger nachdem sie teils wochenlang 12h+ WoW gestreamt haben, und man liest auf social media die Luft sei raus, weil manche es jetzt erstmal etwas ruhiger angehen lassen.
      Finde ich nicht so.
      Falgan z.B. jetzt am Samstag O-Ton: Es ist insane, vor dem Event hatte ich im Schnitt so 100 Viewer, jetzt einfach Nachts um 1 Uhr 2k – mit WoW.
      Klar, er dürfte jetzt als einer der vermutlich größten Profiteure des Events nicht repräsentativ für alle gelten, aber es gibt wirklich viele Leute die vorher null Berührungspunkte mit Warcraft hatten und jetzt hooked sind.

  5. Schön das du dir (scheinbar) ehrlich bist. Ich finde es einfach nur schade. Ich denke, dass hätte ein „Point of Return“ sein können. Leider ist es dazu nicht gekommen. Ich und auch andere Leute im Chat haben dich immer wieder erinnert, geh ich einfach in den Discord zu anderen. Am Ende wars dann meistens wieder Marris.. Um Ehrlich zu sein, du willst immer viel, Community dies das, aber es endet eigentlich immer gleich.
    Alleine mit Marris und ohne Community..
    Sehe das bitte als Spiegel aus DEINER Community. Es könnte auch anders laufen.. Versuch etwas offener auf deine Community zuzugehen und komm aus deiner Burg heraus.

    Soldier 4 ever

    • Das unterschreibe ich zu 100%. Das war schon früher ein Problem bei Community Events (Albion Online z.B.) und hindert mich auch diesmal wieder beim TBC Event dabei zu sein.

      Im Endeffekt tümmelt sich wieder die Community unter sich, während Steve mit seinem ausgewählten Kreis alleine im Discord ist. Das ist für mich leider keine Communitynähe und wirkt demotivierend überhaupt an so einem Event teilzunehmen.

  6. Ich finde du gehst zu hart mit dir ins Gericht… deine Priorität liegt – zu Recht – auf deinem Sohn. Sich da einzubilden, man hätte noch die Zeit und könnte mit den jungen Dauerzockern mithalten, davon musste ich mich selbst auch verabschieden. Aber – in meinen Fall – Low-Level CS für 3-4 Stunden in der Woche macht auch noch Spaß.

    Und ich glaube auch, dass die wenigsten deiner Zielgruppe (ich sag jetzt mal nett Ü35) wirklich viel Twitch schauen. Ich denke das sind eher die jungen Leute.

    Deine Podcasts höre ich sehr aktiv und gerne, ich hoffe/denke die Zahlen da sind deutlich besser?

  7. Ich merke das bei mir aber auch selber jetzt mit 20 Jahren mehr auf dem Buckel als in Vanilla damals.
    Man verliert schneller die Lust an der Sache – man hat doch WoW oft genug und lange genug gesehen. Die alte Romantik verschwindet oder man redet sich selber die Vergangenheit schöner als sie war. Dazu kommen andere Interessen und Pflichten (zB Kinder) die einen vom Alltag mehr ablenken und wenn wir uns ehrlich sind – die Spieler und Viewer Basis hat sich auch massiv geändert.
    Dazu hat man auch nicht mehr die Geduld sich so lange an das Projekt zu binden, weil man selber weiß, dass auch andere zeitnah einfach wegbrechen werden.

    Ist halt der Lauf der Zeit.

  8. Endlich siehst du es ein – und das ist kein Flame, im Gegenteil: Das zeigt Stärke.

    Klar, auf Dauer ist es für Zuschauer, die dich schon lange kennen (ja, ich rede von der WoW-Nacht, Vanilla WoW, bamstevinho usw.), ermüdend. Man fiebert mit, sieht den Hype, hofft mit – und am Ende kommt dann … nichts mehr.

    Als ich beim HC-Event in deinen Stream geschaut habe, war ich ehrlich gesagt erschrocken. Du sahst müde aus – und ich meine nicht dieses „der hat durchgezockt“-Müde. Besonders deutlich wurde das im DM-Run, als Old Generation auf New Generation traf. Man konnte dir ansehen, dass du gefühlt nicht mehr mitkamst – bei den Sprüchen, den Witzen, dem Tempo.

    Aber muss man das überhaupt?
    Nein.

    Wir sind eine andere Generation. Wir haben WoW anders erlebt, die Welt anders erlebt: kein Steam, Anstehen für Mitternachts-Releases, Demos aus Zeitschriften. Wir hatten unsere Zeit zu glänzen.

    Die heutigen Streams verlangen – so empfinde ich es – ein hohes Maß an Extrovertiertheit: aktiv auf Leute zugehen, ständig präsent sein, permanent Energie liefern. Das kannst du entweder nicht mehr oder willst es vielleicht auch nicht mehr. Und trotzdem scheint da etwas in dir zu sein, das an den früheren Ruhm anknüpfen will, den du einmal hattest.

    Hast du darüber schon einmal mit deinem Therapeuten gesprochen?
    Über dieses Gefühl, dass bei allem, was man anfängt, immer dieses „Ich muss es allen beweisen“-Denken mitschwingt – und wie genau das am Ende ein Hobby ruinieren kann.

    Wir haben dir bei unglaublich vielen Hobbys zugeschaut, bei denen du meintest: „Das wird was!“
    Spoiler: Wurde es nicht.
    Der Hype war da, dann war er weg – Thema erledigt.

    Ein weiteres Problem sind vielleicht auch die notorischen Gutmenschen hier, die dir immer virtuell einen blasen und alles relativieren. Auch die können lügen – gerade bei diesem Post.

    Ja, du hast es verkackt.
    Ja, du hast dein Ziel nicht erreicht.
    Ja, du hast Leute verprellt, die eigentlich Bock auf dich hatten.

    So ist das Leben.
    Und du stehst dazu. Punkt.

    Dafür braucht es keine Lobeshymnen und kein „andere haben es auch nicht geschafft“. Ja – und? Es geht hier um dich.

    Mein Tipp – von jemandem, der ähnliche Probleme auf seine eigene Art kennt:
    Setz dich weiter damit auseinander, so wie du es mit diesem Post getan hast. Sprich darüber. Arbeite daran.

    Lerne, mit diesem Status zu leben –
    anstatt ihn permanent zu bekämpfen.

  9. Mach aus der Not eine Tugend: früher hat man dich für deinen Gottkomplex und deine Allmacht verfolgt, geliebt und gehasst, warum sollte man dich heute dann nicht für dein Versagen und deine Loserhaftigkeit erneut hochleben lassen. Frei nach dem Motto: egal wie mies ich bin, hauptsache kein Krömer.
    Das braucht Eier, aber am Ende ist es egal, woher Viewer, Geld und Erfolg kommt und nichts trocknet die Versager-Tränen so gut wie ein Bündel Geldscheine. Peace!

  10. Es war trotzdem ein schönes Event und hat für kurze Zeit wieder die Magie von World of Warcraft aufleben lassen!
    Ich fand’s toll, dass du dabei warst. Dabei sein ist alles. Man muss nicht immer der Größte und Beste sein.

    Viele Grüße,
    Micheel

  11. Weiß ja nicht…ich seh da kein Versagen. Klar, das „Ziel“ von Sauercrowd, den MC-Raid, hast jetzt nicht erreicht, aber das ist doch nicht schlimm. Die Reise ist bei so einem Event für die breite Masse das Ziel.
    Beim Streamer-Ding genauso. Bei so einem Event hast du halt viel Laufkundschaft gehabt, aber das ist doch normal, dass die nicht bleiben. Und mit einem Stream die Woche (oder in Zukunft noch weniger) bist du auch nicht unbedingt interessant für den normalen Twitch-Zuschauer. Das du immer noch 130 Leute halten kannst obwohl du „nur“ deinen Stream einmal die Wochen anwirfst und losdaddelst solltest du eher als Sieg verbuchen. Weißt du eigentlich wie viele Streamer sich da draußen 4-5mal die Woche den Arsch abrackern, sich tolle Sachen überlegen, Events planen und was nicht noch alles und das für 5-20 Zuschauer, mit marginalem finanziellem Ertrag?
    Ja, ein Profi-Streamer hätte wohl aus so einem Push mehr rausgeholt als du. Aber das ist eben dann auch jemand, dessen Beruf Streaming ist. Dich damit zu vergleichen ist einfach Quatsch :/

    Lastly, TBC:
    Es war doch auch in der Vergangenheit so, dass sich aus „Release-Stream“-Gilden später noch Raids gebildet haben, an denen du gar nicht mehr teilnimmst. Wer nur TBC spielt, weil er mal mit Krömer nach Black Temple will, sollte es vielleicht lassen. Wer für TBC vielleicht eine Gilde zum leveln und dann auch anfänglichen Raiden sucht, ist genau richtig hier.

    Du selber hast früher sehr deutlich gesagt, dass wenn es kein Crowdfunding mehr gibt, du den Blog nur noch als Hobby betreibst, genau wie YT, die Streams und den Podcast. Bzw. eigentlich hast du damals sogar gesagt, dass es den Podcast nicht mehr geben wird, weil du dann am Wochenende einfach besseres zutun hast.
    So ungefähr auf diesem „Niveau“ sind wir hier doch mittlerweile. Nur manchmal hab ich die Befürchtung, dass du selber dich trotzdem noch mehr unter Druck setzt, als müsstest du irgendwie mit den „alten Zeiten“ competen und als könnte irgendwer noch irgendwie Ansprüche stellen.

  12. Achtung: Bisschen eine Wall of Text geworden, weil das ein Thema ist, über das ich selber schon länger nachdenke…

    ________________________________

    Ui, das sind ehrliche Worte, aber ehrlich gesagt bist du damit denke ich nicht allein. Meiner Erfahrung nach ist das ein häufiges Phänomen. Man nimmt sich viele Dinge vor, ist anfangs extrem motiviert, stellt sich alles sehr leicht und spaßig vor und bekommt nach wenigen Tagen den reality check wenn auffällt dass man ein gewisses commitment braucht. Gerade in der Tiktok-brained Generation wo die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne flächendeckend immer kürzer wird fällt das wohl noch mal schwieriger. Sich etwas vorzunehmen und dran zu bleiben bis man fertig ist, ist ein Skill der immer seltener wird. Ist aber auch schwer im Informationszeitalter sich von hunderten oder tausenden Aktivitäten sich für einige wenige zu entscheiden auf die man sich konzentrieren will…

    Bestes Beispiel: Wie viele Neujahrsvorsätze sind jetzt anfang Februar bereits gescheitert?
    Man nimmt sich vor, endlich wieder mehr Sport zu machen, gesünder zu leben, kauft sich hanteln und kauft sich ein Mc fit abo, nach 2 Wochen merkt man dass man keine Ergebnisse sieht und gibt auf.

    Ich hatte bis Dragonflight aktiv geraidet und auch da merkte ich wie die Gildenleitung immer häufiger nach Spielern suchte, bei Farmruns hatte die Hälfte keinen Bock oder keine Zeit mehr, am Anfang des addons waren alle gehyped, nach 3 Wochen und 1-2 Mythicbossen war dann aber schon wieder die Luft raus wenn dann die erste Wall kommt, an der man länger als einen Abend sitzt. Hey, aber ich nehme mich da nicht raus; daher hab ich auch den Schlussstrich gezogen und raide nicht mehr.

    Woran liegt das? Ehrlich gesagt: Keine Ahnung. Vielleicht sind die Ansrpüche an einem selber oder an dem Ergebnis zu groß und der Aufwand wird falsch eingeschätzt? In deiner Position war die Erwartung vielleicht, das Ding wird riesen groß, tausende Spieler fiebern und machen mit, das ganze wird zum Selbstläufer, täglich erhält man positives Feedback, das einen dazu motiviert weiter zu machen. In der Realität, wo instant gratification einen immer größeren Stellenwert bekommt, haben langfristige Projekte dann wohl leider keinen Platz mehr. Ein Projekt wird imo dann erfolgreich wenn man die Durstphasen übersteht. Dafür muss eine gewisse passion für die Sache auch dabei sein; ich kenne dich nicht genug um dir die fehlende Leidenschaft zu unterstellen, aber wenn ich mal zurückdenke an Allimania beispielsweise war sie aber definitv mal da.

    Heißt das, dass du auf ganzer Linie versagt hast? Eventuall war das Ziel völlig falsch gewählt. Ich denke mir, dass ihr auf dem Wege auf Level 30 eine Menge Spaß zusammen hattet, hoffe ich doch mal. Dann war es das ganze doch schon wert.
    Ich denke deine ehrlichen Worte, dass du behauptest, man sollte „weniger vom Krömer erwarten“ geht da in eine ziemlich gute Richtung. Erwartungen herunterschrauben, schauen wie sich etwas entwickelt, wenn man nach 2 Wochen keinen Bock mehr hat, dann ist das eben so; dann hatte man trotzdem 2 spaßige Wochen und wenn man weiter kommt und länger motiviert bleibt dann umso besser.

    Was deinen Stream angeht, weiß ich nicht wie unterhaltsam und spaßig du bist, ich schaue generell keine Twitch Streams mehr; aber im Grunde schlägt die Aussage in die gleiche Kerbe. Wenn du Bock hast zu streamen und 150 Leute schauen zu, dann go for it. Ich bin nicht in deiner Haut, daher fällt es mir leicht das so zu sagen und ich will auch nicht belehrend rüber kommen, du bist es gewohnt dass dir mehr Leute zuschauen und zuhören, von der Zeit in WoWszene. Da tut es sicherlich weh wenn man statt tausenden nur noch um die 100 Zuschauer hat. Deswegen nicht wertend gemeint; ich meine nur dass wenn Zuschauer oder Bestätigung – beides Stellvertretend für schnelle Dopaminschübe – die Hauptmotivation für ein Projekt sind und etwas nicht für die Sache ansich macht dann sind solche Projekte eigentlich immer zum Scheitern verurteilt. Es sei denn man heißt Mr. Beast und steckt 5 Jahre seines Lebens in das Erlernen des Youtube Algorithmus und sieht den Zuschauerfarm selbst als langfristiges Ziel, aber selbst da hat es ja eine ganze Menge commitment gebraucht.

    Uff, ich könnte noch so viel mehr dazu sagen aber der Wumms ist eh schon lang genug, daher belasse ich es mal dabei.

    • Woran bemisst man den eigenen Erfolg? Am Spass, den man bei einer Sache hat? An der Menge der positiven Reaktionen Anderer? An Zahlen, wie z.B Viewern? Die Messlatte kann man sich aussuchen, je nachdem wonach man strebt. Am gesündesten ist evtl. eine Haltung, bei der man ohne große Erwartungen loslegt um einfach eine nette Zeit zu haben. Im gehobenen Alter gibts sonst ggf Magengeschwüre 😃

  13. Ich denke mal um heute die Kids zu unterhalten, muss man der „Bro‘ „Digga“ „Alta“ Typ sein, und das möglichst sekündlich, es muss manchmal sogar keine andere „Information “ dabei sein.
    Das sind wir nicht, im Gegenteil, es geht einem un unserem Alter auf den Sack.
    Also mach einfach sein Ding und fertig, gar nicht groß drüber nachdenken.

    • Absoluter Quatsch, es gibt mehr als genug Kanäle, in denen sich eine 30+ Zielgruppe tummelt und 1k+ Zuschauer haben. Klar, wenn man mit Monte konkurrieren möchte, muss man um die 15 Jährigen werben, aber es gibt auch genug Menschen die regelmäßig Streams gucken, die älter sind.

      • Das bestreitet doch keiner, aber um ein großer Streamer heutzutage zu sein muss man die jungen mit boa alda digga abholen, willst du das bestreiten? Und das kann Steve nicht und will es auch nicht, warum soll er sich verstellen?

        • Würde ich stark widersprechen. Meine das gar nicht böse Steve gegenüber, aber seine Streams zum Sauercrowd Event waren nun (außerhalb der Core-Community) wirklich nicht unterhaltsam. Und das hat nichts mit zu wenig „digga, boa, alda“ zu tun, sondern damit, dass er einen Stream mMn nicht alleine carrien kann. Liegt unter anderem daran, dass das Gameplay zu viel Fokus frisst. Und dann ist es für viele einfach uninteressant. Gibt ja verschiedene Arten des Entertainments, sei es viel Interaktion mit dem Chat, der Märchenonkel, hoher Skill im Game oder gutes Commentary. Welche Art von Entertainment trifft auf Steve zu? mMn nur Core-Core-Core-Community-Unterhaltung & Nostalgie. Ist mMn auch nicht schlimm, dann muss man nur realistisch sein, mit seinen Erwartungen.

          • Ich will jetzt nicht von mir auf Steve schließen, tue es aber trotzdem:
            Muss ehrlich sagen, dass der Switch von „Caster“ zu „Letsplayer“ echt anstrengend war und zumindest bei mir auch nie richtig geklappt hat. Es ist halt was anderes wie Steve daran gewöhnt zu sein Diskussionsrunden zu führen (was er ja quasi seit der WoW-Nacht macht) bzw. so wie ich Games zu shoutcasten, als wenn man selber zockt und sich selber kommentiert.

            Ich halte es nichtmal für „schwerer“, es ist nur einfach ein sehr anderes Gefühl…aber eben eines, was man aktiv bekämpfen muss.

  14. Unironisch und respektvoll finde ich diese ehrlichen Worte gut.
    Aus Ehrlichkeit gegenüber sich selbst kann ehrlicher Wachstum entstehen.
    Aus Ehrlichkeit kann Selbstbewusstsein entstehen.

  15. Moinsen. Stiller Zuhörer – bis auf „Der letzte Paladin“, da habe ich auch kommentiert, will ich auch mal meinen Senf dazu abgeben.

    Ich verstehe nicht in gänze wo diese Erwartungshaltung herkommt, sowohl an dich selbst und an gewisse Projekten.

    Nehmen wir Sauercrowd – wenn da jemand scheitert dann die beiden Gildenleader, die nur nicht das Handtuch werfen, aufgrund von Öffentlichkeit und spätestens nach dem Wipe in zwei Wochen, (nichts anderes wird das nämlich), guten gewissens aufhören können/werden.
    Soll heißen: warum Hörst du jetzt auf, anstatt einfach entspannt weiter zu machen und abzuwarten was kommt? Evtl entwickelt sich dieses Event sogar zur einer stätigen Plattform für kleine Streamer, nachdem die Überaus Kompetenten Social Skills betagten mega Streamer, nen abgang gemacht haben. (Twist)

    Was ich aussagen will, oder mit auf dem Weg geben möchte … man stolpert oft an deiner eigenen Erwartungshaltung, was zum Gefühl des Scheitern führt. Woher kommt der Gedanken, dass Sauercrowd die „alte Zeit“ wiederbeleben wird? Anstatt das Event für dich Atment zu lassen – Leute zu finden die auch normal Arbeiten, (Die Bohnen zb.) oder eben nach dem Wipe mit den neuen Regeln zu leveln, wird Allimania Sauercrowd geplant. Man rennt bevor man laufen kann.

    Mach dich mal nicht kleiner als du bist. Du bist nicht Stevinho sondern Steve Krömer, Lehrer und Vater mit Nutellabart. (Der wirklich schick ist)

    Und mehr Views … dir muss aber auch bewusst sein, das WoW, Blizzard generell und Diablo absolut verbrannte Marken sind – sprich, dass schaut man nur, wenn man dem Streamer am Euter hängt. Vielleicht kannst du neuen Zauber schüren, wenn du neue Marken probierst und nicht mit einer Haltung eines Diablo 4 pay to Loot Gewitters an die Sache rangehst.

  16. Falls es Dich beruhigt: ich bin in deinem Alter und mir geht es ähnlich wie Dir. Das Alter macht sich nunmal bemerkbar und genau wie bei Dir bin ich oft stark angehyped (hauptsächlich ob der guten alten Zeiten), aber dann auch genau so schnell wieder raus. Ich behaupte, dass das der Müßiggang des Alters ist. Oder ist man weiser geworden? Man macht ja im Grunde genommen nur das was man will. Und nicht das was andere von einem erwarten. Ich kann Dir diesbezüglich also absolut keinen Vorwurf machen. Mach weiter so wie Du bist. In meinen Augen authentisch. Bleib Dir selbst immer treu. Klingt abgedroschen, aber so habe ich Dich auch immer positiv wahrgenommen. 🙂

  17. Auch wenn dein Realitycheck hart scheint, muss ich dir leider Recht geben. Allerdings ohne zu bewerten. Ich erinnere mich ca 16 Jahre zurück, als ich dich jeden Morgen in der Bahn auf dem Weg zu meinem Ausbildungsplatz gehört, geschaut und gelesen habe. Die Welt war damals eine andere. Die Menschen waren andere. Der ganze Vibe rund um die noch neu und aufregend erscheinende Welt des Online Gaming war anders. Du als Lehrer und schon damals als älterer Mann und kreativer Kopf warst jemand, in dem ich ein kompetentes, unterhaltsames und vertrauenswürdiges Vorbild gesehen habe. Über die Jahre habe ich immer mal wieder bei dir reingeschaut und gelesen, du bist noch der Alte, aber die Welt um uns herum ist eine andere geworden, in dem du und ich und zehntausende Veteranen des Internets und Gamings irgendwie fehl am Platz und unsichtbar geworden sind. Es tut weh, aber unser Platz in dieser Welt und Gesellschaft ist heutzutage wohl ein anderer. Und wir alle sollten aufpassen, dass wir nicht in Einsamkeit und Depression verfallen, weil die schönen alten Zeiten nicht mehr da sind und nie mehr wieder kommen werden.

  18. Achja und falls du dich verurteilst oder schlecht fühlst mit der Erkenntnis:
    Denke daran, dass dich viele Menschen schon immer so sehen und erleben – und mögen wie nicht mögen. Für dich ist es neu. Wir kennen dich ollen Krömer schon länger. Du bist genauso gut und schlecht wie alle anderen Menschen auch. Don’t worry. Genieße dein Leben mit dir selbst. Vielleicht ändert sich dein Leben durch die Erkenntnisse. Doch ist eine Änderung nichts Schlechtes.

  19. Hi Steve,

    ich verfolge deine Projekte in den letzten Jahren eigentlich gar nicht mehr, schaue aber immer mal wieder rein was du so treibst. Als ich gerade diesen Post gelesen habe, hatte ich dann aber doch das Bedürfnis nach vielen Jahren mal wieder einen Kommentar zu verfassen.
    Denn zum einen sehe ich in deinen Worten eine starke Reflektion und radikale Ehrlichkeit gegenüber dir selbst, zum anderen allerdings auch einen sehr harten Ton, den ich nicht so recht einordnen kann.
    Ich wollte dir einfach nur sagen, dass ich dir nur das beste Wünsche und hoffe, dass diese Erkenntnis bei dir nicht in Selbstmitleid umschlägt, sondern du durch sie stärker wirst.

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