In dieser Woche hat Frankreich als erstes Land der Europäischen Union ebenfalls ein Social-Media-Verbot für Jugendliche und Kinder festgelegt. Die dortige Nationalversammlung stimmte dem Vorschlag am Dienstagabend mit 279 zu 81 Stimmen zu. Unter der neuen Richtlinie dürfen Menschen unter 15 Jahren nicht mehr länger auf soziale Netzwerke zugreifen und Plattformen müssen Kontrollen dafür bereitstellen, um das Alter der Nutzer zu verifizieren. Laut Präsident Emmanuel Macron soll das neue Gesetz bereits nach den Sommerferien in Frankreich in Kraft treten.
„Ich hatte mich dafür eingesetzt, nun ist es beschlossen: Ab dem neuen Schuljahr sind soziale Netzwerke für Kinder unter 15 Jahren verboten“ – Präsident Emmanuel Macron
Das neue Social-Media-Verbot soll dann offiziell am 01. September 2026 in Kraft treten. Ab diesem Zeitpunkt können Jugendliche und Kinder keine neuen Accounts mehr erstellen. Für bestehende Konten wird es eine Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2027 geben. Die französische Regierung möchte diese Zeit nutzen, um alle Accounts von Menschen unter 15 Jahren zu schließen. Ausgenommen von dem neuen Verbot sind nur soziale Plattformen mit Inhalten für Bildungszwecke. Dazu würden beispielsweise Online-Enzyklopädien oder ähnliche Angebote gehören.
Was nicht eindeutig als soziale Netzwerke zählende Plattformen wie YouTube und WhatsApp betrifft, so hat Frankreich auch dafür Regeln erlassen. YouTube und ähnliche Anbieter dürfen das reine Anschauen von Videos auch weiterhin ohne Altersprüfung anbieten und auch der private Chat bei WhatsApp etc. darf von Kindern und Jugendlichen genutzt werden. Eine Altersüberprüfung sein wohl nur dort notwendig, wo die Seiten die Elemente von sozialen Netzwerken aufgreifen. Als Beispiele dafür wurden Kommentarfunktionen oder Kanäle zum Teilen von Inhalten genannt.
Ich stehe diesem neuen Social-Media-Verbot aus Frankreich genauso kritisch gegenüber wie ähnlichen Verboten in anderen Ländern. Angebote dieser Art zu verbieten ist einfach nur albern und nicht wirklich gut durchdacht. Dem Jugendschutz wäre deutlich besser geholfen, wenn man jungen Menschen beibringen würde, wie man verantwortungsvoll mit sozialen Netzwerken und anderen Plattformen umgeht. Ein Verbot führt auf Dauer nur zu mehr Problemen. Ich erwarte von Politikern aber nicht mehr länger, dass sie langfristig oder auch nur sinnvoll handeln…
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Ich finds gar nicht mal so verkehrt, auch wenn du Recht hast was die Durchführung angeht. Kinder sollten den Umgang mit Medien lernen, da würde niemand mit halbwegs Gehirn dagegen sein. Allerdings frag ich mich auch, brauchen die Bälger wirklich Social Media? Trotz aller antrainierten Kompetenzen, verfallen wir alle mal ins Doomscrolling ect. und die Stratgien der Firmen um dich am Bildschirm zu halten, die sind gut, überragend gut, besser und schneller als Unterricht das aufarbeiten könnte.
In meiner Utopie würde halt beides einfach kombiniert werden.