Am 10. Dezember 2025 wird Australien als erstes Land der Welt eine Sperre für soziale Netzwerke einführen, die Menschen unter 16 Jahren den Zugang zu diesen Inhalten verwehren soll. Vor einigen Tagen verkündete die Regierung in Dänemark nun, dass sie in dieser Sache dem Vorbild von Australien folgen möchte. Scheinbar konnte die dänische Regierung in Gesprächen eine Einigung erzielen und die Einführung solch einer Sperre beschließen, um junge Menschen vor sozialen Netzwerken zu schützen.

„As one of the first countries in the EU, Denmark is now taking a groundbreaking step towards introducing age limits on social media. This is done to protect children and young people in the digital world. As a starting point, children under the age of 15 should not have access to platforms that may expose them to harmful content or harmful features,“ the statement said.“ – Stellungnahme des dänischen Digitalministeriums

Durch diese geplante Sperre sollen in Dänemark alle Menschen unter 15 Jahren den Zugang zu den sozialen Netzwerken verlieren. Aktuell ist noch nicht bekannt, wann das Ganze eingeführt werden soll, welche Plattformen genau betroffen sind und die das Land diesen Bann vollstrecken möchte. Allerdings plant die Regierung wohl schon jetzt eine Ausnahme für Eltern, die ihre Kinder als „besonders reif“ einstufen. In so einem Fall kann man beantragen, dass die Kinder bereits ab 13 Jahren auf die sozialen Netzwerke zugreifen dürfen.

In der Theorie bin ich ebenfalls der Meinung, dass soziale Netzwerke eine Gefahr für Jugendliche darstellen können. Diese Plattformen sind voll mit toxischen Menschen, Falschinformationen und eher problematischen Inhalten. Trotzdem halte ich ein Verbot für eine ziemliche alberne Lösung. Besonders, weil das Ganze noch nicht genau ausgearbeitet wurde und es vermutlich wieder an mies funktionierende Alterskontrollen gekoppelt wird. Das Ganze ist meiner Meinung nach eine extrem faule und ineffiziente Lösung für ein Problem, welches man auf andere Weise lösen sollte. Aber dafür müssten Eltern ihre Kinder tatsächlich selbst erziehen und sich ernsthaft damit beschäftigen, was für Inhalte sie konsumieren. Und so etwas geht ja wohl nicht…


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5 Kommentare

  1. Und wo ist das sozial Media Verbot für die ganzen Boomer die keine Fake News erkennen selbst wenn es um ihr Leben gehen würde. Schwachsinnige Lösung weil man die Kinder nicht ordentlich erziehen möchte und im Unterricht nicht versucht das zu besprechen…

  2. Denke auch, ein komplettes Verbot ist ein Schritt zu viel, ein Timer würde meiner Meinung nach reichen, dass man zb nur eine begrenzte Anzahl an Stunden in der Woche Zugriff hat, denn alle zukünftigen Generationen werden mit Social Media aufwachsen und es kann nicht nur schlecht sein, sonst würde es nicht so viele Nutzer geben und wie soll man sonst ein richtiges Verhalten lernen, aus meiner Sicht wäre es wichtiger ein besseren Umgang zu entwickeln. Und statt einfach so, aus fehlendem Interesse an anderen Dingen zu Social Media zu greifen, würde dann erschwert werden, auch eine Umsetzung halte ich für machbar. Habe aber keine Ahnung, nutze selber kaum Social Media und habe keine Kinder.

  3. Der letzte Absatz ist ein Paradebeispiel, warum ich kaum noch hier her komme… Mecker-mecker ohne Alternativ-Lösung… Solche Leute gibt es im echten Leben genug. Schade, dass das Niveau der beiden Autoren so krass auseinander driftet.

    • Was wäre denn deine Lösung? Moderation durch den Staat ? Also durch zertifizierte Pädagogen? Wer soll das zahlen? Wenn schon die Plattformen von alleine es nicht machen und uns erklären, das das unmöglich ist?

      Ich bin kein Fan von Zensur, aber social Media läuft halt komplett aus dem Ruder und wie sollen Kinder das von alleine verifizieren bzw. Verstehen. Scheitern doch Erwachsene jeden Tag daran.

      • mag sein dass man Kinder vor Social Media schützen sollte. Nur besonders in Wahlkämpfen, ob USA, Europa oder Deutschland merkt man das viele Erwachsene sich auch an der Nase herrummführen lassen. So finde ich es ein bisschen herrablassend wenn man glaubt Kinder und Jugendliche seien die einzigsten die „noch nicht Reif“ sind.

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