Im Verlauf der vergangenen Woche hat sich eine weitere Abteilung von Blizzard Entertainment dazu entschieden, eine Gewerkschaft auf die Beine zu stellen. Dabei handelte es sich dieses Mal um das Diablo-Team, welches jetzt offiziell eine Untergruppe der Communications Workers of America (CWA) darstellt. Diese neue Gewerkschaft besteht aus insgesamt 450 Angestellten von Blizzard Entertainment, die eine Reihe von unterschiedlichen Rollen wie Designer, Künstler und Techniker abdecken. Microsoft hat die Gewerkschaft bereits offiziell anerkannt.

Der Grund für die Gründung dieser Gewerkschaft ist natürlich weiterhin recht simpel. Den Mitgliedern geht es ihren eigenen Stellungnahmen zufolge hauptsächlich um den Schutz ihrer aktuellen Arbeitsplätze, die ernsthaft durch die teilweise enorm umfangreich ausfallenden Kündigungswellen von Microsoft bedroht werden. Die Gewerkschaft soll wohl sicherstellen, dass niemand von einem Tag auf den anderen entlassen wird und es richtige Schutzsysteme für alle Mitglieder gibt. Aus dem gleichen Grund hat sich vor einigen Wochen auch bereits das Story-Team von Blizzard zusammengeschlossen.

„With every subsequent round of mass layoffs, I’ve witnessed the dread in my coworkers grow stronger because it feels like no amount of hard work is enough to protect us. This is just the first step for us joining a movement spreading across an industry that is tired of living in fear.“ – Diablo Producer Kelly Yeo

„The day after the third round of mass layoffs, I walked into the office, and when I tried to open the door to the cafeteria, my badge was denied. For a moment, I wondered if getting breakfast was how I’d find out I was part of that round. None of us should have to live with that constant worry that we might be let go at the drop of a hat.“ – designer Ryan Littleton

Die immer weiter zunehmende Anzahl von Gewerkschaften in der amerikanischen Gaming-Industrie ist eine Folge der immer schlimmer werdenden Arbeitsbedingungen in dieser Branche. Führungskräfte gehen immer rücksichtsloser vor, sie ersetzen echte Menschen mit AI, die extrem aufgeblähtem Entwicklerteams werden nur temporär beschäftigt und man hört alle paar Monate von gewaltigen Entlassungswellen. In so einer Situation muss man sich nicht wundern, wenn die Entwickler, Designer und anderen Rollen sich zusammenrotten und einer in den USA leider noch immer umstrittenen Gewerkschaft beitreten. Man kann für diese Menschen nur hoffen, dass diese Gruppen am Ende wirklich bessere Arbeitsbedingungen aushandeln können.


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