Im vergangenen Juli enthüllte Sony, dass die Firma ab Januar 2028 keine Discs mehr für seine Konsolen herstellen möchte. Diese Ankündigung führte zu gewaltig viel Frust innerhalb der Community, der natürlich komplett gegen Sony gerichtet wurde. Seit dieser Enthüllung konnte das Unternehmen kein Video und auch keinen Beitrag mehr Teilen, dessen Kommentarfunktion nicht komplett von Beschwerden über den Disc-Ausstieg gefüllt war. Als Reaktion auf diese extreme Kritik hat Sony am gestrigen Dienstag, den 01. September 2026 nun zu neuen Maßnahmen gegriffen.
Dabei handelte es sich allerdings nicht um ein Umdenken oder auch nur die Kommunikation mit Fans, sondern Sony hat neue Richtlinien gegen die Belästigung von Kunden, Mitarbeitern und dem Unternehmen erlassen. Dieser Beitrag listet viele Beispiele an Fehlverhalten auf, die Sony in Zukunft strenger und vielleicht sogar mit rechtlichen Schritten bestrafen möchte. Auf diese Liste stehen viele durchaus problematische Dinge. Dazu gehören zum Beispiel ernste Drohungen, das Verbreiten von Lügen, versuchte Einschüchterung, Diskriminierung, sexuelle Belästigung, Attacken gegen Mitarbeiter, beleidigende Sprache oder auch das Besuchen von Büros ohne vorherige Erlaubnis.
“Our company strives to provide honest service so that our customers can use our products and services with peace of mind, and we value customer feedback to improve our services,”
On the other hand, the dignity and safety of our employees must not be threatened by customer harassment, such as words or demands from customers that exceed what is considered reasonable according to social norms.” (via)
Auch wenn Sony sich natürlich vor solchen Angriffen durch wütende Fans schützen sollte, so beinhaltet die neue Richtlinie aber auch einige Punkte, die Fans durchaus aufhorchen lassen. Beispielsweise erwähnt die Richtlinie, dass Sony in Zukunft auch gegen „beharrliche und wiederholte oder langwierige Forderungen“, „Anfragen ohne Bezug zu Produkten oder Dienstleistungen“ und „Forderungen gegenüber Mitarbeitern“ aktiv vorgehen möchte. Laut Sony stellen auch diese Dinge neuerdings einen eindeutigen Bruch der Nutzungsbestimmungen dar, den Sony je nach Schwere auch mit rechtlichen Schritten bestrafen könnte.
Für Nutzer wirken diese drei Punkte so, als würde Sony versuchen ihnen den Mund zu verbieten, sodass auch berechtigte und notwendige Kritik nicht mehr erlaubt ist. Beharrliche Kritiker für ihre Beschwerden zu bestrafen klingt auf jeden Fall nach dem extrem dreckigen Verhalten, welches Firmen an den Tag legen, wenn Regierungen, Fangemeinden und schützende Gruppen für einen Moment nicht hinsehen. Es dürfte interessant werden zu sehen, wie stark Sony diese Regeln vollstrecken möchte und wann der erste Kritiker für einige unschöne Worte verklagt wird.







