In einem in dieser Woche von Bloomberg veröffentlichten Interview sprachen die Entwickler von Larian Studios ein wenig über die laufende Entwicklung ihres neuen Projekts „Divinity“. Dabei erwähnte das Team, dass sie natürlich auch AI für diese Arbeit einsetzen und das Ganze eine wichtige Rolle beim Schreiben von Platzhaltertext, PowerPoint Präsentationen und dem Erschaffen von vorläufigen Konzeptzeichnungen spielt. Bloomberg formuliert das Ganze bei so, als würde Larian Studios für die Entwicklung enorm stark auf AI-Tech setzen.
NEW: I spoke to Larian boss Swen Vincke about their ambitions for their new RPG Divinity, cutting down development time, pressures from Baldur’s Gate 3, why BG3 wouldn’t have happened without Tencent, how Larian uses generative AI, and much more www.bloomberg.com/news/newslet…
— Jason Schreier (@jasonschreier.bsky.social) 16. Dezember 2025 um 15:02
Wie man es nicht anders erwarten würde, löste dieses Interview eine Welle an Negativität und Kritik aus. Viele Fans werfen Larian Studios aufgrund dieses Gesprächs vor, dass sie ihre Künstler durch AI ersetzen, AI-Slop erschaffen und vermutlich auch AI-Content in das fertige Spiel einbauen werfen. Die vielleicht relevanteste Kritik stammt von Selena Tobin, die als Künstlerin für Larian Studios arbeitet und sich auf Bluesky negativ zu dieser Situation äußerte. Aufgrund dieser Kritik sagen sich CEO Swen Vincke und Publishing Director Michael Douse in der vergangenen Nacht dazu gezwungen, auf die Anschuldigungen der Community zu reagieren.
Beide Entwickler betonten, dass sie ihre Arbeit mit AI-Tech bereits im April 2025 öffentlich erläuterten und es sie daher etwas überrascht, wieso die Leute erst jetzt so negativ reagieren. Laut Vincke hat Larian aktuell 72 Künstler fest angestellt und 23 Künstler davon sind für Konzeptzeichnungen zuständig. Diese Personen nutzen ihre AI-Tools aber nicht zum Erschaffen von „Kunst“, sondern sie erzeugen damit Referenzmaterial für ihre eigentliche Arbeit. Wenn jemand zwar eine gute Idee hat, aber sie den Künstlern nicht selbst beschreiben kann, dann hilft AI bei der Vermittlung dieser Absicht. Die Alternative dazu wäre das stundenlange Suchen auf Google nach passenden Bildern, was deutlich mehr Zeit kosten würde.
Auch wenn man eine gewisse Kritik an der Arbeit mit AI nachvollziehen kann, so übertreiben die Hater im Netz es in dieser Sache aber eindeutig. AI für Referenzmaterial, Präsentationen oder Platzhaltern zu verwenden, halte ich für absolut verständlich. Schließlich ist das lästige Arbeit, die einfach nur Zeit kostet und von keiner Person gerne erledigt wird. Sich so darüber aufzuregen, ist einfach nur albern und Bloomberg hat in diesem Fall eindeutig zu reißerische Worte für Clickbait verwendet.
Holy fuck guys we’re not „pushing hard“ for or replacing concept artists with AI.
We have a team of 72 artists of which 23 are concept artists and we are hiring more. The art they create is original and I’m very proud of what they do.
I was asked explicitly about concept art…
— Swen Vincke @where? (@LarAtLarian) December 16, 2025
It means for example that an artist might have an idea, or someone else may want to express a base idea they don’t know how to express, and so instead of scrolling Google for hours or typing it out they’ll generate their idea so an artist can better picture what they’re trying to…
— Very AFK (@Cromwelp) December 16, 2025
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Grundsätzlich alles zu hassen was von AI produziert wird ist gefühlt aktuell der absolute trend – ist daher mMn nicht wirklich verwunderlich das so etwas direkt einen shitstorm auslöst, gerechtfertigt oder nicht.
Boah diese ganzen ewiggestrigen. Solange das Ergebnis passt, ist mir doch scheiß egal, wie das entstanden ist. Und wenn das Ergebnis scheiße ist, kritisiere ich das Ergebnis, nicht die Technik dahinter.
Wie man bei dem ganzen „Wokeness“-blabla gemerkt hat: Die Leute kritisieren eben nicht das Ergebnis, sondern das, was sie für die Entstehungsart halten.
Aber viel wichtiger: Ich hab auch erstmal nichts dagegen, dass AI verwendet wird, solange das Ergebnis gut ist. Aber je nach, wie viel AI verwendet wird, erwarte ich auch einen Abschlag beim Preis. Wenn plötzlich keine Künstler, Voiceactors und Programmierer mehr bezahlt werden müssen, will ich AAA-Titel für 20 Tacken haben. Und wenn es dann heißt „jaaaa, aber die Programme sind so teuer und der Strom und diesdasjenes“, dann kann man auch auf AI verzichten, wenn es eh dasselbe kostet.
wir sehen es ja am aktuellen CoD:BO
AI slop, vermutlich sogar die Bananenkampagne von ChatGPT geschrieben und dann doch 80€+ verlangen.
Mal sehen wie lange sich das Argument „Videospiele werden immer teurer in der Produktion“ noch hält
ansonsten find ich ja auch AI-Inhalt ein Spannendes thema. Wenn ich in einem RPG durch ein dorf gehe und vielleicht AI-generierte Gespräche der Dorfbewhoner lauschen kann, die sich immer ein wenig ändern, wäre das ein spannendes Thema. Oder per Voice ein gespräch mit einem NPC der mir richtig antworten kann, nicht bloß vorgebaute Sätze. Aber nein zzt. wird es für „AI-Art“ Videos oder Ghibli-style Badgets verwendet.
Also anstatt diese Innovation für neue Wege zu nutzen, denken Entwickler wohl hauptsächlich an einen „Ersatz“ für Produzierten Content also das Produkt billiger machen und imho manövrieren wir uns dadurch in eine Sackgasse
Das ist halt das Grundproblem des ganzen AI-Gelöts. Das einzige Anwendungsgebiet ist „wie kann ich noch mehr Geld rausquetschen“, was zum Ende gedacht hin komplett sinnbefreit für uns als Gesellschaft ist.
Gibt also nur zwei Möglichkeiten: Entweder denken Die BWL-Flöten weiter als von der Wand bis zur Tapete oder wir führen eine 70% AI-Steuer ein.
Bei sowas frag ich mich, ob alle diese Leute, die sich über die Verwendung von AI so extrem aufregen, keine Job haben und in ihrer kleinen Bubble leben, wo nichts existiert was ihren Horizont überschreitet.. was wohl recht schnell passiert. Jeder nutzt heute im Job AI und das teilweise recht exzessive, aber es bleibt Arbeit und das zu bekommen was man will ist alles andere als einfach. Aber man muss Anforderungen formulieren können und strukturiert denken können.
Wenn ich mir in meinem erweiterten Bekanntenkreis gucke, wer alles in den sozialen Medien Anti-AI Post verbreitet sind es an sich eine bestimmte Art von Mensch. Sie selbst empfinden sich als hoch kreative Menschen, haben kleine Jobs mit denen sie etwas Geld verdienen, aber verstehen sich hauptsächlich als kreativer Mensch. Aber den kreative Ergüsse schaffen es weder Geld noch Reichweite zu generieren, außer bei anderen gleichgesinnten Menschen, die aber ja kein Geld bringen sondern nur Bestätigung der Feindbilder.