In den vergangenen Jahren ist der chinesische Publisher NetEase umfangreiche Partnerschaften mit einer Reihe von westlichen Studios eingegangen, um dort kommende neue Spiele zu finanzieren. In 2025 hat sich NetEase allerdings beinahe komplett von diesem Projekt distanziert und jegliche finanzielle Hilfe gestrichen. Das Resultat davon sind nicht nur viele eingestellte Projekte, sondern auch einige dauerhaft geschlossene Studios. Eines der Opfer dieser Maßnahme ist das Jackalyptic Games, dessen CEO vor drei Tagen auf LinkedIn die Trennung und baldige Schließung des Studios bestätigte.
I’m here to share a note that after nearly three and a half years working with NetEase Games as a first party studio, our partnership will be coming to an end. We appreciate all the support NetEase Games has provided with their resources and engagement throughout this development process. (via)
Die baldige Schließung von Jackalyptic Games ist ärgerlich, weil das Studio in den letzten Jahren aktiv an einem MMO im Warhammer-Universum gearbeitet hat. Auch wenn das Studio dieses Projekt nie offiziell ankündigen durfte, so gab es aber mehrere Leaks, Berichte und Hinweise auf diese Arbeit. Basierend auf diesen Informationen war das Projekt als ein richtiges MMORPG geplant, welches Spieler mit den verschiedensten Elementen des Warhammer-Universums konfrontiert hätte. Der CEO Jack Emmert war bereits an der Entwicklung von vielen MMORPGs beteiligt, weshalb NetEase ihn wohl auch ursprünglich für die Arbeit ausgewählt hatte.
Auch wenn Jackalyptic Games das erste von NetEase im Westen unterstützte Studio war, so scheint auch es den aktuellen Spaßmaßnahmen nicht entkommen zu können. MMOs zu entwickeln und zu verwalten ist eine ziemlich teure Angelegenheit und daher ist es nicht wirklich überraschend, dass NetEase diese Kosten derzeit nicht mehr tragen möchte. Trotzdem ist das Ganze für Warhammer-Fans natürlich eine ziemliche Enttäuschung. Schließlich bieten sowohl 40k als auch Fantasy enorm viel Potenzial für ein gutes MMORPG, welches bisher aber noch niemand wirklich dauerhaft materialisieren konnte.
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