Liebste Community,
ich spiele schon lange mit dem Gedanken, mir ein eBike zu kaufen. Ich will mich wieder ein bisschen sportliche betätigen und ein Fahrrad ist hier sehr gut für meine kaputten Knie. Auch die ständig steigenden Benzinpreise sind ein Grund, warum der Umstieg auf ein Fahrrad durchaus Sinn macht.
Ich habe in den letzten Tagen recherchiert und bin förmlich erschlagen von dem ganzen Angebot an eBikes – und vor allem von den Preisen. Was nimmt man da? Ist teurer automatisch besser? Habt Ihr vielleicht selbst gute Erfahrungen mit einem bestimmten Modell gemacht? Gibt es gute Einsteiger-Modelle?
Fragen über Fragen. Vielleicht könnt Ihr mir hier (wie üblich) aus der Patsche helfen?
Kuss auf die Nuss
Euer Jan Ulrich
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Bin tatsächlich auch gerade am überlegen und mir geht es ähnlich wie dir… deshalb habe ich mal ein Auge auf die Kommentare.
Ich würde auf jeden Fall in ein Fahrradgeschäft und Probefahrten machen. Mir hat ein toutterrain zugesagt und ich habe ein reduziertes Ausstellerstück gefunden. Sehr hochwertig verarbeitet, gute Komponenten, aber auch recht teuer. Für Gelegenheitsfahrer sollte man auch was anständiges für/ab 2000€ bekommen. Viel Spaß beim Radeln!
Du solltest dir auf jeden Fall überlegen, welche Art von Rad du willst.
Rennrad, Gravel, Citxbike, … etc.
Und wenn du planst, viel zu fahren, vielleich auch ein Bike-Fitting, nciht dass du dann wegen einer unbequemen Sitzposition Schmerzen hast und die Lust verlierst. Gerade was die Rahmengeometrie angeht, gibt es große Unterschiede.
„Euer Jan Ulrich“
Ist Esspapier jetzt von der WADA auf die Liste gesetzt worden oder wie?
Sportlich betätigen und eBike passt für mich nicht zusammen.
Über welche Strecke und wie viele Höhenmeter reden wir? Ansonsten bist du alle Male jung und fit genug für ein klassisches Fahrrad mit menschlichem Antrieb.
Ansonsten haben die Vorredner alles gesagt. Für den normalen Gebrauch solltest du um die 2000€ einplanen und zum Fahrradladen um die Ecke gehen. Neben Beratung und Probefahrten hast du dann auch immer einen Ansprechpartner bei Problemen. Unser Fahrradgeschäft bietet sogar eine Leasing-Flatrate an und du darfst dir jedes Jahr ein neues Rad aussuchen.
Warum passt das nicht? Ich mach seit 17 Jahren Sport und schon viele Jahre täglich. Trotzdem hab ich mein E-Bike 🙂. Manche Touren gehen bei mir den ganzen Tag. Ich fahre gerne mal im Odenwald und will mich auch nicht über Gegenwind ärgern müssen. Das E-Bike macht einfach Spass und das auch wenn die Beine von den letzten Kniebeugen noch total kaputt sind 😂.
Aber das ist bei Steve ja nicht so.
Word!
Je nach Zustand der Knie „kann“ ich ein eBike verstehen. Bevor jetzt hier wieder das klassische Argument „eBikes sind auch sportlich“ oder „du bis wohl noch nie ein eBike gefahren“ kommen, redet es euch weiter selber schön.
Bitte macht euch wenigstens ehrlich. Die meisten eBike fahre haben es aus Bequemlichkeit.
Ich fahre sportliche 20-25 km/h ohne Motor zur Arbeit. Wenn da morgens Beate und Dieter auf ihrem e-Hobel mit 30 km/h O-beinig an mir vorbei Semmeln, kann ich nur müde schmunzeln. Die Natur regelt es von selbst dank sinkender Reaktionsfähigkeit.
Achja, ob eBike oder normales Rad, bitte kauf dir einen Helm. Selbst in der neuen Fahrrad-Bubble ist langsam angekommen, dass eine Kopfverletzung nicht wünschenswert ist.
Rede Dir ruhig ein, dass andere es sich schön reden würden *shrug*
Kann leider nichts zur Debatte beitragen außer dass die ganzen Kommentatoren ala „Wäh E-Bike fahren ist kein richtiges Rad fahren und schon lange kein Sport“ bitte mal ein bisschen informieren sollen.
Studien zeigen, dass E-Bike fahren große gesundheitliche Vorteile hat, weil es dazu anregt überhaupt Sport zu machen. Es macht Spaß und deswegen bleiben die Leute dabei. Sich Berge hochzuquälen oder gefühlt nur im Gegenwind zufahren macht keinen Spaß und deswegen hören die Leute auf.
Also Steve go for it!
Und vielleicht schau mal bei Kleinanzeigen, da gibts sicher eine Menge Räder die z.B aus dem Firmenleasing günstig zurückkomen.
https://www.mhh.de/presse-news/mhh-studie-zeigt-pedelec-fahren-steigert-fitness-und-gesundheit
Wenn das E-Bike in Teilen das Auto ersetzt: mehr Bewegung als im Auto.
Also ein E-Bike macht mit schrotten Knie schon Sinn, kannst bei der Fahrt mal schonen.
Aber bei dem Höhenmeter musste ich schmunzeln, immer diese Südländer aus den Bergen.
Wir hier im Norden auf dem Plattenland rechnen in „Normal über Null“(Neudeutsch NHN) oder besser gesagt in Marschland , Geestland und kommt die Suppe bei ne Sturmflut über den Deich.
Ich wohne hier auf 8 NHN, Steve wohnt Norderstedt Umgebung da dürften das so 30-40 NHN sein. Und der Höchste „BERG“ hier weit und breit ist der Bungsberg mit 170 Metern.
Das ebike macht mit Schrotten Knie aber auch nur Sinn wenn man trotzdem auf seine Kadenz achtet und genug schaltet. Egal mit welchem Rad, wenn man rumdieselt gehts aufs Knie.
Außer man fährt Turbo. Dann ist alles egal.
Ja gut dann soll er es lassen.,…
Bin auch der Meinung, dass es für dein Alter ein normales trekkingrad tut. Man sollte halt schauen das es nen passenden Sattel hat (sitzknochenabstand messen lassen) sq Lab hat da tolle Sattel. Evtl mit Polster fahren kannst ja mal richtung MTB radhose schauen. Dann kommt der Spaß von selbst. Fahr es ruhig im lokalen Handel probe. Evtl auch mal auf ein Rennrad hocken dann wirst du einen gewaltigen unterschied bemerken. Das radfahren gibt mir viel fahre 6-8000 pro Jahr
Einfache Frage, schwere Antwort.
Es fängt beim Einsatzgebiet und bevorzugter Untergrund an und hört beim angestrebten Budget auf. Teuer heißt oft besser, aber nicht zwangsläufig nötig. Wie weit willst du kommen, bevorzugte Strecken, Sitzposition (sportlich oder gemütlich) und wie oft… Es gibt echt für jeden Zweck das passende Rad und darum ist das Angebot so massiv. Auch beim Motor und Schaltung hat jeder seine eigene Präferenzen.
Ich würde sagen mit 2-3k EUR sollte man mindestens planen beim E-Bike und danach beginnt die Welt dessen, was ich bei uns Radfahreren die Spielerein im technischen Bereich nennen würde, die aber ihre Berechtigungen haben.
Mach dir über den Einsatzgrund/ort Gedanken und geh mal in 2-3 Radshops und guck dir das Vor Ort an und lass dich beraten.
Tja mit mal sportlich was tun und halt so ein ebike ist eine Beratung jetzt eher schwer.
Für wirklich sportlich fahren wäre es ein Gravelbike oder Rennrad. Tolle Teile, machen super Spaß, haben aber auch eine sehr aggressive Haltung und keine Federung.
Das klassische Mountainbike hat da eine bequemere Halterung, dicke Reifen und eine Federung. Dafür wiegen sie mehr und ohne E Antrieb fahren sie sich außer Berge rauf und runter eben auch ein wenig schlecht.
Dann wäre da vielleicht noch ein Trekkingrad, aufrechte Sitzposition, für manche sehr bequem, gut um damit lange Strecken zu fahre. Würde hier den sportlichen Aspekt, besonders mit e Antrieb aber als eher gering einschätzen.
Generell muss man sagen das man mit einem e bike zwar sportlich fahren kann, aber wenn man jetzt nicht wirklich Ahnung vom radeln hat und das Ding einfach auf Turbo stellt, spazieren halt deutlich mehr Sport ist.
Auch darf man das Gewicht nicht vernachlässigen, du bist fast immer zwischen 20 und 30kg und das ist echt ein Brocken.
Ansonsten schließt Cube aktuell absolut den Preis Leistungs Vogel ab. Die haben Läden und jedes Radel unter der Sonne.
Da mal in Hamburg hinzugehen würde ich dir zunächst raten.
Leider hat nahezu jedes begehrte Rad ein Backorder von Monaten.
Preislich musst du aber ganz stark sein.
Aus meiner Perspektive ist ein gutes normales Rad für so um die 1000€ neu zu kriegen und ein gutes ebike eher so bei 3000€ anzutreffen.
Moin,
also ich hab für meinen neuen Arbeitsweg mir ebenfalls ein EBike zugelegt.
Gekauft habe ich das auf Upway – refurbished, garantie und da bekommt man meist ganz gute Schnäppchen.
Was soll ich sagen – die Aussagen von wegen “ Sportlich betätigen und eBike passt für mich nicht zusammen“ oder „Bin auch der Meinung, dass es für dein Alter ein normales trekkingrad tut“ sind absoluter quatsch.
Man fährt – und das wirst du merken – mehr mit eine EBike , weil es mehr Bock bringt, sich eben nicht über die nächsten 3 Berge zu Quälen.
Außerdem hat man mehr Lust, doch noch eine kleine Runde zu fahren, da es eben nicht so Anstrengend ist – Mehr Bewegung als keine Bewegung 😀
Will man weniger Motor, wählt man halt den Eco-Modus und muss dann mehr treten etc.
Also lass dich in diesem Fall nichts erzählen ;).
Zu aller erst würde ich gucken, was du möchtest. Cityrad, Trekkingrad, MTB etc. und dann deine gebrauchte Rahmengröße unbedingt vorher berechnen!
Ich bin bei einem Conway Cairon 5.0 SUV Rad hängengeblieben, da es perfekt für Alltag ist, aber auch Touren und Wald möglich ist.
Aber wie gesagt, refurbished, mit einem Bosch Perfomance 750 Watt Motor mit 85 Nm , welcher eine Laufleistung von 2400 KM nur hatte – für einen Preis von 1300 € war das ein Schnäppchen :-).
Bei fragen gerne frage 🙂
Das doch halt genau das alte Strohmann-Argument. Die meisten EBike-Fahrer schreddern ihre Kassette im größten Gang mit maximaler Unterstützung rund. Das hat nichts mit sportlich oder mehr fahren zu tun.
Ja, ich wurde etwas zu „man muss sich auch mal durchquälen“ erzogen, was den Radsport angeht. Aber wenn ich keine 100km ohne Motor fahren kann, warum sollte ich dann 100km fahren? Reichen nicht auch 25? Warum müssen es 25km/h aus dem Stand sein? Das schafft der durchschnittliche Radfahrer eh nicht.
Alleine schon die Bezeichnung „SUV-Rad“ sagt schon soviel aus über den aktuellen Zustand der Branche 😀
Achja, unabhängig vom Rad vielleicht nen gutes Schloss. Gerade beim SUV-Bike ist sonst schneller als einem lieb ist Kein-Bike mehr.
Meine Arbeit ist kaum 5km von mir entfernt. Mir wurde jetzt schon öfters vorgeschlagen, ob ich das nicht mit dem Fahrrad fahren will.
Die Antwort darauf ist immer dieselbe: Meine Hinfahrt wären 5km bergab, bisschen steil, aber bestimmt ganz spaßig. Meine Rückfahrt sind 5km bergauf und das nachdem ich auf der Arbeit schon den ganzen Tag gestanden habe.
Und nein, mit „bergab/bergauf“ meine ich nicht „da sind 1-2 Hügel“, ich meine die komplette Fahrt geht diagonal, da sind vllt. 200m Plateau zwischen.
Ich bin umgeben von Fitnessexperten, die meine eigene Fitness ja nunmal auch visuell und aus Erfahrung einschätzen können. Jeder einzelne davon meint „mach das besser mit einem EBike“.
Ironischerweise bin ich zu mir selbst ein wenig wie du zu anderen und denke „nah, auf E-Bike hab ich kb“, also löse ich das Problem pragmatisch und fahre einfach gar kein Fahrrad. Das hats rausgerissen!
Gerade auf dem Heimweg sind 200 Höhenmeter sicherlich nicht angenehm, aber besser als auf dem Hinweg. Dann zieht ja immer das Argument „ich will nicht verschwitzt ankommen“. Ja wer will das schon?
Ich bin nicht perse gegen Ebikes, bei alten Leuten und Menschen mit Einschränkungen ist es eine super Sache. Die meisten Ebike Fahrer wären aber durchaus in der Lage, ihre Beine selber zu bewegen, statt sich eine 2.000 EUR Motorrotation zu gönnen.
„sich eben nicht über die nächsten 3 Berge zu Quälen“
Kann ich so unterschreiben, auch wenn es bei Steve keine Berge gibt.
Da möchte jemand E-Bike fahren und direkt kommen die Gatekeeper und behaupten das sei kein richtiges Radfahren.
Ich lege euch mal folgende Literatur ans Herz:
„In unserer Studie haben wir 58.833 Fahrten von E-Bikern und Radfahrern analysiert und jeweils die Herzfrequenzen und Geschwindigkeiten gemessen.“
„Wir haben gezeigt, dass die E-Biker 135 Minuten pro Woche unterwegs waren, davon ein Großteil mit einer gesundheitlichen effektiven Belastung. Allein dadurch konnten sie zwei Drittel des WHO-Bewegungsziels von 150 Minuten moderater Aktivität pro Woche erreichen“, erklärt Prof. Tegtbur.“
„Die Herzfrequenz der Pedelecfahrer lag dabei während des Radelns, unter Berücksichtigung der Therapien mit ß-Blockern, nur fünf Schläge pro Minute unter der der Fahrradfahrer. „Entgegen vieler Vorurteile zeigen die Zahlen, dass Muskeln und das Herz-Kreislaufsystem beim Pedelecfahren nahezu so gefordert werden wie beim herkömmlichen Radfahren“, erklärt Dr. Hedwig Theda Boeck, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Klinik und einer der Erstautorinnen der Studie. „Wir haben zudem herausgefunden, dass die Pedelecfahrer öfter das Auto durch ihr Pedelec ersetzen als es die anderen Radfahrer tun – ein klarer Mehrwert für ihre Gesundheit.““
https://www.mhh.de/presse-news/mhh-studie-zeigt-pedelec-fahren-steigert-fitness-und-gesundheit
Bitte hört auf den Leuten das E-Bike fahren madig zu reden und solchen Blödsinn ala „Das hat nichts mit Sport zu tun“ oder ähnliches zu behaupten. Damit schließt ihr nur Menschen vom Rad fahren aus um eure kleine elitäre Bio-Biker-Identität zu schützen.
Ich fahre übrigens ein E-Gravelbike und ein Rose Xlite 06. Dir wünsche ich viel Erfolg bei der Suche und das du dir Bewusst wirst welche Bedürfnisse du an ein Rad hast. Dazu gehört wo du fahren möchtest, welchen Untergrund, sportlich oder bequem, wie lang die Strecken sind, Fitnesslevel und natürlich auch das Budget. Wenn du all die Fragen dem Händler beantworten kannst, dann wird er schon das richtige Fahrrad für dich raussuchen.
Du musst dann nur noch wissen, dass die Entwicklung bei E-Bikes inzwischen ähnlich schnell vonstatten geht wie bei E-Autos. Bosch und Shimano waren daher bisher die Platzhirsche. DJI ist letztes Jahr in den Markt getreten und hat diesen mit deutlich schnelleren Ladegeschwindigkeiten aufgewirbelt.
Mein alter Bosch 750 Wh Akku hat zum Vollladen 6-7 Stunden benötigt, während DJI mit seinem Avinox 800 Wh Akku mit einer Ladegeschwindigkeit von 90 Minuten wirbt.
Und sowas kann ein wichtiges Thema sein wenn man lange Strecken fahren will. Denn einige E-Bikes sind ohne Akku nicht fahrbar.
Auch Gewicht des Rades ist ein wichtiges Thema. Ein 25-30 kg E-Bike ist nicht mal eben in die 3. Etage in die Wohnung ohne Aufzug getragen.
Deine verlinkte Studie sagt doch sogar in der conclusion ganz eindeutig, dass normales Radfahren um einiges „sportlicher“ ist:
„In conclusion, we observed that e-bike use is associated with a lower probability of reaching WHO targets for moderate-to-vigorous physical activity than bicycle use.“
Außerdem WIDERSPRICHT diese Studie anderen Studien (die ähnliche körperliche Aktivität bei Ebikern und normalen Bikern abhand von Befragungen festegstellt haben wollen):
In our study, overall cycling time, frequency of bike riding and heart rate during cycling were lower for e-bikers, while cycling time per trip was higher for e-bikers. Hence, cycling spent at MVPA was also less for e-bikers, irrespective of the calculation of MVPA (WHO 2010: at least 10 consecutive minutes of MVPA22 or WHO 2020: counting every activity bout at MVPA).23 These outcomes contradict the results of the above-mentioned PASTA study in which physical activity levels (estimated energy expenditure) were reported to be similar for e-bikers and conventional bikers.
Da hat der Autor des MHH Berichts wohl etwas durcheinander geworfen und du die Studie nicht genau genug gelesen.
Das hat auch niemand bestritten, es wäre ja physikalisch auch ein Wunder, wenn ein Motor keinen Unterschied machen würde.
Aber genau hier liegt der Denkfehler in deiner Argumentation bezüglich des ‚Gatekeepings‘:
Relativität der Anstrengung: Die Studie zeigt eben auch, dass die Herzfrequenz bei E-Bikern nur ca. 5 Schläge unter der der Bio-Biker lag. In der Sportwissenschaft ist eine Belastung von 5 BPM weniger immer noch hochgradig gesundheitsrelevant und weit weg von „Pseudosport‘.
Die Zielgruppe ist entscheidend: Der Autor des MHH-Berichts (Prof. Tegtbur) wirft nichts durcheinander, sondern bewertet die Public Health Perspektive. Die Studie sagt klar: E-Biker ersetzen häufiger Autofahrten. Wenn jemand durch das E-Bike von 0 Minuten Bewegung auf 135 Minuten (bei 2/3 des WHO-Ziels) kommt, ist der gesundheitliche Gewinn für das Individuum und die Gesellschaft gigantisch.
Häufigkeit vor Intensität: Dass E-Biker laut Studie öfter das Auto stehen lassen, ist der entscheidende Punkt. 150 Minuten moderate Bewegung schlagen 30 Minuten maximale Belastung, die man nur einmal die Woche durchhält, weil man sonst den inneren Schweinehund nicht besiegt.
Ja, Bio-Biking mag intensiver sein. Nein, das macht E-Biking nicht zu ‚keinem Sport‘. Es ist eine hocheffiziente Form der Gesundheitsvorsorge, die Menschen in Bewegung bringt, die sonst vielleicht gar nicht fahren würden.
Am Ende ist es doch simpel: Jeder Kilometer, der geradelt statt gefahren wird, ist ein Gewinn – egal ob mit Akku oder ohne. Warum also daraus einen Wettbewerb machen und sich krampfhaft über die anderen stellen?
Gatekeeping ist doch völliger Schwachsinn. Ein 2.000-3.000 EUR Ebike ist mehr Gatekeeping als ein <1.000 EUR normales Bike. Nen gutes Einstiegs-Gravel bekommt man für 900-1.200 EUR, gebraucht sogar noch billiger.
Niemand bestreitet das Ebikes mehr Leute auf Fahrrad bringt, das merkt man jeden Tag auf den Radwegen. Das ist auch eine gute Sache. Aber gerade im Stadtverkehr und auf dem flachen Land ist ein Ebike m.M.n. komplett unnötig. Witziger Weise sehe ich immer mehr Kinder und Ü40er auf Ebikes, während sich Rentner auf normalen Fahrrädern bewegen. Das zeigt einfach das es ein reines Freizeit- und Spaßmobil ist. Dazu kommt noch die ganze Elektronik und der Akku-Schrott.
Ich erzähle dir mal eine Anekdote:
Mein Vermieter (75 Jahre) kommt zu mir in die Wohnung und sieht mein Rose Xlite 06 (Kaufpreis 5700 Euro) an der Wand hängen und erzählt mir, dass er oft mit dem E-Bike zum Arzt fährt.
Das erzählt er mir aber nicht Stolz sondern beendet seinen Satz mit: „Aber ist ja nur ein E-Bike.“
Es ist einfach nur traurig, dass dieser Mann sich genötigt fühlt seine Leistung direkt zu relativieren. Und das ist die Folge von Gatekeeping, weil so Menschen wie du dies direkt wieder madig reden und denken ihre Meinung sei wichtig. Nein ist sie nicht! Sie ist völlig irrelevant, ob ihr ein E-Bike für nötig erachtet oder nicht. Die Menschen fahren nachweislich öfter Fahrrad mit einem E-Bike als mit einem Bio-Bike, sie schaden niemanden und tun etwas für ihre Gesundheit. Feiert das und ermutigt sie oder seid bitte einfach still!
„Am Ende ist es doch simpel: Jeder Kilometer, der geradelt statt gefahren wird, ist ein Gewinn – egal ob mit Akku oder ohne. Warum also daraus einen Wettbewerb machen und sich krampfhaft über die anderen stellen?
Da gebe ich dir absolut recht.
Ich würde gerade beim Ersten einen Fahrradladen mit guter Reputation aufsuchen. Gerne auch ein lokales Geschäft, keine Kette, und dann schauen was die anbieten und wie wohl du dich mit der Beratung fühlst.
Was mir beim Umstieg von eBike 1 zu 2 wichtig war: Nicht mehr so schwer wie das erste (auch wenn der Motor fährt musst du wenden und im stehen festhalten).
Der Akku sollte einigermaßen gut zugänglich und nicht mit einem klapprige/schnell verdreckten Mechanismus (wie bei meinem ersten Pegasus) ausgestattet sein.
Ansonsten bei Probefahrt schauen wie der Sattel ist und ggf. mehrere testen.
Ansonsten ist Jobrad ganz gut, falls das angeboten wird bei dir, dann bindest du dich nur 3 Jahre und kannst dann mit etwas Erfahrung neu aussuchen.
Moin Steve,
ich kann Dir leider nichts zu E-Bikes schreiben. Aber….
… ein Bekannter der im öffentlichen Dienst tätig ist, konnte sein E-Bike über den Arbeitgeber leasen. Nach drei Jahren kann man es dann privat zu einem günstigen Kurs übernehmen. Durch die steuerliche Förderung wird es am Ende um einiges günstiger.
In dem Fall ging es über:
https://www.jobrad.org/jobrad-oeffentlicher-dienst
Ist nur eine Idee, vielleicht ist es ja interessant für Dich.
Wenn nicht, vielleicht für andere JN-Soldiers.
„Es ist eine hocheffiziente Form der Gesundheitsvorsorge, die Menschen in Bewegung bringt, die sonst vielleicht gar nicht fahren würden.“
Da gebe ich dir absolut recht!
Als Beamter kannst du auch mal gucken, ob das Jobrad in deinem Bundesland verfügbar ist!
Hier haben soviele noch nie auf einem E-Bike gesessen und philosophieren drüber das es kein Fahrrad fahren wäre, peinlich einfach nur peinlich.
Also den ganzen Schwachsinn Einiger hier kann ich null nachvollziehen. Ich wohne im „Flachland“ und fahre im Jahr mit meinem Gravel und Rennrad außer im Winter über 15.000km und hab ein Fully All-Mountain E-Mountainbike für den Urlaub/Wochenenden. Kenne daher beide Welten massiv gut.
Der Vorteil vom E-Bike ist, dass man auch für „normale“ Einsatzgebiete einen breiteren Reifen fahren kann für mehr Komfort, da der Rollwiderstand eigentlich nicht ins Gewicht fällt. Für mich kam es beim Mountainbike dazu, dass ich im Urlaub einfach dadurch die ein oder Abfahrt öfter am Tag mitnehmen kann, weil ich Uphill weniger Zeit brauche. Das kann auch anstrengend sein, man muss ja nicht immer Vollgas Support vom Motor mitnehmen. Gerade in den letzten 5 Jahren hat sich hier massiv getan, vor allem in der Software. Ich finde zB den automatischen Modus gut und die neuen Kiox Systeme zeigen dir auch schon die optimale Gangwahl/Trittfrequenz an. Die haben übrigens auch schon Navigation dabei, dass du vorher eine Route planen kannst (hier empfehle ich Komoot !)
Auch haben Bekannte mit 2 künstlichen Knien auf E-Bike umgesattelt, weil man damit auch längere Touren schafft (mittlerweile ~100km) und nicht nach 30Minuten aufhören muss, weil die Beine oder Kondition schlapp machen. Es gibt Radversionen die ich fraglich finde, aber es gibt immer jemanden, bei dem ein E-Motor Sinn macht.
Puristen (wie ich auf dem Flachen) dürfen ja gerne selber in die Pedale hauen und dann auch über 25km/h fahren.
Wie schon wer anderes hier geschrieben hat. Wenn du ein gutes Rad haben willst, führt dein Weg zuerst in den Cube Store in deiner Umgebung. Die sind Preis-/Leistungstechnisch so ziemlich die Speerspitze am Markt, weil Sie viele Anbauteile selber bauen und daher nicht teuer einkaufen müssen. Außerdem haben die für jedes Einsatzgebiet einen Drahtesel.
Wenn du jetzt ein Rad kaufen willst… wirst du jedoch fast nehmen müssen was übrig ist. Nach Ostern bis zum Herbst (neue Saison) ein Rad zu kaufen, gleicht einem Hürdenlauf an Restposten.
Ich gehe nicht auf den ganzen Kram hier ein und fasse mich kurz:
1) Achtung beim Leasen: Das kann sich negativ auf Ruhestandsbezüge auswirken, da du letztlich weniger Bruttoeinkommen hast.
2) Man kann E-Bikes recht sportlich fahren. Ich fahre oft schneller als 25 km/h, also ohne Unterstützung, nur bergauf genieße ich den Motor. Das macht so viel Freude.
Dazu solltest du aber einen Motor nehmen, der wenig Widerstand erzeugen, ebenso eine Schaltung, die wenig Widerstand erzeugt. Damals war eine Kettenschaltung diesbezüglich am besten.
3) Mich stören Geräusche vom Motor immens, deshalb – und auch aus anderen hier genannten Gründen – solltest du dir unbedingt einen Händler suchen und Probefahrten machen. Ich bin beim Flyer GoTour gelandet, Riese und Müller gefiel mir auch, aber bei der Probefahrt bin ich damit nicht warm geworden.
Ich habe seit 3 Jahren das Modell Reaction Hybrid von Cube und bin damit super zufrieden.
Preis lag derzeit bei etwa 2300,00€.
Ich habe mir das Bike gekauft, als ich deutlich schlechter in Form war und noch starker Raucher war.
Hier lautete meine Devise: Lieber Fahrrad mit Unterstützung als überhaupt kein Fahrrad fahren.
Wie auch hier in den Kommentaren gab es immer Stimmen, welche sich lustig gemacht haben.
Aber das war mir egal. Ich bin jetzt 20Kg leichter, habe das rauchen aufgehört und bin in der besten Form meines Lebens. Das alles hat mit diesem Fahrrad angefangen.
Falls Dein Arbeitgeber sowas wie Jobrad anbietet, kannst Du Dir echt gute Modelle zu günstigen Konditionen leasen.