Gestern Abend haben die Entwickler von Diablo 4 die Patchnotes für eine zwischen dem 02. und dem 09. Juni anstehende Testphase auf dem PTR veröffentlicht, die Fans einen ersten Einblick in den kommenden Patch 3.1 und die damit verbundene Saison 14 gewähren sollen. Bedauerlicherweise erzeugt dieser erste Einblick derzeit viele negative Reaktionen, weil das Saisonthema von Saison 14 „Risse in den Ebenen des Wahnsinns“ im Grunde nur ein Rework der damals sehr langweilig gewesenen „Realmwalkers-Mechanik“ aus Saison 6 ist. Auch wenn Saison 14 das Ganze mit neuen Portalen und Ideen erweitert, so scheint es sich mechanisch aber kaum von dem Vorgänger zu unterscheiden.

During Season 14, the division between Sanctuary and Pandemonium is ripped asunder by arcane rifts called Pandemonium Ruptures. These rifts call a new family of monsters to slay, the chance to summon a familiar boss, and new opportunities for loot by conquering the Deathtoll Chamber. (via)

Realmwalkers have reappeared across Sanctuary, summoned to challenge those brave (or foolhardy) enough to tackle the most difficult Pandemonium Ruptures. (via)

Neben diesen Rework einer alten saisonalen Mechanik zeichnet sich Saison 14 hauptsächlich dadurch aus, dass sie verändert, wie mythischen Ausrüstungsteile funktionieren. Ab Saison 14 erhält jeder in Diablo 4 vorhandene einzigartige Gegenstand eine eigene mythische Variante, wodurch der Gegenstand voll ausgebaute Werte und einem Bonus von 30% auf seinen speziellen Affix erhält. Dadurch wird „Mythisch“ von einer normalen Seltenheitsstufe in eine veränderbare Gegenstandsqualität verwandelt. Spieler können diese neue mythische Beute entweder in der Spielwelt finden oder sie durch den Würfel selbst erschaffen. Dabei können Spieler zwar beliebig viele gefundene mythische Ausrüstungsteile anlegen, aber bei den hergestellten Items gibt es ein Limit von 1.

Ansonsten wird Patch 3.1 auch noch einige allgemeine Verbesserungen für Diablo 4 mit sich bringen. Neben den üblichen Fehlerbehebungen und Balanceänderungen beinhaltet dieses Update auch endlich den angekündigten „Solo Self-Found Modus“. Wer auf diese Weise spielt, der kann keiner Gruppe beitreten und nicht mit anderen Spielern interagieren. Man ist komplett auf sich selbst und seine eigenen Leistungen angewiesen. Weitere interessante Inhalte des Updates sind ein neuer Lair Boss, neue Belohnungen für die wöchentlichen Ranglisten im Sturm und neue Gruppenfunktionen für die Kriegspläne aus Lord of Hatred.

Bisher erhielt Lord of Hatred von den Spielern extrem viel Lob, weil das Addon tatsächlich grundlegende Verbesserungen an dem Gameplay von Diablo 4 durchgeführt hat. Die kommende Saison 14 wirkt aber wie ein gewaltiger Rückschritt in diesem Bereich. Das Ganze wie eine Saison aus Vessel of Hatred, die im Allgemeinen als zu zahm, langweilig und unbedeutend für das größere Spiel eingestuft wurden. Ein altes Saisonthema für die erste richtige Saison von Lord of Hatred neu aufzuwärmen und direkt an der soliden Itemisierung des Addons zu schrauben, erscheint der Community einfach nicht wie eine gute Idee. Man kann nur hoffen, dass die Entwickler für Saison 15 im Sommer 2026 eine bessere Idee haben.


Anzeige

4 Kommentare

  1. bin auch skeptisch
    Hinzu kommt, das die aktuell etwas OP-builds gleich mal wieder komplett in dem boden gestampft werden, wenn ich das richtig überblicke
    Schade hätte gern mal nen ww Barb oder blitz-Sorc gespielt in der nächsten Season

  2. Ich muss sagen, ich freue mich sehr auf die nächste Season. Hatte gehofft, dass Blizzard sich nicht auf ein Seasonthema fokussiert, sondern mehr auf Coregame. Vor allem was Bugs und Balance angeht. S1 vom Addon war schon sehr von Gamebreaking bugs und OP-Builds geprägt, hoffe, das wiederholt sich nicht in S2.
    Das mythic Uniques jetzt auch zufällige Werte haben nervt mich, fand ich schon bei Uniques nicht gut. Hoffe das man sie, wenigstens ein bisschen, am Würfel bearbeiten kann.

  3. Da ich eigentlich außerhalb der World Bosse nur Solo spiele und nie in irgendwelchen Gruppen bin, käme mir die neue Season schon gelegen. Ich weiß aber auch, dass ich zwar jetzt gerade echt noch Bock an D4 habe, aber ich ziemlich sicher nächsten Monat nicht mehr dabei bin. Ist einfach zuviel anderes auf der Warteliste, insbesondere natürlich Gothic 1.

  4. „He’s dead, Jim“

    Mal Hand auf’s Herz, ich hatte mit dem Addon wirklich Spaß (Pit 132, also auch gut Zeit reingeflossen), habe sowieso grade eine ARGP-Phase und muss ich sagen, ich bereue das Geld, welches ich insgesamt in D4 gesteckt habe (Base, 2 Addons mit EA und 2x BP) nicht, soviel vorweg.

    Aber, da wir ja jetzt hiermit wissen, wie der weitere Fahrplan von Blizzard ist, nämlich „weiter wie bisher!“, muss ich sagen, dass das Spiel hiermit, für mich, offiziell tot ist.

    Es gab schon zu Release von Lord of Hatred kein wirkliches Season-Thema, weil ja das Addon im Mittelpunkt stehen sollte (fair enough), sich jetzt mit dieser Ankündigung aber so aus der Affäre zu ziehen und ein so klares „Statement“ zur Zukunft des Spiels zu setzen, spricht leider Bände. Ich finde, es zeigt ganz deutlich die Priorität, die D4 für Blizzard zu haben scheint: „Das hässliche Entlein“ eben. Irgendwas muss man tun, um die Kosten reinzuholen und die Fans nicht komplett zu verlieren, aber bloß nicht zu viel, weil es sich finanziell einfach nicht lohnt.
    Ist ein valider Punkt aber mit dieser eiskalten, berechnenden Art und der eindeutigen Deklaration, dass man den Glauben an das Spiel nun endgültig verloren hat, da bin ich dann einfach raus.
    Klar, es ist im Endeffekt ein „Produkt“ und es muss sich „lohnen“ aber dadurch nurnoch völlig fantasie- und risikolos ranzugehen, das fühl ich einfach nicht.

    Schade drum, aber hoffentlich macht es PoE2 bzw. GGG in den nächsten Monaten besser, ansonsten wird halt D2 wieder ausgepackt.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.