Das MMO „Ashes of Creation“ wurde im Jahr 2015 durch eine Kickstarter-Kampagne finanziert, die den Entwicklern von Intrepid Studios an die 3.3 Millionen USD einbrachte. Dazu kommen noch unzählige Vorverkaufs-Pakete und andere Angebote, die diese Summe deutlich gesteigert haben dürften. Auch wenn das MMO somit zu einem der erfolgreichsten Gaming-Projekte auf Kickstarter gehört, so scheint die fortlaufende Entwicklung dieses Alpha-Titels am vergangenen Wochenende aber eingestellt worden zu sein.

Am Samstag verkündete Creative Director und Gründer Steven Sharif, dass er seinen Posten geräumt hat. Kurz darauf folgte ihm die gesamte Führungsebene des Studios. Als Konsequenz davon hat Intrepid Studios den Geschäftsbetrieb am heutigen Montag, den 02. Februar 2026 offiziell und komplett eingestellt. Von Mitarbeitern veröffentlichte Berichte sprechen sogar von Massenentlassungen innerhalb des Unternehmens. Einem von Steven Sharif im Discord veröffentlichten Beitrag zufolge wurde ihm die Kontrolle des Studios von dem Aufsichtsrat des Unternehmens entzogen, der daraufhin einige unethische Entscheidungen traf. Er selbst und andere höhere Entwickler sind daraufhin aus Protest zurückgetreten.

Auch wenn die Geschichte von Steven Sharif realistisch klingt, so gibt es in der Fangemeinde aber ernste Zweifel an seinen Aussagen. Erst einmal betonte Sharif in der Vergangenheit mehrfach, dass es keinen Aufsichtsrat oder andere Investoren gibt, er das komplette Studio kontrolliert und das MMO bereits im Vorfeld komplett finanziert wurde. Trotzdem häufen sich Berichte über nicht bezahlte Rechnungen des Studios, die geheime Übergabe des Studios an einen Käufer und eine Übertragung des persönlichen Hauses von Sharif an seinen Partner, um es vor möglichen Konsequenzen seiner Pleite zu schützen. Zusätzlich dazu wird der im Dezember 2025 durchgeführte Steam-Launch des MMOs im Early Access derzeit auch nur als Ausrede dafür angesehen, um den Spendern auf Kickstarter kein Geld zurückzahlen zu müssen.

Die kommenden Wochen und Monate dürften mehr Details über diese Situation und die wahren Begebenheiten enthüllen. So oder so müssen Spieler davon ausgehen, dass Ashes of Creation vermutlich nicht mehr lange leben wird. Gleichzeitig sollte an dieser Stelle erneut eine Warnung vor Kickstarter-Kampagnen dieser Art stehen. Spiele auf diese Weise zu finanzieren ist nicht wirklich machbar und ein Großteil dieser Projekte endet als Fehlschlag oder möglicher Betrug.

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byu/AdFar1239 from discussion
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1 Kommentar

  1. Streamer und Creators sind wohl ebenfalls pissed, weil sie im Endeffekt umsonst Werbung für AoC gemacht haben – denn die Anwerbecodes etc. waren so designed, dass sie einen Anteil an der Subscription an den Creator weitergegeben hätten…die Subscriptions wurden aber nie aktiviert.

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