Vor etwas über eine Woche kündigte der französische Publisher Ubisoft eine umfangreiche Umstrukturierung seiner internen Arbeitsabläufe an. Diese umfangreichen Änderungen führten zu eingestellten Spielen, Verzögerungen bei laufenden Projekten und Unmengen an entlassenen Mitarbeitern. Wie man es nicht anders erwarten würde, erhielt diese Maßnahme viel Kritik von Fans, Kollegen und natürlich auch den Gewerkschaften der Mitarbeiter.

Als direkte Reaktion auf diese Umstrukturierung riefen fünf als Vertreter der Ubisoft-Mitarbeiter in Frankreich fungierende Gewerkschaften in dieser Woche nun zu einem internationalen Streik auf. Die Gewerkschaften werfen dem Publisher vor, dass er seine Mitarbeiter wie Kinder oder Sklaven behandelt und die Firmenleitung es sich nicht einmal mehr traut direkt mit den Entwicklern zu kommunizieren. Zusätzlich dazu ist die Gewerkschaft wütend über einfach ignorierte Abmachungen und die komplette Zerstörung von seit Monaten laufenden Verhandlungen mit Ubisoft.

„It is time for our management to understand that they cannot do whatever they want, whether with public money or the work of hundreds of people!“ (via)

Um ein klares Zeichen zu setzen, werden die fünf Gewerkschaften in Frankreich vom 10. Februar bis zum 13. Februar 2026 streiken. Sie rufen alle internationalen Mitarbeiter dazu auf, sich ebenfalls an diesem Streik zu beteiligen. Dieser Schritt ist natürlich etwas problematisch, weil viele Studios außerhalb der EU sich nicht in Gewerkschaften befinden und die Mitarbeiter dort mit direkten Konsequenzen rechnen müssen. Weitere „notwendige“ Kündigungen könnten folgen, wenn Entwickler in Kanada, den USA oder anderen Ländern sich an dem Streik beteiligen. Der 10. Februar dürfte zeigen, wie groß dieser Streikt wirklich sein wird.

Ansonsten fällt dieser Streik in den gleichen Zeitraum wie der nächste vierteljährige Quartalsbericht von Ubisoft. Diese Präsentation steht am 12. Februar an und niemand sollte davon ausgehen, dass der Streikt rein zufällig diesen Tag mit abdeckt. Das Ganze ist vermutlich eine bewusste Entscheidung der Verantwortlichen, um ihre Unzufriedenheit zu betonen.

🇬🇧✊🌀 Ubisoft : enough is enough! Faced with the arbitrary decision of the CEO who doesn’t even dare talking to employees anymore, unions are calling for a strike on February 10th, 11th and 12th.

[image or embed]

— Syndicat des Travailleureuses du Jeu Vidéo (@stjv.fr) 28. Januar 2026 um 13:10


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