Am gestrigen Mittwoch hat die für den Staat New York zuständige Generalstaatsanwältin Letitia James offiziell eine Klage gegen Valve gestartet. Diese Klage basiert vollständig darauf, dass die von Valve betriebene Plattform Steam es vielen Entwicklern erlaubt problematische Glücksspiele in ihre Titel einzubauen und dadurch Glücksspiel anzubieten. Die Presseerklärung zu dieser Maßnahme erwähnt dabei explizit die von Valve selbst vertriebenen Counter-Strike 2, Team Fortress 2 und Dota 2. Durch das Anbieten dieser Form des Glücksspiels verstößt Valve laut der Generalstaatsanwältin gegen die in New York geltenden Gesetze und gefährdet gleichzeitig die Jugend der Nation.
Valve, a video game developer, has made billions of dollars by letting children and adults illegally gamble for the chance to win valuable virtual prizes.
These features are addictive and harmful.
That’s why I’m suing to stop Valve’s unlawful conduct and protect New Yorkers.
— New York Attorney General Letitia James (@newyorkstateag.bsky.social) 25. Februar 2026 um 21:29
Mit der Klage möchte Generalstaatsanwältin Letitia James wohl zwei Ziele erfüllen. Erst einmal soll das Ganze dafür sorgen, dass Valve das Glücksspiel in Spielen nicht mehr länger fördern darf und seine Vorgehensweise in dem Bereich ändern muss. Zusätzlich dazu will James dem Unternehmen eine Reihe von Geldstrafen aufzwingen, die bei Verstößen gegen die Gesetze in New York vorgesehen sind. Basierend auf vergangenen Klagen und Vorfällen dieser Art hat Valve sowohl das Geld als auch die Anwälte dafür, um gegen so eine Klage vorzugehen. Aktuell hat die Firma aber noch nicht öffentlich darauf reagiert.
„In addition, although this case is about illegal gambling, it is important to note that Valve’s promotion of games that glorify violence and guns helps fuel the dangerous epidemic of gun violence, particularly among young gamers who can become numbed to grave violence before their brains are fully developed.“ – Aus der Presseerklärung
Ich persönlich kann in dieser Sache eigentlich nur den Kopf schütteln. Mir ist bewusst, wie problematisch Lootboxen sind und wie viele Spiele von Valve diese Art von Content beinhalten. Gleichzeitig denke ich mir aber, dass Valve als Firma noch immer einigermaßen kundenfreundlich ist und ich beinahe jeden anderen Publisher und jede Tech-Firma als schlimmer einstufen würde. Wenn das Ziel also wirklich der Schutz der Jugend und der anfälligen Personen ist, dann hätte es deutlich bessere Ziele für so eine Klage gegeben. Außerdem werde ich immer extrem skeptisch, wenn eine Person die albernen Argumente aus den 90er Jahren hervorkramt und die Waffengewalt in den USA auf Gewalt in Computerspielen schiebt. Mit so Argumenten wirkt die gesamte Klage irgendwie fehl am Platz.
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