Ich bin in den letzten Tage auf TikTok über diesen Kanal hier gestolpert: Klick mich
Herr Schmelzer, seines Zeichens Lehrer aus Wiesbaden, hat TikTok erobert (auf Instagram gibt es ihn wohl auch) – 250.000 Follower hat er. Auf seinem Kanal gibt er seine Sicht der Dinge in Sachen Lehrerjob zum Besten. Und darf ich mal ehrlich sein: Ich finde das höchst problematisch.
Warum? Nun zuerst mal irritiert es mich sehr, dass er sich in dieser Form im Netz überhaupt präsentieren darf. Mir wurde von offizieller Stelle SEHR deutlich vorgeschrieben, dass man sich als Lehrer in seiner schulischen Umgebung NICHT im Netz (und schon gar nicht in den sozialen Medien) präsentieren darf. Sollte das nicht für alle Lehrer landesweit gelten?

Versteht mich nicht falsch: Ich finde, dass er viele sehr kluge Dinge in seinen Videos sagt, die ich teilweise zu 100% unterstütze. Mein Problem ist eher, dass man sehr stark das Gefühl hat, dass hier eine politische Agenda verfolgt wird. Natürlich müssen wir Lehrer politisch nicht neutral sein, allerdings habe ich als neutraler Beobachter schon sehr das Gefühl, dass hier Schüler indoktriniert werden.
Meiner Meinung nach gehört eine Regenbogen-Flagge nicht in ein Klassenzimmer – genauso wenig wie eine Deutschland-Flagge oder ein Kreuz an der Wand. Natürlich ist es lobenswert, den Schülern Werte zu vermitteln und sie ggf. zu besseren Menschen zu machen. Allerdings sollte man als Lehrer seinen Schülern am Ende des Tages stets den Raum geben, sich eine eigene Meinung zu bilden und sie nicht in die ein oder andere Richtung drängen…
Und womit ich das größte Problem habe: In einigen Videos legt er den Zuschauern ans Herz, Lehrer zu melden, die Dinge tun, mit denen er persönlich nicht einverstanden ist. Und das hat für mich als Lehrer einen sehr negativen Beigeschmack: Man soll also Lehrer melden (canceln), die eine andere Form des Unterrichts praktizieren bzw. keine linke Ideologie mit ins Klassenzimmer bringen? Schwierig, äußerst schwierig.
Und bevor jetzt wieder die Nazi-Keule rausgeholt wird: Ich werde jede Woche, nach jeder Podcast-Aussage geflamed, weil meine Äußerungen zu links sind. Ich würde mich auf jeden Fall politisch deutlich links von der Mitte einordnen. Also bleibt bitte höflich und konstruktiv!








Kenne den Tiktok Lehrer nicht, aber ansonsten 100% Zustimmung.
Ist doch Ländersache, denke mal das Bildungsministerium dort ist anders als in SH
Ich habe Videos gesehen und dachte erst, das sei ein Witz. Er mag Lehrinhalte gut vermitteln können, aber was er betreibt ist schon zu nahe an Gehirnwäsche und Rekrutierung dran … Warum darf er so argieren und Kinder so beinflussen?
Nichts für ungut, ich war auf 5 Schulen, in 8 Jahrgängen bis ich mein Abi hatte und hatte 100+ Lehrer über min einen Zeitraum von 6Monaten.
Ich will nicht gemein sein, weil ich auch echt tolle Lehrer hatte, aber die Wahrheit ist die Mehrheit ist völlig unqualifiziert für diesen Beruf und die Tatsache, dass es in Deutschland so einfach ist Lehrer zu werden ist ein Armutszeugnis, hier sollte man sich schleunigst ein Beispiel an Finnland nehmen, denn dort ist es ein Privileg Lehrer zu sein und nur die besten/qualifiziersten Studenten erhalten dies.
Wenn Deutschland hier nicht schleunigst reagiert, dann haben wir eh keine Zukunft, dann spielt es auch keine Rolle was sie dürfen oder nicht.
Der Lehrerberuf ist wohl der wichtigste Beruf überhaupt, scheinbar verstehen das hierzulande leider nicht viele.
Wenn wir nur gescheite, kluge Lehrer hätten, dann bräuchten wir gar keine Regularien, welche ihnen vorschreiben was sie dürfen, denn mit Weisheit kommt Selbstreflektion die zu Differenziertheit führt und ohne diese ist man ohnehin kein würdiger Lehrer.
Letztens mit nem Verwandten gesprochen 19Jahre alt, vor kurzem Abi gemacht, der meinte, in Religion hätten sie 1jahr lang NICHTS ANDERES GEMACHT, als die Bibel abzuschreiben, kannste dir nicht ausdenken,
wen juckts ob irgendnen Hampelmann auf Tiktok fame wird, Tiktok ist eh nur was für Deppen, genauso wie social Media im allgemeinen.
Schulen und Lehrer haben in vielen Schulen in Deutschland komplette Narrenfreiheit und zerstören die Zukunft von Kindern und die des Landes und ich gebe nicht einmal den Lehrern oder Direktoren die Schuld, sondern ganz klar der Politik.
edit.
ich verstehe natürlich die Bedeutung von social media in unserer Gesellschaft, deswegen ist es natürlich wichtig, bin nur verärgert darüber, dass dies der Fall ist, meiner Meinung nach, hat jeder der facebook,twitter,tiktok,yt etc regelmäßig nutzt keine richtigen/guten Hobbies oder Kommunikationsmöglichkeiten mit echten Menschen oder ist in einem Suchtverhalten gefangen oder hat andere mentale Probleme,
ich habe zb reddit ausgiebig untersucht und festgestellt, dass die große Mehrheit mental krank ist aufgrund von mobbing in der Jungend etc.
Ich will nicht grausam sein und diese Menschen verurteilen, bin bloß so enttäuscht und erschüttert über unsere Gesellschaft.
Jeder will wertlose Aufmerksamkeit von Fremden online, weil zu wenig Bedeutung und echt Aufmerksamkeit im rl vorhanden sind.
Das sollte an Schulen unterrichtet werden.
Als irgenndwie nehme ich dir deine Storys nicht mehr ab, redest zuviel mit dir selbern.
„Nichts für ungut, ich war auf 5 Schulen, in 8 Jahrgängen bis ich mein Abi hatte und hatte 100+ Lehrer über min einen Zeitraum von 6Monaten.“ Okay 100+ lehrer auf 5 schulen in 8 Jahrgängen, glauben wir es dir mal das du all 3 Monate neuer Lehrer bekommen hast.
Aber wenn du 5 Schulen brauchtes und 8 Jahrgänge (warum auch immer) dann würde ich mit der Aussage über Qualifikation etwas vorsichtig sein.
Aber hey der Genius und schlauste Mensch den es je gab Nuso wird da schon den Durchblick haben.
Weißte was das schlimmste ist was ich erlebt habe? In manchen Klassen herrschte soviel Mobbing, das war kaum vorstellbar, einmal hatte ich ein Mädchen in der Klasse die durfte jahrelang nicht reden, also nie, auch nicht im Unterricht sich melden etc.
weil sie hässlich war und die Klasse von drei Typen angeführt wurde, die mehr oder weniger jeden gemobbt haben und jede der Gruppen gezwungen haben die Schwächsten untereinander zu mobben.
Also no joke, und die drei waren die Lieblinge der Lehrer und kein Lehrer hat was mitbekommen oder unternommen,
die sind alle drei jetzt Erfolgreich, sogar sehr, sahen auch alle gut aus und waren bei den Mädchen erfolgreich.
Weißte, das ganze Internet ist voll von euch, von diesen „hässelichen“ Mädchen, die nicht reden durften und jetzt Männerhassende Feministinen sind oder von kleinen schwachen Nerds, die ständig verprügelt wurden und jetzt alle möglichen Arten von mentalen Krankheiten haben und diesen Hass im Internet rauslassen.
Social media ist ne echochamber von kaputten Menschen, die können da alle nichts für und tun mir auch Leid, ich habe immer versucht jeden Außenseiter zu integrieren.
Aber jetzt stell dir mal vor, so ien Kerl, der ständig ein drauf bekommen hat in der Jugend findet zum ersten mal so etwas wie Zugehörigkeitsgefühl in einer rechtsextremen Gruppe, die seine Wut auf die Ungerechtigkeit der Welt zu bedienen weiß.
„Aber jetzt stell dir mal vor, so ien Kerl, der ständig ein drauf bekommen hat in der Jugend findet zum ersten mal so etwas wie Zugehörigkeitsgefühl in einer rechtsextremen Gruppe, die seine Wut auf die Ungerechtigkeit der Welt zu bedienen weiß.“
Sag an! Hast du das jetzt in deinen Reddit Studien endlich raus gefunden im Jahre 2026.
Bis da etwas ganz heißen auf der Spur.
Vielleicht bin ich auch einfach ungerecht aber für mich ist diese denke „Stell dir ml vor “ so Weltfremd. So ein vorm Pc sitzende Bürger der bei Reddit was raus gefunden hat!Ein Mr. Oberschlau!
Alter ich bin seit 1996/97 in der Punk,Skinhead und Hardcore Szene, diese Szene besteht in einen nicht grade kleinen Teil aus solchen Bios!
@ oswin
dude, du bist viel zu getriggert nur weil ich klüger und weiser bin, das brauchst du nicht, vergleich dich nicht mit mir, ich habe noch nie einen Menschen getroffen welcher auf meinem Niveau wäre.
Du würdest dich auch nicht mit Schopenhauer, Einstein oder Davinci vergleichen oder?
Ich bin wie eine Kombination aus den dreien, hauptsächlich das beste, aber mit deutlich mehr Selbstreflektion als jeder von ihnen.
Und ja, natürlich gehen gebrochene Menschen in unterschiedliche extreme Richtungen, das war nicht mein Punkt.
Aber die „rechts“ basiert auf egoismus,
„links“ auf Altruismus,
beides hat vor und nachteile, aktuell bekommen wir hauptsächlich die Nachteile aus beidem zu spüren, zumindest gesellschaftlich, weil sich jeder so ernst nimmt,
hör einfach mal auf damit, also ihr alle, ihr habt alle überhaupt kein Plan wie die Welt funktioniert (no offense, aber ist einfach so)
warum habt ihr alle so starke Meinungen, weil ihr Angst habt, mehr steckt da nicht hinter.
@Nurso Du solltest Bücher darüber schreiben. Das sind bahnbrechende Erkenntnisse. Dass du darauf kommst, das musst du unbedingt der Welt mitteilen!
Hahaha oh ja, du hast recht, ist mega sinnlos, dass ich mich hier aufrege, sry 😀
Wenn man die Propaganda den Rechten überlässt landet man halt da wo wir uns jetzt befinden. Von daher finde ich gut was er macht und finde noch mehr sollten so handeln. Die Feinde der FDGO werden es tun und wir können uns nichts davon kaufen wenn wir Neutralitätsgebote übererfüllen und irgendwann in einer faschistischen Diktatur aufwachen.
Was Demokratie bedeutet, verstehst du aber oder ?
Nur weil „du“ persönlich links der Mitte stehst, heißt es nicht, dass das „richtig“ ist. Auch wenn die Mainstream Medien das so vermitteln.
Wenn die Mehrheit der Leute, es gut finden wo wir uns befinden und wo wir hingehen, dann ist das Demokratie (!) und damit musst du dich dann nunmal abfinden, genauso wie sich die „Rechten“ damit abfinden müssten, wenn die Linken halt die Mehrheit haben.
Demokratie ist nicht das was dir persönlich am besten schmeckt.
Es sind gerade die linken Spinner die nach Parteiverboten schreien und damit genau das fordern, was in einer Diktatur passieren würde und was genau das ist was die Nazis als Mittel benutzt haben.
Es ist halt viel Wahrheit am Spruch: Wenn der Faschismus zurückkehrt, dann wird er sich Anti-Faschismus nennen.
Ich bin mir relativ sicher, dass die größte Partei, die je in der BRD verboten wurde, die KPD ist…
Ich bin bei dir, nur ist immer die Frage, wie du es machst. Indoktrination halte ich nicht für den Weg. Du kannst Kindern Wege und Möglichkeiten aufzeigen. Du kannst ihnen politische Bildung vermitteln, aber gehen werden sie selber müssen. Ein Weltbild aufzwängen ist nie gut besonders in jugen Jahren.
Dein letzter Satz bringt das Problem auf den Punkt: Ist es nicht ironisch, dass du in deinem Podcast als zu links angefeindet wirst? Ihr sitzt gesellschaftlich nämlich im selben Boot.
Der Grund dafür ist das Overton-Fenster: Der Rahmen dessen, was im öffentlichen Diskurs als „normal“, bürgerlich und „mittig“ gilt, hat sich in den letzten Jahren spürbar nach rechts verschoben – angetrieben von Dauerkrisen, Abstiegsängsten und algorithmischer Empörung. Das Absurde dabei: Wenn die Mitte nach rechts wandert, landet ein ehemals breiter, humanistisch-demokratischer Grundkonsens (Minderheitenschutz, Antidiskriminierung, Gleichberechtigung) auf der Skala plötzlich optisch am linken Rand. Sowohl deine Haltung als auch Schmelzers Inhalte werden im heutigen Diskursklima reflexartig als „links-grüne Ideologie“ gelabelt, obwohl es im Kern schlicht um Grundwerte geht. Inhaltlich seid ihr euch wahrscheinlich näher, als es auf den ersten Blick wirkt.
Genau das zeigt sich an deinem Beispiel mit der Pride-Flagge: Sie ist kein Parteibuch und keine Religion, sondern symbolisiert schlicht Artikel 3 des Grundgesetzes – den Schutz vor Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit. Wenn genau dieses Bekenntnis zu universellen Grundrechten heute mit National- oder Kirchenfahnen gleichgesetzt und als „linke Ideologie“ aus dem Klassenzimmer verbannt werden soll, ist das der beste Beleg für diesen Rechtsruck: Der Schutz von Minderheiten wird plötzlich rechtfertigungspflichtig gemacht.
Und genau in diese Dynamik passt auch dein Satz zur „Nazi-Keule“: Der Volksverpetzer hat das mal treffend als „Nazi-Keule-Keule“ beschrieben. Ursprünglich als Warnung vor inflationären Vergleichen gedacht, ist der Begriff längst selbst zum rechten Totschlagargument verkommen. Er funktioniert wie ein Blankoscheck, um sich nicht mit inhaltlicher Kritik befassen zu müssen, indem man präventiv die Opferrolle einnimmt. Dass inzwischen selbst jemand wie du, der sich links der Mitte sieht, das Bedürfnis hat, sich vorab gegen eine vermeintliche „Keule“ zu rechtfertigen, zeigt erst recht, wie tief solche Diskursmuster inzwischen eingesickert sind.
Dass heute schon das schlichte Eintreten für Grundrechte als radikal links empfunden wird, zeigt, wie weit rechts die ehemalige Mitte der Gesellschaft bereits steht.
Mein lieber Schloos,
Du weißt, ich schätze Dich sehr und wir sind sehr oft einer Meinung. Hier muss ich Dir allerdings widersprechen:
Du weißt sehr genau, dass, wenn ein extremer Linker diesen Artikel lesen würde (ohne mich zu kennen), er reflexartig von einem Nazi-Verfasser sprechen würde.
Was die Regenbogen-Flagge angeht, so ist sie meiner Meinung nach eben nicht mehr ein harmloser humanistisch-demokratischer Grundkonsens, sondern ein politisches Symbol. Und ich möchte keine politischen oder religiösen Symbole in meinem Klassenzimmer. Ich verstehe aber, worauf Du hinaus willst.
Hab Dich lieb!
Vielen Dank für deine Wertschätzung und kann ich nur zurückgeben.
Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass irgendein extremer Linker das tun würde. Aber als jemand, der selbst schon in diese Ecke gedrängt wurde, sehe ich deinen Blogeintrag und dich persönlich meilenweit vom rechten Spektrum entfernt.
Lass mich auf deinen Punkt zur Pride-Flagge genauer eingehen: Du schreibst, sie sei „nicht mehr ein harmloser humanistisch-demokratischer Grundkonsens, sondern ein politisches Symbol“.
Die Flagge selbst hat sich in ihrer Aussage seit fast 50 Jahren nicht verändert; sie steht schlicht für Sichtbarkeit und den Schutz von Minderheiten vor Diskriminierung.
Was sich verändert hat, ist das gezielte strategische Framing von rechts. In der Protestforschung wird sehr genau beschrieben, wie rechte Akteure dieses Symbol attackieren – man denke an Aktionen wie den „Stolzmonat“, bei dem die Flagge gezielt imitiert und als „heimatfeindlich“ geframt wurde. Das Ziel: Ein reines Schutzversprechen wird so lange als aggressive „Woke-Staatsideologie“ umgedeutet, bis es in den Köpfen als Parteipolitik hängenbleibt.
Um diese Ablehnung bis tief in die bürgerliche Mitte salonfähig zu machen, werden ganz gezielt hochgradig emotionale Scharnierthemen besetzt. Genau wie bei der Dauerdebatte um trans Menschen im Sport, die unter dem Deckmantel von „Fairness“ instrumentalisiert wird, um Ressentiments zu normalisieren, nutzt man das Umfeld Schule: Das bloße Sichtbarmachen queerer Lebensrealitäten wird zur angeblichen „Frühsexualisierung“ umgedichtet – ein uraltes Muster, das gezielt die Angst vor einer „Indoktrination von Kindern“ schürt. Die Forderung, die Flagge abzuhängen, tarnt sich dann als vernünftiger Kinderschutz und Neutralitätsgebot, bezweckt aber faktisch das Unsichtbarmachen einer verfassungsrechtlich geschützten Gruppe.
Dass diese Taktik aufgeht, belegen Studien wie die des Mercator-Instituts (MIDEM an der TU Dresden): Die Regenbogenfahne polarisiert heute messbar stärker als noch vor einigen Jahren – nicht, weil das Symbol radikaler geworden wäre, sondern weil genau dieses rechte Framing in den Köpfen verfangen hat.
Deine Wahrnehmung täuscht dich im Ergebnis also gar nicht. Aber die Ursache ist eben nicht die Flagge, sondern ein diskursiver Rechtsruck, der universelle Grundrechte erfolgreich zum politischen Zankapfel deklariert hat. Damit die Prideflag wieder ein Symbol für unseren humanistisch-demokratischer Grundkonsens wird ist meiner Meinung nach die Verbannung dieses Symbols vom Bundestag und aus den Klassenzimmern eindeutig der falsche Weg.
„Dass diese Taktik aufgeht, belegen Studien wie die des Mercator-Instituts (MIDEM an der TU Dresden): Die Regenbogenfahne polarisiert heute messbar stärker als noch vor einigen Jahren – nicht, weil das Symbol radikaler geworden wäre, sondern weil genau dieses rechte Framing in den Köpfen verfangen hat.“
Falsch, falsch, falsch und falsch. Falsch interpretierte oder absichtlich falsch benannte Studien(-ergebnisse) als Totschlagargument liebe ich ja. Die von dir zitierte Studie belegt nicht oder widerspricht offen diesen von dir vorgebrachten ARgumenten:
1. Dass die Regenbogenfahne messbar stärker polarisiert als noch vor einigen Jahren -> Richtig wäre, dass sie 2025 polarisiert. Es wird ausdrücklich auf einen Studienzeitraum bis 2027 hingewiesen, in dem diese erste These von dir erst noch bestätigt werden soll.
2. Rechtes Framing ist die Ursache -> Nicht belegt
3. Rechte Akteure Framing Bullshit -> Keine empirische Zuordnung zu rechten Akteuren, und die erhobenen Zahlen lassen da auch keine stichhaltige Interpretation zu. Man könnte natürlich eine Hypothese aufstellen, dann müsste man aber imho die Umfragen für die Jahre 2026 und 2027 anders gestalten.
Zum Thema: die Regenbogenflagge ist ein stark aufgeladenes und teils umstrittenes politisches Symbol mit zudem uneinheitlicher Repräsentationsgruppe. Ich glaube die zugehörige liberale Bewegung (Pride) weiß selber nicht mal mehr, welche Gruppierungen alle diese Flagge für sich verwenden. in Teilen halte ich diese Bewegung für radikal. Noch dazu steht die Flagge nicht ausschließlich für „Pride“ oder „Liberalität“, sondern wird international teils auch für religiöse Gruppierungen genutzt. Daher äußerst kritisch in der öffentlichen Verwendung. Wenn überhaupt hätte höchstens die Deutschlandfahne etwas in einem Klassenraum zu suchen, wenn man es auf die Spitze treiben will vllt. noch die Flagge der EU, aber persönlich halte ich von solcher Symbolik nichts.
„Deine Wahrnehmung täuscht dich im Ergebnis also gar nicht. Aber die Ursache ist eben nicht die Flagge, sondern ein diskursiver Rechtsruck, der universelle Grundrechte erfolgreich zum politischen Zankapfel deklariert hat. Damit die Prideflag wieder ein Symbol für unseren humanistisch-demokratischer Grundkonsens wird ist meiner Meinung nach die Verbannung dieses Symbols vom Bundestag und aus den Klassenzimmern eindeutig der falsche Weg.“
Die Verbannung ist das einzig richtige. Ich finde die Pride-Bewegung mit ihren teils skurillen Randgruppen schon eher verstörend und teils radikal, sodass ich speziell für diese Bewegung ungern öffentlich befürwortet sähe.. Welche politisch motivierten Gruppen werden aber womöglich noch in Zukunft an Einfluss gewinnen und dann einen Platz für ihre Fahne am Bundestag einfordern? Hat man dann irgendwann für jede politische Bewegung die gerade „in“ ist, eine neue Flagge vor dem Bundestag hängen?
Fair genug, was die exakten Eckdaten der MIDEM-Studie angeht. Ich möchte mich da nicht in einem Zahlen-Kleinkrieg verlieren, bei der am Ende keiner mehr genau sagen kann, welche Erhebung welchen Zeitraum abdeckt. Schauen wir uns lieber an, was wirklich niemand ernsthaft bestreiten kann:
Der „Stolzmonat“ ist keine steile These von mir, sondern vom Verfassungsschutz selbst als rechtsextreme Aktion eingestuft. 2023 gestartet als gezielte Gegenkampagne zum Pride Month, mit dem erklärten Ziel, das Regenbogensymbol als „Woke-Bessermenschentum“ zu diskreditieren und ihm die Deutschlandflagge entgegenzusetzen. Im selben Jahr wurden rund 1.785 queerfeindliche Straftaten dokumentiert, ein Anstieg von etwa 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2024 gab es organisierte Anti-CSD-Proteste in 27 deutschen Städten. Das ist keine Interpretation, das sind Fakten.
https://www.mimikama.org/stolzmonat-als-rechte-hetzkampagne-gegen-lgbtqia/
Und genau das meine ich: Nicht die Flagge hat sich radikalisiert, sondern es gibt eine dokumentierte, organisierte Kampagne, die sie zum Feindbild umdeutet. Die Debatte um „Neutralität im Klassenzimmer“ ist, gewollt oder nicht, ein Ableger genau dieser Kampagne.
Zu deinen „skurrilen Randgruppen“: Jede breite gesellschaftliche Bewegung hat unscharfe Ränder, das gilt für Kirchen genauso wie für Fußballfans oder eben Pride. Randphänomene entwerten nicht den Kern der Sache. Schutz vor Diskriminierung wegen sexueller Identität.
Und zu deiner Sorge, wo das mit den Fahnen am Bundestag endet, eine Präzisierung meinerseits: Sexuelle Orientierung steht, anders als etwa Geschlecht, tatsächlich noch nicht ausdrücklich im Katalog des Art. 3 Abs. 3 GG. Eine bekannte, seit Jahren diskutierte Lücke, deren Schließung im Bundestag bisher mehrfach gescheitert ist. Der Schutz kommt bislang über die Menschenwürde (Art. 1), den allgemeinen Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1) und gefestigte BVerfG-Rechtsprechung. Ändert aber jedoch nichts an meinem Punkt: Es geht nicht darum, welche Fahne gerade „in“ ist, sondern um Schutz vor Diskriminierung als Verfassungsprinzip. Das ist etwas ganz anderes als eine beliebige politische Modeerscheinung, so unvollständig der Wortlaut im Grundgesetz bislang auch ist.
Ich bleibe also dabei: Nicht das Symbol ist das Problem.
Für mich ist die Pride Flagge leider aber auch immer mehr zu einem politischen Symbol geworden. Sie hat für mich nichts mehr mit dem Minderheitenschutz zu tun, sondern will einfach normale Regeln, die auf einer wissenschaftlichen biologischen (es gibt nur 2 Geschlechter) Basis bei uns existieren, aushebeln. Und das überall im Alltag wir teilweise Absurden Wünschen nachgehen. Das hat auch nichts mehr mit dem Artikel 3 zu tun. Bei aller Liebe und genau hier krankt das System derzeit. Es wird nicht mehr vernünftig und neutral entschieden, sondern jeder hat Angst er könnte gleich die Nazi-Keule abbekommen oder einen „Shitstorm“ in Social-Media zum Fraß vorgeworfen werden.
Das sieht die „breite“ Masse halt leider immer mehr mit Verdruss, wenn sowas in der Zeitung gleich viel Aufmerksamkeit bekommt, wie wenn VW derzeit über 50.000 Leute vor die Tür wirft und die Wirtschaft und unser aller Lebensstandard schrumpft.
Totschlagargument gegen Totschlagargument…
also wenn man sich nicht inhaltlich mit Sachen auseinander setzen will (Nazi) kommt man mit der Totschlagargument Karte (Nazikeule) welche dann die Uno-Reverse Karte abbekommt(Nazikeule-keule). Wobei ich es eher so empfinde das weniger die Rechten krittisieren das alles als Nazi bezeichnet wird, eher die gemäßigten Linken neigen dazu das zu Kritisieren.
Die Regenbogen Flagge hier zu „verharmlosen“ ist Fehl am Platz. Die Regenbogenflagge wurde längst zu einem politischen Symbol gemacht und hat ihre eigentliche Bedeutung damit lange verloren.
Der Versuch diese Flagge zu verharmlosen ist genauso dämlich, wie einer der versuchen würde das Hakenkreuz zu verharmlosen und zu erklären, dass das Hakenkreuz ein hinduistisches Symbol ist und nur für Glück und Segen steht.
Die politische Bedeutung der Regenbogenflagge ist ein weltweites Signal für Gleichberechtigung, Menschenrechte und den Schutz vor Diskriminierung! Problem damit?
„Hörst du die linke Hetze, hörst du das rote Geschrei, die Hasspropaganda, dass jeder Mensch genau gleich viel wert sei, die alte linksextreme Leier von Menschenwürde und Menschenrecht, unabhängig von Sternzeichen, Herkunft und Geschlecht.“
Schloos kannst du nicht wenigstens bei nem ehrlichen Beitrag von Steve, der sich ironischerweise auch noch über Propaganda aufregt, einfach mal ein bisschen runterfahren mit deinem Getrommel? Du holst hier wieder meilenweit aus mit deinem Erklärton um dich dann nur auf die kleinsten Teile von dem was Steve sagt zu fokussieren.
Wenn du schon mehr Text schreibst als Steve, dann geh doch wenigstens auf die Kernelemente ein, anstatt dich am disclaimer und an der als eines der Beispiele genannten Flagge aufzuhängen.
Überlass die Moderation der Kommentare doch bitte Steve. Wenn ihn meine Kommentare zu lang sind, zu propagandistisch, das Thema verfehlen oder ihm mein Ton nicht passt – dann gibt er sie nicht frei.
Ansonsten wünsche ich mir von dir, dass du aufhörst, Meta-Debatten über meinen Schreib- und Argumentationsstil zu führen. Wenn du meinen sachlichen Argumenten inhaltlich etwas entgegenzusetzen hast, dafür bin ich immer offen. Wenn es dir nur darum geht, Form und Tonfall zu zensieren, scroll doch einfach weiter. Wie du meinen Ton bewertest oder was du von meinen Beiträgen hältst, hat für mich exakt null Relevanz. Spar dir also bitte zukünftig den Aufwand.
Es ist wirklich wichtig dich auf sowas hinzuweisen.
„Wenn du meinen sachlichen Argumenten inhaltlich etwas entgegenzusetzen hast, dafür bin ich immer offen.“
Dann fang doch bitte selber mit dem an, dann kann ich mir die Meta-Ebene sparen. Hier von inhaltlich zu sprechen wenn du selber in keinem Kommentar auf den Inhalt dessen eingehst auf was du da antwortest, sondern immer irgendwas anderes laberst, oder dir kleine Elemente rausziehst über die du dann einen Roman schreibst, dann finde ich das etwas lächerlich das jetzt wem anders and den Kopf zu werfen.
„Wenn du meinen sachlichen Argumenten inhaltlich etwas entgegenzusetzen hast, dafür bin ich immer offen.“
Du gehst nie inhaltlich auf die Themen von den Kommentaren auf die du antwortest ein, also bitte ich da, dass du dir da selber an die eigene Nase fasst. Ich habs bei dir probiert, du bist immer wieder sidestepped, dann kritisiere ich jetzt halt das sidesteppen.
„Wenn es dir nur darum geht … zu zensieren..“
Ja sicher, ja klar, leg los mit der Hyperbel. Und ich dachte wir überlassen die Moderation Steve, was denn nun?
„Wie du meinen Ton bewertest oder was du von meinen Beiträgen hältst, hat für mich exakt null Relevanz. Spar dir also bitte zukünftig den Aufwand.“
Ich glaube nicht, dass Leute auf deine Kommentare antworten, weil sie wollen dass das für dich „Relevanz“ hat.
Unter gewissen Umständen dürfen auch Lok Führer Ihren Arbeitsalltag teilen siehe Peterle Sky.
Volle Zustimmung Steve. Übrigens mal eine Buchempfehlung, die dir auch gut gefallen könnte, falls du Anspruchsvolle Gesellschaftskritische Lektüre magst: Skin in the Game, Hidden Assymetries in Daily Life.
Gibts natürlich auch als Hörbuch.
Da gibts so viel zu dem Thema zu sagen …
Erstmal das Thema Nazikeule … Es stimmt ja, dass die Linke Ideologie selten wirklich Argumente aufgreift die mit der Realität im Einklang zu bringen sind. Demensprechend trifft Pathos auf Logik. Auch hier – es gibt Kommentare die auf Steve´s Nazikeule rumeiern.
Sollten wir nicht lieber über die „Lehrmethoden“ dieses Lehrers sprechen?
Wenn diesem Lehrer wirklich etwas am Wohl der Kinder liegen würde … ich mein, allein die Nutzung von Tiktok spricht gegen dieses Motiv, da die manipulative Konstruktion der Plattform bekannt ist, wie auch die gravierenden negativen Auswirkungen für Kinder. Die meisten Länder schränken mittlerweile den Zugriff für Kinder ein (auch Demokratische) und China als Beispiel reguliert das sehr stark und vermittelt verstärkt Wissen.
Warum ich mit dem schlimmen China komme? Ganz einfach: die Hängen uns Bildungstechnisch einfach gnadenlos ab und es triggert auch, da hier wieder der Pathos von Linker Seite greift, anstatt sich mit der eigentlichen Problematik auseinanderzusetzten.
Zudem … sollte einem Lehrer nicht bewusst sein, das Wissen und deren Anwendung völlig im Gegensatz zu 30 Sekunden Clips stehen?
Sollte ein Lehrer nicht Neutral auftreten, seine Meinung zuhause lassen und Kindern die Möglichkeit geben, selbst zu verstehen? (Denkanstöße sind natürlich angebracht)
Geht es hier um das Bestmögliche für die Kinder, oder um einen frustrierten Dude, der sich einen an Religion angrenzenden Pathos verschrieben hat?
Die Besten Ausbilder, Lehrer und Meister, sind jene die dich konfrontieren, dich aus der Komfortzone holen und dir nicht verklickern, dass die Welt sich deiner Komfortzone anpasst. Das ist eine bittere Lebenslüge.
Würde dieser Lehrer in einer Berufsschule funktionieren? Natürlich nicht, jeder der in einer Berufsschule war wird verstehen was ich meine.
Jeder der aktiv etwas ausübt was es zu erlernen galt, wie Kampfsport, Musik, einen Beruf – wird diesem Lehrer in seinen Methoden knallhart widersprechen.
Und noch zum Thema Symbolik in einem Klassenzimmer … die Prideflagge gibts seit, 10 Jahren vll? Das Kreuz der Christen oder auch Mao Zedong (safe falsch geschrieben, wie einiges :D) haben ja einen wirklich wichtigen kulturellen Background, bzw. sie besitzten überhaupt einen.
Was sagt ihr?
Ich möchte mich bei dir bedanken. Man hat ja so selten das Privileg zu sehen, dass jemand fucking Mao gegen die Prideflag aufführt. Das muss einfach diese Logik sein, die uns linken Pathosfanatikern abgeht :/
Ist es ja auch. Weil ich genau wusste, dass sich an China und Mao aufgehangen wird, anstatt den Sachverhalt zu diskutieren.
Also ich danke dir, dass du exakt das getan hast, was an Linken nicht nur zu kritisieren ist, sondern auch die beste Werbung für Rechts ist.
Nagut, dann gehe ich auf „den Sachverhalt“ ein, verletzte damit deine Gefühle und bekomm bestenfalls eine am Ziel vorbeigehende, normalerweise aber gar keine sinnvolle Reaktion.
Nehmen wir erstmal den Lehrer selbst: Ich werde mir kein Tiktok-Gelöt antun, weder von links noch von rechts. Wenn es so ist, wie Steve sagt, dass der „Tiktok-Lehrer“ zu sehr indoktriniert, dann ist das schlecht, auch wenn er die „richtigen“ Werte vermittelt. Denn auch mit den „richtigen“ Werten kann man am Ziel vorbeischießen. Allerdings nehme ich auch einigen hier die Empörung über Indoktrination nicht ab, wenn dann im Gegenzug Steves Aussage bemängelt wird, dass die Deutschlandfahne nicht ins Klassenzimmer gehört. Dabei ist es weniger die Flagge selbst, die da nichts zu suchen hat, als die blinde Verehrung, wie es etwa in den USA passiert ist. Dort hat man die Menschen sosehr auf ihren „Patriotismus“ indoktriniert, dass es das Land heute lähmt, weil man jede Verbesserung immer nicht „das ist nicht-amerikanische!!!1“ abblocken kann.
Dann noch zu deinen eigenen Aussagen:
Wie man in Zeiten von Trumps alternativen Fakten immer noch davon faseln kann, dass rechts die Logik herrscht und links nur die Emotionen, ist mir völlig unbegreiflich. Dafür muss man selbst so sehr die Augen vor der Realität verschließen, dass es einem doch in den Augenlidern krampfen muss.
Wenn man es auf eine unsachgemäße und pauschale Formel runterbrechen will, dann geht das so: Linke neigen dazu, Moral über Logik zu stellen. Rechte hingegen gehen eher emotional an jedes Problem an – die Welt hat sich halt der eigenen Wahrnehmung anzupassen, sonst ist die Welt schuld. Und die Reihenfolge ist nie „ich denke logisch, also wähle ich rechts“, sondern immerzu „ich wähle rechts, also muss es ja logisch sein, was ich denke“.
Und komm mir bitte nicht mit „Komfortzone“, im Osten wählen sie seit Jahrzehnten rechts (vor der AfD auch schon die NPD) aus Angst vor Migranten, die es im Osten kaum gibt. Das ist mit „Logik“ überhaupt nicht erklärbar.
Wenn du gute Argumente hast, bring sie vor. Aber wenn deine Argumente den zwangsläufigen Zusatz benötigen, dass du ja konservativ/rechts/whatever bist, dann können die Argumente so gut nicht sein.
Passend dazu: Dein ganzer Kommentar hätte btw funktioniert ohne den zwanghaften Krampf zu beweisen, wie viel besser du und deine Seite als die andere Seite sind. Logik hätte hier diktiert, daraus eben keine politische Debatte zu machen, sondern eine die sich mit der Frage befasst, was ein Lehrer darf und was eben nicht. Du warst also derjenige, der den „Sachverhalt“ zweckentfremdet hat, anstatt dich damit zu befassen 🙂
Schönen Start in die Woche.
Sorry, aber in meiner Schulzeit war es normal, dass systematisch oder von einzelnen Lehrern religiöse, ideologische und politische Weltanschauung in die Köpfe der Schüler gedrückt werden sollte.
Ich hatte in der Grundschule mehrere Stunden die Woche Fairy Tale Unterricht, in welchem ein 2000 Jahre altes Fantasy Buch unkritisch und unreflektiert als eine Ansammlung von wahren Geschichten gelehrt wurde. In meiner ganzen Schulzeit ging immer ein Kreuz im Klassenzimmer. Bestrebungen von uns Schülern, dieses zu entfernen, wurden bestraft.
Ich hatte einen Wirtschaftslehrer, der seine neoliberale kapitalistische Ideologie so dermaßen einseitig unterrichtete, dass ich als Gegenreaktion politisch erst erwacht bin.
Ich hatte mehrere (vor allem sehr alte) Lehrer, die gerne auch mal rassistische Slurs rausgehauen haben, gerne in Anwesenheit betreffender Schüler.
Ich hatte einen Deutsch Lehrer, der derart selbstverliebt von sich und seinem eigenen Tun und Handeln war, und uns statt Unterricht lieber aus seinem super Leben erzählt hat, dass einige Schüler zum Spaß eine eigene Wikipedia Seite erstellt haben, weil der Mann ja so dermaßen wichtig war (gibt es übrigens heute noch).
Ich hatte einen Bio Lehrer, bei welchem selbst wir ahnunglosen Jungs gerafft haben, dass mehr Brustausschnitt zeigen eine bessere Note bedeutete und der gerne Mädchen nach dem Unterricht nochmal persönlich sprechen wollte.
Ich hatte einen Lehrer, bei dem es schulweit bekannt war, dass er eine Schülerin gevögelt hat und er dafür auch eine Zeit lang suspendiert war.
Wenn so ein Abuse eh an der Tagesordnung ist, hab ich ehrlich gesagt nichts dagegen, wenn es auch mal für einen guten Zweck genutzt wird. Die Rechtsradikalen behaupten ja eh schon seit Jahren, dass in Schulen nur linke Propaganda betrieben wird. Also warum nicht die Realität an die bald dominierende politische Weltanschauung anpassen?
Da habe ich lieber einen sehr weit linken, LGBTQ Supportive Lehrer, als welche die „neutral“ sind und all das Mobbing, Diskriminierung etc nebenbei geschehen lassen und ignorieren.
Deutschland Flagge gehört nicht in eine Schulklasse? Wie sehr muss man Deutschland Hassen für so eine ausage. Wie kann man im Leben nur so verkommen sein sein eigenes Land zu hassen. Aber eine Palestine Flagge würde doch klar gehen oder?
Du hast sie doch nicht mehr alle!
Es tut mir echt leid das du so einen scheiss andauernd lesen musst
Und jetzt probieren wir das nochmal in fehlerfreiem Deutsch. Oder hasst du etwa dein Land?
And Again … nichts beizutragen, also auf die Rechtschreibung gehen. ^^
Im Gegensatz zu dir bin ich darauf eingegangen. Ich hasse mein Land nicht, daher habe ich den Respekt, wenigstens zu versuchen die Sprache, die unsere Nation maßgeblich geprägt hat und die unserem Volk als einendes Band gedient hat, korrekt anzuwenden.
Aber bitte, ich bin immer bereit zu lernen. Ich erwarte deine Ausarbeitung über Darkieees Kommentar bis Freitag, mindestens 15 Seiten und ein ausreichendes Quellen- und Literaturverzeichnis. Scheinbar steckte darin ja ein tiefes philosophisch-politisches Erbe, welches ich einfach verschmäht habe.
Und ja, ich werde nach Rechtschreibfehlern checken.
ich hoffe das ist zynisch übertrieben. Sonst solltest du mal überlegen nicht deinen verdrehte ansichten in jede Aussage legen.
Wie kann man nur „Flaggen gehören nicht in den Unterricht“ in „du hasst Deutschland und findest Palestina geil“ verdrehen, meine fresse.
Krömer hat den Nazi entdeckt.
Nationalstolz ist die eine der niedrigsten und kümmerlichsten Arten von Stolz, das hat schon der große Schopenhauer sehr schön festgehalten.
Nationalstolz ist ungefähr genauso cringe wie stolz auf sein Geschlecht zu sein.
Nichts dafür geleistet, millionen/milliarden von anderen Menschen haben es ebenfalls, es steckt keine Leistung dahinter, es ist nichts besonderes, es sind sogar die gewöhnlichsten Merkmale überhaupt, wie kann man denn stolz auf sowas sein, also im ernst, hab das nie verstanden.
Selbstverständlich steckt hinter einer Nation eine Leistung. Nicht zwangsläufig eine individuelle. Aber ich denke es ist in Ordnung wenn man Stolz darauf ist, teil einer (z.B. nationalen) Gemeinschaft zu sein die z.B. demokratische und soziale Grundvertritt und lebt.
Und diese etabliert zu haben und fortwährend aufrechtzuerhalten ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Leistung auf die die Gemeinschaft (Nation) stolz sein kann.
Darüber hinaus glaube ich, dass eine gesunde nationale Identität (ein Stolz) ein guter Schild gegen Faschismus sein kann. Stichwort: Verfassungs-Patriotismus.
Ich kann auch nichts mit Religion anfangen. Aber eine anerkannte muslimische Gemeinschaft in der Mitte der demokratisch-pluralistischen Gesellschaft zeigt vermutlich auch eine höhere Resilienz gegen Islamismus als die Hinterhof-Moschee.
Ja wie gesagt, Nationalstolz ist billig, weil es wenig mit der eigenen Leistung zu tun hat.
Es ist mehr Kompensation und auch riskant und nicht zielführend. Bist du gerade Stolz auf den Rechtsruck in Deutschland? Ist der Nationalsozialist stolz auf die Migrationsgesetze?
Merkste? Macht überhaupt kein Sinn sein Stolz auf so etwas wie Nationalität, Geschlecht, Hautfarbe, Penislänge etc. auszulagern.
Btw ich persönlich finde Stolz generell und grundsätzlich schwach und dumm, die Welt ist deterministisch und freien Willen gibt es nicht. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.
Ich bin nicht religiös, aber Jesus war echt nen ziemlich kluger Bursche und hat damals schon festgehalten, dass Stolz eine Sünde ist und der Demut im Wege steht.
Wir hätten echt weniger Probleme auf der Welt, wenn mehr Menschen das verstünden, aber die Leute sind lieber Stolz auf irgendwas um sich nicht schlecht zu fühlen. Stolz ist ein Schutzmechanismus vor Wahrheit und den damit verbundenen Wachstumsschmerzen.
Mein Lieber, du triffst vor Stolz.
Die Sünde ist übrigens „Hochmut“ und nicht „Stolz“ und ich glaube, die Ironie schreibt sich an dieser Stelle von selbst, findest du nicht?
persönlicher angriff, pedantisch,
also so wird das bei euch zwei nie was mit dem wachstum.
fragt euch mal wieso ihr euch so angegriffen fühlt
Buddy, wenn das für dich „angegriffen“ ist, dann muss dein Schmerzempfinden so knapp über einem Neugeborenem mit Glasknochen liegen…
Aber nur aus Jux: Wie kann es bei uns etwas „mit Wachstum werden“, wenn sowieso alles determiniert ist? Entweder wir wachsen oder wir wachsen nicht, darüber habe ich keinerlei Agenda.
„[..]stolz ist billig, weil es wenig mit der eigenen Leistung zu tun hat.“
Okay, wenn ich also auf meinem Sohn stolz bin, dass er etwas geschafft hat, ist das also billig?
Hat ja nichts mit einer Eigenleistung zu tun.
Sorry, dann bin ich gerne billig.
Ja ich habe echt nie verstanden, wenn jemand sag, er sei stolz auf vater,mutter,kind etc. weil macht doch überhaupt kein sinn, ich denke wir verstehen den begriff stolz einfach unterschiedlich 😀
Ey wir haben in der Jugend Mähren und Schlesienfahnen aus den Schrebergärten entwendet. Weil wir Deutschland so voll hassen, hatte der CDU Rentner der hinter uns her lief also doch recht,mit dem Vergasen und so.
Wenn du nur mit Deustchlandfahe einen hoch bekommst ,tu dir kein Zwang an aber Nerve andere nicht damit.
Unter Berücksichtigung des Beutelsbacher Konsens ist das hier deutlich mehr als nur „äußerst schwierig“ sondern recht eindeutig. Solche Personen sollten nicht als Lehrkraft tätig sein.
„In normativer Hinsicht sind schulischer Unterricht und schulische Erziehung demnach nicht neutral oder „politisch indifferent“, sondern basieren im Gegenteil auf wertbezogenen Vorgaben, welche auf unterschiedlichen Normebenen verankert sind. Zudem wird von Lehrkräften nicht erwartet, dass sie im Unterricht ihre eigenen Positionen, Überzeugungen und Sichtweisen vollständig verbergen und in diesem Sinne politische Enthaltsamkeit an den Tag legen. Denn von einer Person ohne Eigenschaften können Schüler:innen nicht lernen, wie man eigene Positionen und Überzeugungen einnimmt, diese zur Grundlage eigener Entscheidungen macht und notfalls auch gegen Widerstand vertritt.“
Lehrer müssen nicht neutral sein, sie dürfen nur keine Werbung für Parteien machen.
Ja das mag richtig sein, aber jeder der in der Schule war und im Unterricht nur ein wenig aufgepasst hat, wird wissen, das ist unmöglich zu trennen. Ich behaupte auch, je älter Lehrer werden, desto eher lassen Sie ihre politische Gesinnung durchblicken. Ich war in einer technischen Berufsoberschule und selbst in einschlägigen technischen Fächern, wo kaum Berührungspunkte mit Alltagsthemen vorhanden sind, konnte man das herauslesen. Und das fängt einfach mit dem Umgang mit den einzelnen Schülern an.
Kann man aber auch keinem Verdenken, weil so sind wir Menschen halt. Wir können uns nicht ewig verstellen und wenn uns nicht alles am Poppes vorbei geht, dann wird das zwangsläufig passieren.
In dem Beispiel ist das aber offensichtlich nicht per Zufall passiert und ist wohl volle Absicht – und das darf mMn nicht sein.
Ist mir egal wie der drauf ist, aber TikTok ist absoluter Schmutz und damit disqualifiziert der Typ sich selbst; unabhängig von politischer Ausrichtung. TikTokkern sollte niemand zuhören, da schmlizt nur das Gehirn!!
Eine Deutschland Flagge soll in einem deutschen Klassenzimmer nicht an die Wand gehören…
Hmmmmmm…
Was Flaggen angeht, bin ich eh kein Freund von Flaggen. Sind Überbleibsel der Nationalwerdung und dienen zum Claimen.
Hat im Klassenzimmer nichts zu suchen, da gehört, wenn überhaupt, das A im Kreis hin ;-)!
Am Außengebäude okay. Wenn die Hoheitszeichen hängen, dann zieht noch die Regenbogenfahne hoch. Auf dass Adolf Friedrich Deutschländer eine Kasper bekommt und vier Monate Telegramm vollspamt, auf TikTok (ich bin so froh, dass ich den Scheiß nicht hab) rumheult!
Ich kenne ihn nicht. Aber ich befürchte er richtet mehr Schaden an als das es nützt.
Der linke Aktivismus der letzten Jahre wurde in erheblichen Teilen als übergriffig wahrgenommen und die Faschisten mussten oft nur warten bis sich ein linker Aktivist öffentlich äußerste, um dann die Verprellten einzusammeln.
Die AfD ist – zumindest laut Umfragen – die stärksten politische Partei. Und es wäre an der Zeit sich wirklich selbstkritisch die Fragen zu stellen „Wie konnte es dazu kommen?“ und „Wieso funktioniert der Antifaschismus (ganz offensichtlich) nicht?‘ – vor allem da man sich (insbesondere) im links-aktivistischen Spektrum gerne für überaus clever hält und dennoch wischt die AfD mit dem demokratischen Parteien seit Jahren den Boden auf.
Die Leute werden nicht reflektieren.
Die werden genau so weiter machen, wie sies in den letzten Jahren schon getan haben, alle als Nazis, Faschisten und ungebildete Dummköpfe beschimpfen, erfolgslose Verbotsverfahren fordern und sich dann wundern, warum die AFD bei 50% steht.
Wenn sie anders könnten, hätten sie schon längst eingelenkt. Man ist denen ja überlegen. Das sind ja Faschisten. Wir sind super gebildet. Wir sind ja die Guten, die anderen die Bösen, da braucht man keine Argumente, es reicht, das einfach immer und immer wieder in die Köpfe aller reinzuhämmern.
Offensichtlich.
‚Und es wäre an der Zeit sich wirklich selbstkritisch die Fragen zu stellen „Wie konnte es dazu kommen?“‘
Ja natürlich lieber shabby, die Linken sind Schuld!
Jahrzehntelange Stillstandspolitik der „etablierten Parteien“ wird rein garnichts damit zu tun haben!
Da schreibe ich seit Jahren wieder den ersten Kommentar im Internet und bereue es nach der zweiten Antwort.
Im vorliegenden Blog-Post geht es um einen linkspolitischen Aktivisten. Und auf deren agieren bezog sich mein Kommentar. Und ja – die Linken sind Schuld.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass linkspolitischer Aktivismus über die eigene Crowd hinaus nicht funktioniert. Nicht selten fühlen sich Menschen sogar von ihm angegriffen und dazu müssen das nicht einmal Faschisten sein. Ich vertrete aber die Meinung das sich die Qualität von Aktivismus gerade daran entscheidet sein Gegenüber zu erreichen.
Aber vielleicht übersehe ich den glorreichen Siegeszug des Antifaschismus auch einfach.
Und die Frage nach der Verantwortung der politischen Entscheidungen der letzten Jahre und der Stillstandspolitik – ist eine ganz andere. Sie spielte weder im Blog-Posting eine Rolle und auch nicht in meinem Kommentar.
Aber ich beantworte sie gerne. Die politischen Entscheidungen und Stillstandspolitik der letzten Jahren spielen auch eine (negative) Rolle in der Frage nach den Gründen für das Erstarken der AfD. Und etwas anderes habe ich dazu nie gesagt.
Es gibt mehrere Ursachen für die gegenwärtige Situation.
Ok, meine erste Antwort war tatsächlich ein leichter strawman, sorry dafür.
Aber genau bei deinem eigentlichen Punkt bleibe ich skeptisch. Ich stimme dir zu, dass linker Aktivismus Leute nerven oder vor den Kopf stoßen kann.
Aber das er einen relevanten Anteil am Aufstieg der AfD hat sehe ich nicht.
„Ich finde diese Aktivisten scheiße“ => „deshalb wähle ich AfD“ mag es in Einzelfällen geben.
Aber daraus wird noch lange keine relevante Erklärung dafür, warum Millionen Menschen AfD wählen.
Und ehrlich gesagt finde ich es erstaunlich, wie man bei der Erklärung des AfD-Erfolgs ausgerechnet bei einem kleinen und politisch schwachen Aktivismusmilieu landet.
Da gibt es nun wirklich wesentlich größere und naheliegendere Faktoren.
Dass sich linker Aktivismus fragen sollte, ob er Menschen erreicht, unterschreibe ich übrigens sofort.
Aber „das ist manchmal kontraproduktiv“ ist halt etwas anderes als „die Linken treiben die Wähler zur AfD“.