Laut einem Bericht von Wired tritt am 01. Juli 2026 in der EU eine neue Richtlinie in Kraft, die vorschreibt, dass jeder in dieser Region hergestellte Neuwagen eine Schnittstelle für ein Alcolock besitzen muss. Dabei schreibt die Regel sowohl den Anschluss als auch einen physischen Einbauplatz für das Gerät vor. Bei einem „Alcolock“ handelt es sich im Grunde um einen im Auto direkt verbauten Breathalyzer, der Fahrern einen Alkoholtest aufzwingt, bevor sie ihr Fahrzeug starten dürfen. Auch wenn Fahrer natürlich das Gerät selbst nicht verwenden müssen, so gibt es aber zumindest den Zwang für den passenden Anschluss im Auto.
Diese neue Regel ist ein Teil einer Strategie der EU, die bereits seit 2018 schrittweise implementiert wurde. Das Ziel der Maßnahme ist die Reduzierung von Autounfällen auf europäischen Straßen und das Bekämpfen der größten Ursachen für Unfälle dieser Art. Andere Beispiele für technische Neuerungen auf dieser Strategie wären der intelligente Geschwindigkeitsassistent, ein Spurhalteassistent oder auch eine eigene Blackbox für Kraftfahrzeuge. Das erste Ziel des Alcolocks ist die Reduzierung von Alkoholtoten bis zum Jahr 2030 um 50%. Bis zum Jahr 2050 möchte die EU diesen Wert sogar auf 0 reduzieren.
Die Reaktionen auf diese neue Richtlinie fallen bisher recht gemischt aus. Manchen Menschen gefällt nicht, dass einmal betrunken am Steuer erwischte Fahrer durch das Alcolock ihre Fahrerlaubnis deutlich früher zurückerhalten können. Sie sehen das Ganze als einen Vorteil für Alkoholiker an, deren Strafen durch dieses Gerät deutlich abgeschwächt werden. Andere Menschen äußern bedenken über einen möglichen Zwang für die Verwendung des Geräts in der EU und steigende Kosten für Neuwagen, um den Einbau dieser neuen Technik in die Fahrzeuge auszugleichen.
Natürlich gibt es aber auch genug Fürsprache für diese Initiative der EU. Alcolocks sind eine wirksame und effektive Präventivmaßnahme und man sollte sie in möglichst vielen Fahrzeugen ohne größeren Aufwand verwenden können. Schließlich sind selbst auf diese Weise verurteilte Personen in den meisten Fällen noch lange keine Monster, die man dauerhaft vom Fahren abhalten muss. Alcolocks schützen einfach die Mitmenschen und die „Täter“ selbst vor weiteren Zwischenfällen. Gleichzeitig könnte das Ganze durchaus vorteilhaft für besorgte Eltern, vorsichtige Studenten und gewisse andere Zielgruppen sein.
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Es soll als Auflage für Menschen, diemehrmals unter Alkoholeinfluss gefahren sind, kommen. Mir wäre lieber, man würde diesen Menschen permanent die Fahrerlaubnis entziehen. Wer unter Alkoholeinfluss mit dem Auto fährt nimmt wissentlich in kauf, dass er andere Menschen verletzt oder gar tötet. Wer das macht ist sehr wohl ein schlechter Mensch, und hat hinter dem Steuer eines KFZ nichts verloren.
Und falls jetzt wieder irgend jemand was von „ist ja ne Krankheit“ schwurbelt: Ja, der Alkoholkonsum, dass man sich danach wissentlich hinters Steuer setzt sicherlich nicht. Und ja, wer noch mehr als 10 Meter fahren kann, ist auch ausreichend zurechnungsfähig, das abschätzen zu können, und zu wissen, was er tut.