Das Entwicklerteam bei Frost Giant verkündete gestern, dass es bald eine eher ungewollte Anpassung an seinem RTS „Stormgate“ durchführen muss. Diese Veränderung wird dann dafür sorgen, dass der Titel jegliche Form von Online-Play verliert und nicht mehr über das Internet gespielt werden kann. Die Abschaltung der Online-Elemente soll Ende April 2026 erfolgen. Damit Käufer den Titel zumindest offline und über lokale Netzwerke spielen können, erhält „Stormgate“ vorher noch einmal einen neuen Patch, der den Online-Zwang entfernt und das Spielen ohne direkte Internetverbindung ermöglicht.
Der Grund für diese plötzliche Abschaltung der Online-Funktionen ist etwas sonderbar. Bisher verwendete Frost Giant wohl die Server des Anbieters Hathora für das Online-Play von „Stormgate“. Diese Firma wurde im März allerdings von einer AI-Firma aufgekauft und dieses Unternehmen möchte die vorhandenen Ressourcen jetzt für „AI-Dinge“ nutzen. Daher muss Frost Giant erst einmal eine Offline-Funktion für sein RTS einbauen. Die Entwickler suchen zwar bereits nach einem neuen Partner und sie hoffen auf eine zukünftige Rückkehr der Online-Funktionen, aber vorerst müssen die verbliebenen Nutzer darauf verzichten.
Die Abschaltung der Online-Funktion wurde vermutlich auch dadurch motiviert, dass „Stormgate“ als RTS ziemlich gescheitert ist. Zu Beginn hatte die Community zwar große Hoffnungen auf das Spiel gesetzt und die Kickstarter-Kampagne stellte einen vollen Erfolg dar, aber am Ende konnte das Projekt nicht die Erwartungen der Fans erfüllen. Die Story, das Gameplay und die angebotenen Funktionen fielen viel zu schwach aus und die unschöne Monetarisierung des Titels frustrierte die Fans noch weiter und sorgten für teilweise zweistellige Spielerzahlen. Unter diesen Umständen würde beinahe jedes Spiel irgendwann seine Online-Funktion verlieren.
Für mich ist „Stormgate“ das beste Beispiel dafür, wenn eine eigentlich sehr gute Idee auf die komplett falsche Weise umgesetzt wird.
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