Im Verlauf des gestrigen Tages kündigte Amazon einige drastische Änderungen für seinen Cloud-Gaming-Service „Luna“ an. Diese gestern durchgeführten Anpassungen sorgen jetzt dafür, dass Nutzer keine neuen Spiele mehr auf dem Dienst kaufen können, sie nicht mehr länger für Drittanbieter-Abos wie EA-Play bezahlen können und ihre eigenen Sammlungen keine Rolle mehr spielen. Die bereits erworbenen Spiele sollen Nutzern noch bis zum Juni 2026 über Luna zur Verfügung stehen. Danach verschwindet diese Option und Amazon bietet natürlich keine Rückerstattung an. Amazon selbst beschreibt die Anpassungen wie folgt:

  • A-la-carte game purchases are no longer available. Previously purchased titles will remain playable through June 10, 2026, after which they will be removed from Luna.
  • Bring Your Own Library will no longer be supported. Games previously played in this manner will no longer be playable on Luna after June 10, 2026.
  • Ubisoft+ and Jackbox Games subscriptions sold through Luna are discontinued. New subscriptions are no longer available for purchase, and any active subscriptions purchased from Luna will be cancelled at the end of your next billing cycle.
  • Third-party game stores (EA, Ubisoft, and GOG) are being removed from the Luna platform.

In der Ankündigung betont Amazon, dass die Plattform immer nach besseren Möglichkeiten zum Optimieren seines Angebots sucht und diese Anpassungen auf dem „Feedback der Nutzer“ basieren. Wie genau allerdings die Entfernung all dieser Funktionen die Erfahrung der Nutzer dauerhaft verbessern soll, wurde aber nicht erklärt. Mit ziemlicher Sicherheit sind diese Änderungen eine direkte Sparmaßnahme von Amazon, die notwendig ist, weil nicht genug Menschen für Luna bezahlen. Das Ganze in ein kostenloses Abo (Für Prime Nutzer) und ein Premium-Abo mit einigen zusätzlichen Spielen aufzuteilen und alle anderen Faktoren zu entfernen, dürfte Amazon auf lange Sicht gesehen Geld sparen.

Ansonsten muss an dieser Stelle natürlich nicht hervorgehoben werden, dass diese Umstellung ziemlich dreckig ist. Zahlenden Kunden ihre „Spiele“ zu stehlen und den Zugang dazu zu entfernen, ist kann einfach nur auf schärfste kritisiert werden. Zumindest lassen sich erworbene Spiele weiterhin verwenden, wenn Nutzer ihren Luna-Account auch noch mit anderen Diensten wie EA oder Ubisoft verbunden haben. Allerdings ist auch dieser Vorteil ein Problem, wenn ein Nutzer nicht die Hardware dafür besitzt, um diese Titel außerhalb der Luna-Umgebung zu verwenden. Schließlich wird so ein Cloud-Gaming-Service oft von Menschen genutzt, die anderweitig nicht auf die jeweiligen Spiele zugreifen können. In so einer Situation kann man nur frustriert sein.


Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.