In der anfänglichen Beta von Midnight testete Blizzard ein alternatives System zum Aufwerten von Ausrüstungsteilen. Mit diesem System stiegen die Wappenkosten zum Verbessern eines Items mit jedem Upgrade immer weiter an, sodass Spieler deutlich mehr Wappen benötigen, als es aktuell auf den Liveservern der Fall ist. Dieses System wurde damals aber verworfen, weil sich viele Spieler darüber beschwerten und die steigenden Kosten zu sehr wie eine Strafe wirkten.
Mit der seit einigen Tagen auf dem PTR von Retail WoW vorhandenen Patch 12.1 werden die Entwickler diese verworfene Idee aber jetzt wohl zurückbringen und sie doch in WoW implementieren. Auf dem PTR sorgt das Ganze aktuell dafür, dass jedes Upgrade die Wappenkosten um 10 Punkte erhöht. Von Stufe 1 auf 2 brauchen Spieler dann nur 10 Wappen und von Stufe 5 auf 6 benötigen die Spieler dann satte 50 Wappen. Da diese Anpassung jeden Gegenstand eines Spielers betrifft, steigert sich die Menge an notwendigen Wappen für vollwertige Upgrades in Saison 2 enorm.
In der Beta war dieses System ein Problem, weil es in keinster Weise ausgeglichen wurde. Mit Patch 12.1 passen die Entwickler aber gleichzeitig auch an, wie die Vault im Spiel funktioniert und was für Beute die Spieler erhalten können. Raid-Slots werden in Saison 2 immer Gegenstände aus dem nächst höheren Schwierigkeitsgrad beinhalten. Wer also heroische Schlachtzugsbosse tötet, der darf sich über ein Mythic Item in der Vault freuen. Mythische Kills von Bossen liegen immer bei einem Upgrade-Status von 6/6 und die Beute von Endbossen befindet sich sogar bei 9/6. Fleißige Raider müssen also keine Wappen ausgeben, um ihre Beute zu optimieren.
Ob diese Anpassungen am Ende gut zusammenarbeiten, muss die Zukunft zeigen. Auf den ersten Blick wirken die erhöhten Kosten für Upgrades auf jeden Fall sehr lästig und grindy. Der Ausgleich ist zwar nett, aber es ist schwer zu sagen, ob diese Vorteile am Ende ausreichen.
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