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Darkhaven: Ein neues Action-RPG von ehemaligen Diablo-Entwicklern

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Das erst vor Kurzem gegründete Entwicklerstudio Moon Beast Productions stellte in der vergangenen Nacht sein erstes größeres Projekt vor. Dabei handelt es sich um ein kommendes Action-Rollenspiel mit dem Namen „Darkhaven“, welches auf den ersten Blick durchaus an Diablo oder ähnliche Spiele erinnert. Für das Spiel verantwortlich sind einige sehr erfahrene Entwickler wie Erich Schaefer, Philip Shenk oder Peter Hu, die in der Vergangenheit unter anderem an Diablo, Diablo 2, Torchlight und Marvel Heroes mitgearbeitet haben.

Darkhaven is set in the aftermath of a great and final collapse of civilization. Ancient empires have fallen, their ruins reclaimed by wilderness, monsters, and predatory supernatural forces. Players are heirs to a legacy of power that is the last hope for this dying world. As eldritch evil worms its way into the world to feed on its remains, it falls to these few to bring the land back from the brink of death.

Auch wenn die grundlegenden Elemente von „Darkhaven“ dem klassischen Genre entsprechen und sich in dem Spiel alles um Loot-Gier und Charakteroptimierung dreht, so gibt es aber auch einige drastische Unterschiede. Erst einmal soll das Spiel eine dynamische und gleichzeitig dauerhafte Spielwelt beinhalten, die sich durch die Aktionen der Spieler selbst verändern lässt. Spieler können Landschaften formen, Gebäude zerstören/bauen, Tunnel durch Dungeons schlagen oder auch den Lauf von Wasser/Lava beeinflussen. Um die Bewegung in so einer Welt zu vereinfachen, beinhaltet dieser neue Titel unter anderem Springen, Klettern und Schwimmen.

Zusammen mit dem Enthüllungs-Trailer für das Spiel starteten die Entwickler auch eine offizielle Steam-Seite. Gleichzeitig wurde verkündet, dass man aktuell an einer Kampagne auf Kickstarter arbeitet, um die Entwicklung zu finanzieren und Spieler in den Early Access zu schicken. Zum Start der Spendensammlung wird es eine unfertige Demo zum Testen geben. Genaue Termine für den Start der Kampagne, die Laufzeit der Entwicklung oder den Launch gibt es aber noch keine.

WoW: Ein Wiedereinstiegswochenende gewährt kostenlosen Zugriff

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Im Rahmen ihres gestern Abend durchgeführten Livestreams verkündeten die Entwickler von WoW, dass an diesem Wochenende ein Wiedereinstiegswochenende in World of Warcraft stattfinden soll. Durch dieses Event werden alle aktuell inaktiven WoW-Accounts temporär aufgewertet, sodass sie kostenlosen Zugriff auf einen Großteil des Spiels erhalten. Während des Wiedereinstiegswochenendes ist kein aktives Abonnement notwendig, um die auf 80 ausgelegten Inhalte des Spiels zu nutzen. Dazu gehören auch viele der mit dem Pre-Patch eingeführten Neuerungen.

World of Warcraft®: Midnight™ is nearly here—gather your friends and prepare to embark on a new adventure. From January 29 through February 1*, we’re giving all players with inactive World of Warcraft® accounts full access to the game** and all your characters, without a subscription***. (via)

Die Laufzeit des Wiedereinstiegswochenendes liegt offiziell zwischen dem 29. Januar 2026 und dem 01. Februar 2026. Wer also möchte, der kann aktuell bereits kostenlos auf WoW zugreifen. Laut der Ankündigung zu dem Event endet die Spielfreiheit ohne Abo am finalen Tag um 19:00 Uhr MEZ, weshalb europäische Spieler den finalen Tag zumindest noch zum Großteil mitnehmen können. Nach Ablauf des Events verschwinden die Accounts zwar wieder hinter eine Paywall, aber der erzielte Fortschritt wird natürlich beibehalten.

Ansonsten sollte auch noch erwähnt werden, dass das Wiedereinstiegswochenende alle Versionen von WoW betrifft. Das Ganze ist also nicht nur auf Retail WoW limitiert. Wer also möchte, der kann in dieser Zeit auch TBC auf den Jubiläums-Servern oder MoP Classic besuchen und die dort verfügbaren Inhalte ausprobieren. Dieser Punkt dürfte besonders interessant für Personen sein, die sich nicht mehr unbedingt für Retail WoW interessieren.

WoW: Es gibt neue Roadmaps und Details zu Midnight und Classic

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Im Verlauf des heutigen Abends strahlten die Entwickler von World of Warcraft endlich ihren zu Beginn der Woche angekündigten „State of Azeroth 2026 Livestream“ aus. Diese Show sollte Fans darüber informieren, was genau die Entwickler eigentlich für das aktuelle Jahr 2026 geplant haben und auf was für Neuerungen sie sich freuen dürfen. Zusätzlich dazu wurde ein neues Cinematic und zwei umfangreiche neue Roadmaps veröffentlicht, die alle kommenden Inhalte für Classic und Retail WoW auflisten.

Was WoW Classic betrifft, so dürften die Roadmaps komplett den Erwartungen der Spieler entsprechen. Schließlich listen diese Grafiken im Grunde auch nur auf, welche Inhalte bereits in der Vergangenheit zu diesen Spielversionen hinzugefügt wurden. Wirklich relevant dabei ist eigentlich nur die Angabe dazu, wann diese Inhalte erscheinen und wie lange die Spieler auf die einzelnen Inhalte warten müssen.

Die Roadmap für Midnight ist im Gegensatz dazu schon etwas interessanter. Diese Übersicht listet nämlich ein Prop-Hunt-Event, Neuerungen für das Housing, einen brandneuen Spielmodus im Stil des Plündersturms, das Labyrinth als Ergänzung zu den Tiefen und die ungefähren Zeiten für die Content Updates von Midnight auf. Zusätzlich dazu enthüllt das Ganze, dass die Entwickler ihre Design-Einstellung gegenüber Raids ein wenig überdacht haben und direkt Midnight mehrere neue Raids mit nur 1 Boss erhalten wird. Diese Schlachtzüge erscheinen wohl immer mir den kleineren Updates gegen Ende der Saisons, um den Content etwas abwechslungsreicher zu gestalten.

Die Roadmaps:

Ein neues Cinematic:

Ein neues Haustier für die Wohltätigkeit:

Der Mitschnitt:

Windows 11 hat mittlerweile wohl mehr als 1 Milliarde Nutzer

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Gestern veröffentlichte Microsoft seinen Finanzbericht für das zweite Quartal im Geschäftsjahr 2026. Basierend auf diesem Bereich war das Unternehmen enorm erfolgreich und es konnte Gewinne in Höhe von 81.27 Milliarden USD einfahren. Die vielleicht interessanteste Neuigkeit stammt allerdings aus der Eröffnungsrede von CEO Satya Nadella. In dieser Ansprache würde nämlich enthüllt, dass Windows 11 vor Kurzem einen eindrucksvollen Meilenstein erreichen konnte.

Windows reached a big milestone: One billion Windows 11 users, up over 45% year-over-year. (via)

Laut CEO Satya Nadella wurde Windows 11 mittlerweile von weltweit mehr als 1 Milliarde Nutzern auf ihren Geräten installiert. Um diesen Meilenstein zu erreichen, benötigte dieses moderne Betriebssystem wohl insgesamt 1.576 Tage. Damit gelang Windows 11 deutlich schneller an diesen Punkt als das bei 1.706 Tagen liegende Windows 10. Das allgemeine Wachstum des Systems liegt der Rede zufolge im Jahresvergleich bei satten 45%.

Für das vergleichsweise flotte Wachstum von Windows 11 gibt es natürlich einige gute Gründe. Erst einmal kommt das Betriebssystem derzeit auf allen Microsoft-Geräten direkt vorinstalliert. Zusätzlich dazu hat Microsoft bereits vor einigen Jahren verkündet, wann die Firma den Support für Windows 10 einstellt. Nutzer konnten den Tod von Windows 10 also weit in der Zukunft sehen und früh genug auf das neuere System umsteigen. Unter dieser Voraussetzung ist es nicht überraschend, dass Windows 11 sich schneller verbreitet als das weniger aggressiv umworbene Windows 10.

Brandon Sanderson hat die Rechte für sein Cosmere-Universum an Apple TV verkauft

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Im Verlauf des gestrigen Abends tauchten Berichte darüber auf, dass der beliebte und bekannte Autor Brandon Sanderson die Rechte für sein Cosmere-Universum an Apple TV verkauft hat. Kurz darauf meldete sich der Autor selbst auf Reddit zu Wort, wo er diesen Umstand noch einmal offiziell bestätigte. Im Verlauf des morgigen Abends möchte Sanderson wohl einen Livestream veranstalten, der Fans noch mehr Details zu dieser Abmachung liefern soll.

Den bisher bekannten Informationen zufolge hat Apple TV wohl bereits zwei Projekte zu den Werken von Sanderson bestätigt. Erst einmal möchte Apple TV einen Film (oder Filmreihe) zu den Mistborn-Büchern produzieren. Danach ist eine Serienadaption der Stormlight Archive Reihe geplant, die mit Blue Marble sogar bereits erste Producer erhalten hat. Das Ganze scheint also relativ schnell in die Tat umgesetzt zu werden.

Sanderson versucht bereits seit Jahren einen möglichst guten Partner für die Adaptionen seiner Werke zu finden. Seinem Reddit-Beitrag zufolge hat er sich aus zwei Gründen für Apple entschieden. Erst einmal produziert die Plattform zwar nicht viele Sendungen, aber alle angebotenen Serien/Filme sind von höchster Qualität. Zusätzlich dazu hat Apple TV ihm per Vertrag wohl die komplette Kontrolle über die Adaptionen und ein Veto-Recht zugesichert. Er selbst wurde sogar angeheuert, um das Drehbuch für den ersten Mistborn-Film zu schreiben, welches er in den nächsten 5 Monaten fertigstellen möchte. Mit diesem Vertrag hat der Autor eine Kontrolle über die Adaptionen erlangt, die nicht einmal J.K. Rowling oder George R.R. Martin besitzen.

Update From Brandon
byu/mistborn inCosmere

Ubisoft: Gewerkschaften rufen zu einem weltweiten Streik auf

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Vor etwas über eine Woche kündigte der französische Publisher Ubisoft eine umfangreiche Umstrukturierung seiner internen Arbeitsabläufe an. Diese umfangreichen Änderungen führten zu eingestellten Spielen, Verzögerungen bei laufenden Projekten und Unmengen an entlassenen Mitarbeitern. Wie man es nicht anders erwarten würde, erhielt diese Maßnahme viel Kritik von Fans, Kollegen und natürlich auch den Gewerkschaften der Mitarbeiter.

Als direkte Reaktion auf diese Umstrukturierung riefen fünf als Vertreter der Ubisoft-Mitarbeiter in Frankreich fungierende Gewerkschaften in dieser Woche nun zu einem internationalen Streik auf. Die Gewerkschaften werfen dem Publisher vor, dass er seine Mitarbeiter wie Kinder oder Sklaven behandelt und die Firmenleitung es sich nicht einmal mehr traut direkt mit den Entwicklern zu kommunizieren. Zusätzlich dazu ist die Gewerkschaft wütend über einfach ignorierte Abmachungen und die komplette Zerstörung von seit Monaten laufenden Verhandlungen mit Ubisoft.

„It is time for our management to understand that they cannot do whatever they want, whether with public money or the work of hundreds of people!“ (via)

Um ein klares Zeichen zu setzen, werden die fünf Gewerkschaften in Frankreich vom 10. Februar bis zum 13. Februar 2026 streiken. Sie rufen alle internationalen Mitarbeiter dazu auf, sich ebenfalls an diesem Streik zu beteiligen. Dieser Schritt ist natürlich etwas problematisch, weil viele Studios außerhalb der EU sich nicht in Gewerkschaften befinden und die Mitarbeiter dort mit direkten Konsequenzen rechnen müssen. Weitere „notwendige“ Kündigungen könnten folgen, wenn Entwickler in Kanada, den USA oder anderen Ländern sich an dem Streik beteiligen. Der 10. Februar dürfte zeigen, wie groß dieser Streikt wirklich sein wird.

Ansonsten fällt dieser Streik in den gleichen Zeitraum wie der nächste vierteljährige Quartalsbericht von Ubisoft. Diese Präsentation steht am 12. Februar an und niemand sollte davon ausgehen, dass der Streikt rein zufällig diesen Tag mit abdeckt. Das Ganze ist vermutlich eine bewusste Entscheidung der Verantwortlichen, um ihre Unzufriedenheit zu betonen.

🇬🇧✊🌀 Ubisoft : enough is enough! Faced with the arbitrary decision of the CEO who doesn’t even dare talking to employees anymore, unions are calling for a strike on February 10th, 11th and 12th.

[image or embed]

— Syndicat des Travailleureuses du Jeu Vidéo (@stjv.fr) 28. Januar 2026 um 13:10

Fallout: Die gesamte erste Staffel ist auf YouTube verfügbar

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Interessanterweise hat sich Amazon in dieser Woche wohl dazu entschlossen, die gesamte erste Staffel der Serienadaption von „Fallout“ auf YouTube zu veröffentlichen. Diese aus acht Folgen bestehende Staffel steht daran interessierten Personen dort nun vollständig und komplett kostenlos zur Verfügung. Aktuell ist nicht bekannt, wie lange Amazon diese Show auf diese Weise anbieten möchte.

Was den Grund für die kostenlose Veröffentlichung von Staffel 1 betrifft, so ist das Ganze natürlich Teil einer Werbekampagne für Staffel 2. Die zweite Staffel von „Fallout“ bewegt sich aktuell mit großen Schritten auf sein Finale zu. Von der kostenlosen Veröffentlichung der anfänglichen Folgen erhofft sich Amazon vermutlich, dass die Fans auch den Rest der Serie sehen wollen und dafür ein Abo bei Prime Video abschließen.

Die Serienadaption von „Fallout“ gehört auf jeden Fall zu den besseren Videospiel-Produktionen. Selbst im direkten Vergleich zu anderen Serien kann diese durchaus unterhaltsam umgesetzte Serie gut abschneiden. Wer nicht für Prime Video zahlt und die erste Staffel daher nicht gesehen hat, der sollte diese Chance unbedingt nutzen.

Ted Lasso: Die vierte Staffel startet im Sommer 2026

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Apple TV lieferte den mittlerweile schon ziemlich lange wartenden Fans heute endlich ein offizielles Update zu der kommenden vierten Staffel von Ted Lasso. Dabei enthüllte die Streamingplattform sogar, in welchem ungefähren Zeitraum die Ausstrahlung der neuen Folgen auf Apple TV beginnen soll. Dieser Ankündigung zufolge wird die vierte Staffel von Ted Lasso irgendwann im Sommeer 2026 starten.

Begleitet wurde diese Ankündigung von insgesamt vier Bildern, die es wartenden Zuschauern schon jetzt erlauben einen Blick auf gewisse Szenen der Staffel zu werfen. Diese Bilder zeigen den von Jason Sudeikis gespielten Ted Lasso dabei, wie er als Trailer für ein Frauenteam in der zweiten Liga fungiert. Auf zwei dieser Bilder sieht man Tanya Reynolds, die eine Assistenztrainerin spielt und zusammen mit Coach Beard (Brendan Hunt) das Trainerteam der Mannschaft bildetet. Die zwei anderen Bilder präsentierten Fans jeweils Rebecca und den jetzt von Grant Feely gespielten Henry.

Ich für meinen Teil bin schon enorm gespannt auf die vierte Staffel dieser Show. Daher freue ich mich auch sehr auf die relativ geringe Wartezeit bis zum Start der neuen Staffel. Auch wenn Fußball selbst mich nicht so wirklich kümmert, so kann Ted Lasso einfach durch die Charakterisierung seiner Figuren glänzen. Diese Charaktere könnten allen möglichen Tätigkeiten nachgehen und es wäre vermutlich sehr unterhaltsam.

WoW: Orgrimmar und Sturmwind könnten umfangreiche Redesigns erhalten

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Mit Midnight wird Silbermond ein umfangreiches Redesign erhalten und sich von einer kaputten Stadt außerhalb aller relevanten Ereignisse zu dem gewaltigen Hub einer brandneuen Erweiterung entwickeln. Da das Ganze bisher einen wirklich guten Eindruck macht, fragen sich aktuell natürlich viele Spieler, ob die Entwickler irgendwann auch andere Teile der alten Spielwelt auf diese Weise aktualisieren werden. Schließlich kann man nicht ewig neue Landmassen, Dimensionen und Zeitlinien zu Azeroth hinzufügen.

Eine Antwort auf diese Frage lieferten uns in dieser Woche die Mitarbeiter von PcGamer, die sich ein wenig mit Gabriel Gonzalez und Paul Kubit (Beide sind Manager for Visual Development) unterhalten konnten. In diesem Interview sprachen die zwei Entwickler hauptsächlich darüber, wie sie das Redesign von Silbermond angegangen sind, welche Anforderungen das Team stellte und wo es Herausforderungen gab. Dabei betonten sie aber auch, dass Silbermond in vielen Bereichen einen Test für zukünftigen Content darstellt. Wenn das Ganze gut bei den Spielern ankommt, dann möchten die Entwickler weitere alte Teile der Welt aktualisieren.

He then tells Heather that reimaginings for the major cities of the Alliance and the Horde—Stormwind and Orgrimmar, respectively—are an example of something they’d like to tackle. (via)

Neben dem bereits bestätigten Redesign von Nordend für The Last Titan stehen wohl auch die Hauptstädte der spielbaren Fraktionen weit oben auf der Liste der Entwickler. Zumindest haben die Entwickler bereits aktiv darüber gesprochen, wie sie Sturmwind und Orgrimmar aktualisieren und an moderne Umstände anpassen könnten. Beide Städte sind zentrale Bereiche des Spiels und ein Redesign würde sicherlich viele Spieler erfreuen. Ob es allerdings so weit kommt, hängt komplett davon ab, ob das neue Silbermond erfolgreich ist und wie die Spieler darauf reagieren.

Bisher würde ich sagen, dass das neue Silbermond sehr beliebt ist. Zusätzlich dazu reagieren viele Spieler aktuell äußerst positiv auf potenzielle Änderungen in alten Teilen der Spielwelt. Es würde mich nicht wundern, wenn die Entwickler aufgrund dieses positiven Feedbacks tatsächlich dazu übergehen, weniger neue Gebiete zu erschaffen und lieber alte Gebiete aktualisieren.

Deutsche Synchronsprecher verweigern die Zusammenarbeit mit Netflix

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Der deutschen Synchronsprecherin Vivien Faber zufolge ereignete sich vor einigen Wochen scheinbar ein Bruch zwischen Netflix und dem Verband Deutscher Sprecher (VDS). Laut Faber hat Netflix wohl eine neue Klausel in seine Verträge eingebaut, die es der Plattform erlaubt, alle von einem Sprecher aufgenommenen Worte direkt für das Training von AI zu verwenden. Der VDS sieht das Ganze als Problem an, weil dieser Schritt ohne die Erlaubnis der Sprecher erfolgt und sie auch keine Vergütung dafür erhalten.

Ein temporärer Abbruch der Zusammenarbeit mit Netflix soll eine Änderung in dieser Klausel erzeugen. Der Verband möchte wohl erreichen, dass die deutschen Synchronsprecher diese AI-Klausel vor jedem Arbeitsantritt frei ablehnen können. Diese Option muss vorhanden sein, um eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen Netflix und den deutschen Sprechern zu ermöglichen. Zusätzlich dazu darf das Ableben dieser Klausel keine negativen Auswirkungen auf die Arbeit der Sprecher und ihre zukünftigen Chancen auf eine Anstellung haben. Auch dieser Punkt muss vertraglich abgesichert werden.

Wir halten es bei den aktuellen Entwicklungen für absolut notwendig, die Freiheit und Selbstbestimmung der Kunstschaffenden zu fördern und zu verteidigen. So müssen Sprecher:innen frei darüber entscheiden dürfen, ob ihre persönlichen Daten, ihr Instrument, ihre Essenz unwiederbringlich in KI-Software eingespeist werden dürfen oder nicht. (via)

Ein dauerhafter Abbruch der Zusammenarbeit zwischen deutschen Sprechern und Netflix dürfte dazu führen, dass zukünftige Serien und Filme von Netflix keine deutsche Tonspur mehr erhalten. Das Ganze würde dann zwar nur Eigenproduktionen der Plattform betreffen, aber trotzdem dürfte Netflix diesen Ausgang vermeiden wollen. In dieser Woche möchten Netflix und der Verband die Verhandlungen in dieser Sache erneut aufnehmen. Es könnte sich also eine faire Lösung für alle Beteiligten finden lassen, bevor dieser „Streik“ wirklich negative Auswirkungen hat. Es kommt ganz darauf an, wie flexibel sich Netflix zeigt.