Am gestrigen Samstag legte die CDU auf ihrem Bundesparteitag in Stuttgart fest, dass die deutsche Regierung ein allgemeines Social-Media-Verbot für alle Menschen unter 14 Jahren etablieren muss. Gleichzeitig will man die Betreiber der Plattformen dazu bringen, eine spezielle Jugend-Version ihrer Angebote zu erschaffen, die für Menschen zwischen 14 und 16 Jahren geeignet sein soll. Laut der CDU würden diese Einschränkungen ab 16 Jahren dann komplett wegfallen und Nutzer erhalten wollen Zugriff auf alle sozialen Netzwerke.
„Wir fordern die Bundesregierung auf, eine gesetzliche Altersgrenze von 14 Jahren für die Nutzung sozialer Netzwerke einzuführen und das besondere Schutzbedürfnis bis zum 16. Lebensjahr im digitalen Raum auszugestalten“ – Aus dem Antrag der CDU an die Regierung
Dieses Verbot für die sozialen Netzwerke ist wohl ein Teil eines Vorstoßes mit dem Motto „verantwortungsvolles digitales Erwachsenwerden“. Diese Bewegung sieht auch noch eine Stärkung der Medienkompetenz im Schulunterricht und eine besonders von Merz vorangetriebene Klarnamenpflicht vor. Auch wenn die Klarnamenpflicht gestern erst einmal von der Partei abgelehnt wurde, so steht aber auch dieses Thema weiter im Raum. Ansonsten ist die dieser Sache bisher skeptisch gegenüber gestandene SPD bereits vor einer Woche eingeknickt und hat das Vorhaben der CDU öffentlich unterstützt.
Wie man es von deutschen Politikern erwarten würde, ist natürlich auch diese auf den digitalen Bereich ausgerichtete Regulierung nur eine alberne Forderung ohne konkret ausgearbeitete Details. Der Vorschlag der CDU definiert weder die genaue Bedeutung einer „Social-Media-Plattform“ noch konkrete Pläne für die Kontrolle des Alters der Nutzer. Das Ganze ist arg schwammig formuliert und zynische Stimmen würden sagen, dass das Ganze absichtlich so ausgearbeitet wurde, um ein möglichst weites Netz zu werfen.
Auch wenn ich persönlich nicht so weit gehen würde, so rechne ich aber mit einigen extrem dummen Entscheidungen, nicht funktionierenden Alterskontrollen und vielen störenden Elementen für erwachsene Nutzer. Und das alles nur, weil 13 Jahre alte Schulkinder eine bessere Medienkompetenz als unsere Politiker besitzen…
Anzeige








Genau der richtige Weg. Australien hat’s vorgemacht und selbst in den USA läuft gerade ein Gerichtsprozess, um festzustellen, dass von Social Media eine Suchtgefahr ausgeht.
Social Media hat nichts mit Social zu tun, sondern besteht zu 100% aus Hass, Hetze, Lüge und Werbung. Wird Zeit, dass dem endlich ein Riegel vorgeschoben wird, vor allem wenn es um die Manipulation von Kindern geht.
Das heißt es dürfen keine Kinder mehr Snapchat nutzen oder was auch immer gerade „in“ ist, aber Casino Lootboxen in Fortnite, Fifa und co. bleiben erlaubt, damit die Kinder schön abhängig gemacht werden.
Bravo Deutschland.
Zu Punkt 1:
Wahrscheinlich als Nachrichtendienst ohne Werbung & „Entdecken“ Funktion. Ist ja so beschrieben.
Zum Abzockding, ja du hast Recht, da muss man auch was machen. Hat aber nichts mit der Diskussion hier zu tun, ergo; Whataboutism.
Immerhin ein Fortschritt.
Warum also so negativ?
Stevinhos Blog, zukünftig mit Klarnamenpflicht und Alterskontrolle 😀 Der 1. April kommt ja schon bald^^
Früher: Sind sie wirklich 18?
Bald: Sind sie wirlich 14?
Passt ja zur Klarnamenpflicht … DDR 2.0 incoming. Ich mein in Nordkorea und anderen Diktatorstaaten ist es ja auch so…
Je älter ich werde, je länger ich im Netz unterwegs bin, desto mehr bin ich für eine Klarnamenpflicht. Ich bin es so leid, überall auf Rechtsextreme Hetze, Lügen, Verleumdungen etc. zu stoßen, die es nur gibt, weil sich Menschen in der Anonymität verstecken können.
Stimmt, auf Facebook würde nie jemand fragwürdige Dinge mit echt Namen und Gesicht posten. Noch nie vorgekommen.
Es hat sich leider anhand von Beispielen aus diversen Foren und Plattformen mit Klarnamenpflicht gezeigt, dass selbige entsprechende Kommentare nicht verhindert.
Menschen haben weiter ihre z.B. rechtsextreme Meinung gepostet. Die Distanz zum Gegenüber, gepaart mit der Abstraktheit schriftlicher online-Kommunikation scheinen eher dafür zu sorgen, dass sich dieses Verhalten nicht ändert. Und nur weil ein nickname von „Kazur123“ zu „Sven“ wechselt, ändert das im online-Umfeld nichts an der Anonymität der Leute.
Nur eine Maßnahme, um den zukünftigen Wählern, die Möglichkeit alternativer Quellen zu nehmen um sich über das Weltgeschehen zu informieren, sodass sie dem Staatsfunk schutzlos ausgeliefert sind. Jugendschutz ist dieser Bande scheiß egal. Ebenso wie der EU, wenn es um Chatüberwachung geht. Kontrolle… das ist alles.
Inhaltsfilter ja, Zeitbegrenzung unbedingt, vollständiger Ausschluss nein. Alternativen und Workarounds sind eh schneller.
Also auf Facebook, X und co. findet man viel, aber korrekte und neutrale Berichterstattung ist wohl so ziemlich das Letzte, was man dort finden würde.
Du scheinst die Frage falsch verstanden zu haben.
Seine Frage ist: Ist es möglich, die Wahrscheinlichkeit, dass jemand unter einer falschen Identität Hetze verbreitet, signifikant zu senken?
Deine Frage: Gibt es Menschen, die bereit sind mit ihrer eigenen Identität Hetze zu verbreiten?
Deine Antwort hatte doch nichts mit seiner Frage zu tun.
Ja genau das bedeutet es, darum wird der Beginn des Politikunterricht jetzt auch ins 1. Schuljahr gelegt.
Und nicht wie bisher ins 7. oder 8. wo die Kinder in dem Alter sind wo sie sich anfangen für solche Dinge anfangen zu interessieren(wenn überhaupt).
Ich würde dir raten deinen Medienkonsum mal grundlegend zu überdenken wenn das geäußerte deine Gedankengänge bei dieser Nachricht sind.
Und nein es bedeute jetzt nicht das ich dafür bin oder dagegen, ich habe dazu keine wirklich Meinung da es mich nicht betrifft. Weder sehe ich das die Kids durch Social Media ins Verderben geführt werden noch das durch ein Verbot die Kids daran gehindert werden die „Wahrheit“ zuerkennen und „Volk und Vaterland“ zu retten.
Aber das Menschen auf diese Gedanken kommen und so eine Wortwahl an den Tag legen zeigt nur eines, wir brauchen Quellenkritik ab der 6. Klasse.
Jesus, wie lost kann man sein
Ich glaube das die Thematik super schwer ist und kaum in wenige Sätze geschweige worte zu fassen. An dem „Verbot“ ist viel gutes im Gedanken. Stichworte wie Sucht gefahr, gefahr durch verzerrung der realität, Depressions Fördernd und und und sind defitniv faktoren und Gefahren die SocialMedia, vorallem diese wie TikTok und Instagram mit sich bringen. Sie sind wie Glücksspiel aufgebaut was die Psychischen effekte angeht und sollten daher auch iwie so behandelt werden gesetzlich.
ABER, die frage ist, ist verbot der Weg.
Ein Verbot löst erstmal nichts, vorallem die Frage, wie will man es umsetzen.
Zusätzlich ist Punkto Medien Kompotenz ebenfalls ein Thema, das sich durch schnelle verbote nicht löst.
Daher schwere kost… ich weiß nicht ob es gut oder schlecht ist. So als undurchdachten vorschlag, frei nach dem motto „irgendwas machen aber nichts durchdachtes“ , ist es erstmal mies
Social Media Verbot für Jugendliche heißt nur Ausweispflicht für die üblichen Social Media. Und im Zweifelsfall müssen denn die Eltern eben Accounts für die Kinder anlegen. Wird wohl kaum so sein, dass die Kinder dann aufhören zu doomscrollen und stattdessen lieber raus gehen und Gras streicheln.
Aber hey wenn die paar Jugendliche die jetzt davon betroffen sind im wahlfähigem Alter sind, werden sie bestimmt alle dankbar die CDU/SPD wählen.
Generell bin ich dafür, dass es 2 Level Social Media gibt. Einmal Content bis 16 und ab 16+ offen für alles. Wie das gemacht wird muss man sehen, ist aber das Resultat von Eltern, die ihre Kinder nicht beschäftigen können /wollen und die in einstelligem Alter schon zu viel in Social Media abhängen. Die Vorteile eines Kindes, möglichst früh seine Lebenszeit in Social Media zu versenken sehe ich auch nicht.