In ihrem anhaltenden Kampf gegen Account-Sharing und Echtgeld-Verkäufe hat Lei Huo (Der WoW-Teil von NetEase) gestern eine erneute Bannwelle für problematische Accounts bestätigt. Mit dieser Welle wurden wohl weitere 12.994 Charaktere bestraft, deren Besitzer gegen die Nutzungsbedingungen des Spiels verstoßen haben. Erstmalige Täter verloren nur ihre unrechtmäßig erworbenen Gegenstände und Wiederholungstäter wurden, erhielten unterschiedlich lang ausfallende Accountsperren. Besonders an der Maßnahme ist der Umstand, dass die chinesischen Entwickler weiterhin die Namen von allen Tätern mit der breiten Masse an Spielern teilen.
From August 21st to 27th, the China server operations team continuously monitored some players engaging in account sharing violations, including boosting and pilots. According to the recently released announcement on enhanced governance, corresponding penalties will be imposed for the following violations.
This penalty applies to 12,838 characters who violated the rules in Mythic Raids, 348 characters who violated the rules in Hard Mode Tazavesh, 879 of whom violated the rules twice, for a total of 12,994 characters. (via)
Auf diese Weise durchgeführte Bannwellen für unfaire Personen sind in China jetzt wohl eine wöchentlich aufkommende Angelegenheit. Zumindest war die gestrige Ankündigung die mittlerweile bereits dritte Bannwelle in genauso vielen Wochen. Bisher reagieren die Spieler in China und anderen Regionen recht positiv auf dieses aktive Vorgehen der Entwickler. Besonders das Teilen der Namen von bestrafen Charakteren wird oft als eine positive Entwicklung angesehen. Schließlich bemerkt man als Spieler dadurch direkt, dass die Entwickler hart gegen Verstöße vorgehen und Meldungen nicht einfach so in der Versenkung verschwinden. Einige Personen wünschen sich sogar eine Ausweitung der Maßnahme auf andere Regionen.
Trotz dieser wöchentlichen Bannwellen und Strafen lassen sich die Verkäufer dieser unerlaubten Dienste aber scheinbar nicht komplett abschrecken. Die einzige Konsequenz davon ist wohl ein derzeit in der Szene stattfindender Wechsel von „Account-Sharing“ zu den auch im Westen etablierten Boost-Runs. Bisher verkauften diese Dienste für gewöhnlich ein Angebot, in dem ein anderer Spieler den eigenen Account spielte und dadurch dann Ausrüstungsteile, Erfolge etc. farmte. Da diese Vorgehensweise aber eindeutig zu Strafen führt, etabliert sich so langsam eine Alternative. Bei den Boost-Runs ist die Bezahlung mit Echtgeld der einzig verbliebene Verstoß.
Es bleibt abzuwarten, wie die chinesischen Entwickler auf diese neue Situation reagieren werden.
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Name aller Täter, was zum Fick?
Erstmal beruhigen, weiterlesen.
Aha, Name aller Charaktere, gut, schon besser.
(ersteres hätte mich bei China nicht gewundert, aber dann hätte mich gewundert, warum „Spieler anderer Regionen“ dem positiv gegenüberstehen, ob „wir“ wirklich schon so weit sind…)