Die Fans von George R.R. Martin warten mittlerweile bereits seit über 15 Jahren darauf, dass der Autor „The Winds of Winter“ fertigstellt und endlich den sechsten Teil von „The Song of Ice an Fire“ mit ihnen teilt. Die Wartezeit auf das Buch ist mittlerweile lang genug, um ernsthafte Sorgen darüber aufkommen zu lassen, ob der Autor das Werk überhaupt noch während seiner Lebenszeit fertigstellen kann. Zumindest bei dem finalen Buch der Reihe dürfte dieser Ausgang nicht mehr länger garantiert sein. Deswegen spekulieren Fans auch schon seit einiger Zeit darüber, welche Autor die Reihe danach übernehmen und fertigstellen könnte.
Ein bei diesen Gesprächen oft genannter Name ist Brandon Sanderson. Der Autor ist nicht nur talentiert, gemocht und sehr fleißig, sondern er befand sich auch bereits einmal in dieser Situation und meisterte sie hervorragend. Sanderson musste nämlich die Buchreihe „The Wheel of Time“ fertigstellen, nachdem Robert Jordan einen verfrühten Tod gestorben ist. Alleine schon dafür ist er der Favorit vieler Leser. Interessanterweise äußerte sich der Autor in dieser Woche in einem Interview mit IGN dazu, ob er Martins Reihe überhaupt übernehmen wollen würde.
„Respectfully, I’m the wrong person to do this. If George decided to go that direction, he’d deserve someone who is as good a fit for his world as I was for Wheel of Time. That said, I don’t think George wants to go that direction, so let’s just support him in writing his books at the speed he’s capable of going.“ (via)
In dem Interview betont Brandson Sanderson, dass er nicht dir korrekte Person für so eine Rolle wäre. Sollte George R.R. Martin diesen Weg gehen wollen, dann muss er einen Menschen finden, der zu seiner Welt, der Geschichte und der Schreibweise passt. Sanderson sieht sich nicht als solch einen Autor. Gleichzeitig glaubt er aber auch nicht, dass Martin sich für diese Option entscheiden möchte, solange er noch eine andere Wahl hat. Laut Sanderson schuldet Martin seinen Fans zwar kein weiteres Buch, aber als Autor sollte man sich zumindest immer alle vorhandene Mühe geben. Inwiefern Martin diese Anforderung erfüllt und ob er das Buch beenden kann, möchte Sanderson nicht einschätzen.
Ich bin ein großer Fan der Werke von Martin und Sanderson und ich habe so gut wie alle Werke von beiden Autoren gelesen. Basierend auf dieser Erfahrung würde ich ebenfalls sagen, dass die Stile und Ideen der zwei Autoren einfach nicht gut zusammenpassen. Mein persönlicher Favorit als Ersatz für Martin wäre vermutlich Joe Abercrombie. Er schreibt nicht nur in einer ähnlich dunklen Welt, sondern er drückt sich auch auf eine ähnliche Weise aus. Das passt deutlich besser.







