Das chinesische Tech-Unternehmen Tencent wird bereits seit über einem Jahr von den US-Behörden untersucht, weil es Sorgen darüber gibt, wie viele Daten die Firma durch seine unterschiedlichen Investitionen in die Gaming-Branche sammeln kann. Einem neuen Bericht der Financial Times zufolge könnte diese Untersuchung jetzt endlich Konsequenzen für Tencent haben. Angeblich denkt die US-Regierung aktuell darüber nach, Tencent zu der Aufgabe aller seiner Investitionen in US-Unternehmen zu zwingen. Geleakten Dokumenten zufolge will Trump dieses Thema bereits im nächsten Monat mit Xi Jinping besprechen.
Tencent ist derzeit mit einer Reihe von Publishern und Studios involviert. Der Tech-Konzern besitzt 28% von Epic Games, ihm gehört Riot Games und es an Anteile an einer Reihe von anderen Studios wie Larian, Supercell oder Remeday Entertainment aufgekauft. Zusätzlich dazu investiert es ebenfalls in Unternehmen wie Discord, die sich teilweise mit der Gaming-Branche überschneiden. Die Bemühungen von Tencent in dieser Branche sind auch noch lange nicht abgeschlossen, weshalb der Tech-Riese in der Zukunft vermutlich noch mehr Geld in Entwicklerstudios investieren wird.
Aktuell ist noch unklar, wie ernst man diese Ziele der US-Regierung nehmen darf. Die TikTok-Situation hat bereits gezeigt, dass solche Dinge oft etwas komplizierter ausfallen, als Trump und seine Mitarbeiter es sich wünschen würden. Die Tencent-Situation könnte also ebenfalls einfach nur etwas dramatisch klingen und am Ende dann einen deutlich seichteren Kurs nehmen. Ein umfangreiches Eingreifen der US-Regierung in die Investitionen von Tencent dürfte aber drastische Auswirkungen auf die Gaming-Branche haben. Bei der reinen Masse an Investitionen müssen selbst Nutzer außerhalb der US mit gewissen Konsequenzen rechnen.
Derzeit kann man nur abwarten und schauen, wie sich die Lage entwickelt. Es gibt aber zumindest die Chance darauf, dass US-Nutzer irgendwann in der Zukunft den Zugang zu LoL, Clash of Clans oder sogar Fortnite verlieren könnten.
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