In dieser Woche wurde die Gaming-Branche dadurch erschüttert, dass Sony ab dem Jahr 2028 keine Disc mehr für seine Spiele produzieren möchte. Wie man es erwarten würde, fielen die Reaktionen der Fans auf diese Ankündigung relativ gewaltig und ziemlich negativ aus. Deutlich interessanter sind allerdings die zu diesem Thema veröffentlichten Stellungnahmen von Publishern, Händlern, Studios und anderen Firmen, die teilweise direkt mit Sony zusammenarbeiten, manchmal die direkte Konkurrenz zu dem Unternehmen darstellen und gelegentlich auch einfach nur die Sichtweise eines Fans vertreten.

Besondere Aufmerksamkeit verdient vermutlich ein Schreiben von Frank Cifaldi, der aktuell als Leiter der „Video Game History Foundation“ fungiert. In einem längeren Schreiben bemängelt Cifaldi sowohl diese Entscheidung von Sony als auch die Abschaltung der Shops für die PS3 und die PSP. Laut ihm haben Day One Updates, DLCs und andere Elemente bereits dafür gesorgt, dass Spiele auf der Disc deutlich an Wert verloren haben und nicht mehr die vollständige Spielerfahrung darstellen. Trotzdem würde er sich wünschen, dass die gesamte Industrie zusammenkommt und eine bessere Alternative findet. Für ihn ist es nämlich einfach nicht optimal, wenn sein Museum eine Kopie von GTA 6 herunterladen und auf den dauerhaften Betrieb des Spiels hoffen muss.

Statement from VGHF director Frank Cifaldi on the discontinuation of physical PlayStation media, and the closure of the PS3 and PSP digital storefronts.

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— Video Game History Foundation (@gamehistoryorg.bsky.social) 1. Juli 2026 um 20:47

Der Videospielverleih Gamefly kritisierte die Vorgehensweise von Sony und er betonte, dass er auch weiterhin auf physische Medien setzen möchte. Discs sind für die Firma noch immer ein relevanter Teil der Branche. Der Händler GameStop hatte eine ähnliche Nachricht für die Öffentlichkeit, die allerdings etwas amüsanter ausfiel. Die vermutlich ungewöhnlichste Reaktion stammt von dem britischen Zweig von Domino’s Pizza. Die Kette verglich den Verzicht auf Spiele Discs mit dem ebenfalls albern klingenden Wechsel auf rein digitale Pizzas. Dazu kommen noch weitere Vergleiche in den Kommentaren des Beitrags.

Im Allgemeinen kann man wohl festhalten, dass außer Sony selbst niemand so wirklich zufrieden mit der Entscheidung ist. Reaktionen reichen von simpler Enttäuschung über einen noch irgendwo nachvollziehbaren Schritt bis zu einem absoluten Hass gegen das Unternehmen. Zumindest bleibt Sony seinem einmal eingeschlagenen Weg treu.


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