Ein Amerikaner verklagt Microsoft wegen des Endes von Windows 10
Im Oktober 2025 wird Microsoft die Unterstützung von Windows 10 für nicht extra zahlende Kunden beinahe vollständig einstellen und die Nutzer zu einem Umstieg auf Windows 11 zwingen. Dem Amerikaner Lawrence Klein aus San Diego fiel diese Vorgehensweise des Konzerns wohl ausreichend negativ auf, um die Grundlage für eine vor Kurzem eingereichte Klage darzustellen. Das Ganze soll Microsoft dazu zwingen weiterhin kostenlosen Support für das ältere System anzubieten.
Microsoft made this decision even though Windows 10 users represented more than half of the Windows operating system (OS) market share and a substantial number of devices in use today—estimated at around 240 million devices—lack the hardware specifications to upgrade to Windows 11. (via)
Im April 2025 haben noch immer 52.94% der Nutzer einen PC mit Windows 10 verwendet. Laut dem Kläger kann aber nur ein Bruchteil dieser Menschen im Oktober auf Windows 11 umsteigen, weil Microsoft ihre Geräte willkürlich als „zu veraltet“ einstuft. Der Klage zufolge sollte Microsoft die Unterstützung erst dann beenden, wenn die Windows 10 Nutzer weniger als 10% ausmachen. Dabei betont der Kläger, dass Microsoft mit diesem schnellen Wechsel gegen seine eigenen etablierten Standards verstößt und vergangene Übergänge zwischen Betriebssystemen oft 7 bis 8 Jahre dauernden. Der Sprung von 10 auf 11 wird allerdings in 4 Jahren abgeschlossen.
Für Lawrence Klein gibt es einen in der Klageschrift festgehaltenen Grund für diese kurze Zeit zwischen Windows 10 und 11. Angeblich möchte Microsoft seine etablierte Dominanz bei den Betriebssystemen dafür nutzen, um sich auch eine Dominanz im AI-Bereich aufzubauen. Nutzer müssen vollkommen funktionsfähige Windows 10 Geräte auf eigene Kosten aussortieren und sich neue Windows 11 Geräte mit Microsoft Copilot-AI anschaffen. Für den Kläger ist es mehr als nur offensichtlich, dass Microsoft seine eigenen Ziele im AI-Bereich über die Budgets, die Sicherheit, das Wohlergehen und die Lebensqualität ihrer Nutzer setzt.
Für mich klingt diese Beschwerde durchaus einleuchtend. Apple und andere Tech-Konzerne gehen schließlich ganz genauso vor. Sie zwingen ihre Nutzer permanent dazu neue Geräte zu kaufen, um ihre eigenen Gewinne zu steigern und minimale Anpassungen auf dem Markt zu etablieren. Dieses gierige Verhalten aufzusteigen ist eine gute Sache. Trotzdem glaube ich bei der Masse an Microsoft Anwälten nicht, dass diese Klage erfolgreich sein wird.
„Microsoft’s stratagem was to use its dominant position in the OS market to achieve a dominant position in the market for generative AI. It did this by forcing customers to purchase new devices (or face financial repercussions if they did not) and running Windows 11, thereby ensuring a large user base that would access this product by default.“
„With only three months until support ends for Windows 10, it is likely that many millions of users will not buy new devices or pay for extended support. These users—some of whom are businesses storing sensitive consumer data—will be at a heightened risk of a cyberattack or other data security incident, a reality of which Microsoft is well aware.“
„Microsoft is explicit about this objective, often calling 2025 “the year of the
Windows 11 PC refresh,” a campaign to get consumers to ditch their older but perfectly functional
Windows 10 devices and purchase Copilot+PCs capable of running Microsoft’s AI software.“(via)


















