In 2026 sind die Anwälte von Blizzard Entertainment bereits gegen mehrere große Privatserver für WoW Classic vorgegangen, weshalb sowohl TurtleWoW als auch Stormforge Project heruntergefahren wurden. Vor einigen Tagen haben diese Anwälte nun eine weitere einstweilige Verfügung gegen den letzten wirklichen großen Privatserver der Szene eingereicht. Dabei handelt es sich um das „Project Ascension“, welches sich selbst als ein „Classic+ Abenteuer“ bezeichnete und klassischen Vanilla WoW Content stark überarbeitete. Beispielsweise konnten Spieler dort die Fähigkeiten mehrerer Klassen mischen.
Blizzard just filed a federal lawsuit against Ascension — RICO charges, shell companies, demanding shutdown
by
u/ShutupBird69 in
ascensionproject
Die neue einstweilige Verfügung verlangt nun, dass die Betreiber von „Project Ascension“ ihre Arbeit einstellen und die Server herunterfahren. Die am 12. Juni 2026 eingereichten Gerichtsdokumente werfen den Betreibern unter anderem die mehrfache Urheberrechtsverletzung und Verstöße gegen die in den USA vorhandenen Rico-Gesetze vor. Auch wenn Verfahren gegen solche Privatserver sich unter normalen Umständen etwas ziehen können und keine schnelle Sache darstellen, so dürfte die Situation rund um „Project Ascension“ aber recht flott zu Ende gehen. Mehrere Betreiber des Servers sitzen nämlich in den USA und können daher ohne größeren Aufwand von den Behörden zur Rechenschaft gezogen werden.
Die dritte große Schließlich eines Privatservers für WoW Classic lässt natürlich die Frage danach aufkommen, warum Blizzard ausgerechnet in 2026 so aktiv gegen diese Projekte vorgeht. Die naheliegendste Erklärung dürften die eigenen Pläne der Entwickler in diesem Bereich sein. Blizzard dürfte gegen Ende 2026 ein hauseigenes Classic+ Projekt für seine klassische Spielversion von WoW vorstellen, welches bereits durch mehrere Hinweise angedeutet wurde. Daher könnte das Unternehmen es als notwendig ansehen, im Vorfeld all die unerlaubten Privatserver zu entfernen. Dadurch vernichtet Blizzard nicht nur die Konkurrenz für das eigene Projekt, sondern die Firma erfüllt gleichzeitig auch alle rechtlichen Notwendigkeiten zum Schutz ihrer IP.
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