Im November 2025 veröffentlichte Activision einen neuen Werbespot für Call of Duty: Black Ops 7, der in dieser Woche nun offiziell in Großbritannien gebannt wurde. Laut der britischen Advertising Standards Authority (ASA) gingen bei ihnen in den letzten Monaten neun Beschwerden darüber ein, dass diese Werbung sexuelle Gewalt verharmlost. Die ASA hat die Situation untersucht und sich am gestrigen Mittwoch für den Bann entschieden. Eine Presseerklärung erklärt diese Entscheidung.
Activision reagierte auf dieses Verbot mit einem Hinweis darauf, dass das Spiel ab 18 Jahren freigegeben ist, die Werbung sich an erwachsene Menschen richtet und das Ganze eindeutig einen humorvollen Ton anschlägt. In ihrem Schreiben erklärt die ASA aber genau diesen humorvollen Ton für das Problem in der Werbung. Der „Humor“ in dem Spot wird durch die Erniedrigung eines Menschen und durch die Androhung von unfreiwilliger sexueller Gewalt erzeugt. Da die Werbung gezielt den Unwillen des Opfers betont und diese Szene als amüsant darstellt, sieht die Behörde das Ganze als eindeutige Verharmlosung von sexueller Gewalt.
„However, we noted that the humour in the ad was generated by the humiliation and implied threat of painful, non-consensual penetration of the man, an act associated with sexual violence. In addition, we considered the officers‘ confident and joking demeanour presented this in a humorous manner.
Because the ad alluded to non-consensual penetration, and framed it as an entertaining scenario, we considered that the ad trivialised sexual violence and was therefore irresponsible and offensive.“
Wer sich die folgende Werbung selbst anschaut, der dürfte zumindest nachvollziehen können, warum die ASA damit ein Problem hat. Das Ganze ist zwar amüsant gemeint, aber übertreibt meiner Meinung nach eindeutig. Der Clip sitzt vermutlich an der Spitze der sowieso bereits sehr häufig mies umgesetzten Werbung für CoD. Trotzdem hätte ich persönlich diese problematische Werbung nicht direkt gebannt. Auf diese Weise garantiert man schließlich nur, dass das Video noch mehr Aufmerksamkeit erhält und von noch mehr Leuten gesehen wird. Vielleicht sollte man Activision lieber direkt davon abhalten weitere problematische Werbespots zu produzieren.
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