Am vergangenen Samstag versammelten sich 5 Spieler der deutschen Content-Gilde Sauercrowd, um gemeinsam in Hardcore Classic den Dungeon „Zul’Farrak“ zu besuchen. Bei den Boss Antu’sul scheiterte die Gruppe allerdings, weil sie die Adds nicht schnell genug töten konnten und überwältigt wurden. 4 der anwesenden Charaktere wurden dabei getötet und nur der von dem Streamer Chefstrobel gespielte Schurke konnte sich durch ein rechtzeitiges Verschwinden retten. Diese Aktion erhielt aber viel Kritik aus der Spielerschaft, die mittlerweile ziemlich ausartete.
Chefstrobel verteidigt sein Überleben damit, dass er ordentlich gespielt hat und erst im letzten Monat verschwunden ist. Da sein Char mit Stufe 42 allerdings zu niedrig für den Dungeon war, konnte er vorher auch nicht wirklich viel tun. Andere Spieler sehen seine Spielweise aber deutlich anders. Der Streamer Pikaboo verurteilte die Spielweise, weil man den Schurken den gesamten Kampf über nicht sehen kann und er keinen Schaden macht. Er bezeichnet Chefstrobel als den „schlechtesten Schurken von OnlyFangs … äh … Sauercrowd“.
Chefstrobel hat ein Statement zu seinem vermeintlich schlechten World of Warcraft Gameplay hochgeladen: https://t.co/mH0i0QiRKY pic.twitter.com/g5S5DMoarD
— Twitch Spion🕵🏽♂️ (@twitchspion) January 4, 2026
Der Vorfall schlug innerhalb der Fangemeinde und der Gilde ausreichend große Wellen, um zu einer Gerichtsverhandlung zu führen. Chefstrobel musste sich vor Sauercrowd rechtfertigen und in einer live auf Twitch ausgestrahlten Verhandlung beweisen, dass er nicht für das Ableben der vier anderen Spieler verantwortlich war. Nach einer zweistündigen Diskussion legte die Gilde dann ein Urteil fest. Mit 54 unschuldigen Stimmen und schuldigen 50 Stimmen wurde Chefstrobel offiziell für unschuldig erklärt. Trotzdem muss er als kleine Ordnungsmaßnahme in den nächsten Tagen ein Duell gegen einen der Gildenleiter durchführen und bei einer Niederlage 1 Gold zahlen.
Chefstrobel wurde nach einer zweistündigen Gerichtsverhandlung vor dem Sauercrowd-Gericht in World of Warcraft für unschuldig befunden: pic.twitter.com/9r67rcgzDP
— Twitch Spion🕵🏽♂️ (@twitchspion) January 5, 2026
Natürlich wurde die gesamte Verhandlung und der Vorfall an sich von der Gilde eher als ein lustiges RP-Event betrachtet. Trotzdem gibt es einige Fans, die ziemlich verärgert über diesen Vorfall sind. Das Ganze zeigt nämlich, dass man Hardcore WoW nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte und schlecht vorbereitete Spieler schnell sterben können. Die Schuld wird dabei der gesamten Gruppe gegeben, weil sie keinen so niedrigen Charakter mit nach Zul’Farrak hätte nehmen sollen. Alternativ hätte man den Bosskampf voll mit Totems und Adds auch einfach auslassen können, was den Vorfall ebenfalls vermieden hätte.
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Es ist eine normale Klassenmechanik des Schurken… Dürfen dann Jäger auch kein totstellen mehr nutzen?
Das war ein lustiges RP Event mit Zustimmung sämtlicher Betroffener. Mehr nicht. Da muss man nichts reinintepretieren.
„und erst im letzten Monat verschwunden ist“
Na dann ist ja alles gut, wenn er erst letzten Monat verschwunden ist.
Das nenn ich mal Vorbereitung!
Ich finde das ganze Event völlig überzogen. Man muss dauerhaft Streamen, sich rechtfertigen wenn man mal ein paar Tage offline sein wird, etc. Das mag jetzt noch funktionieren, aber langfristig werden die Leute, die mitmachen einfach aussterben. Mich reicht das komische Fake Drama was mir YouTube Feed Vorschlagen wird, um zu wissen dass das für mich überhaupt nicht in das reinpasst was die Classic und Hardcore Community sonst eigentlich darstellt.