In der vergangenen Woche sind Berichte darüber aufgetaucht, dass XBOX für den Juli 2026 wohl eine Welle mit Massenentlassungen und anderen Sparmaßnahmen geplant hat. In dieser Woche sich nun weitere Details zu diesen Plänen im Internet aufgetaucht, die auf mehrere scheinbar von Microsoft und Xbox beabsichtigte Studioschließungen hindeuten. Einem Bericht von Kotaku zufolge befindet sich die Studioführung von „Compulsion Games“ aktuell in Verhandlungen mit Microsoft über eine mögliche Schließung. Dieses Studio war unter anderem für das preisgekrönte „South of Midnight“ verantwortlich, weshalb eine Einstellung der dortigen Arbeit an ziemlicher Verlust wäre.

Zusätzlich dazu sind laut Bloomberg derzeit auch noch weitere Schließungen von anderen Studios geplant. Namentlich erwähnt wurden dabei dann Double Fine und Ninja Theory. Dieser zweite Kandidat ist besonders verwirrend, weil Ninja Theory erst vor wenigen Tagen während des Xbox Games Showcase ein brandneues „Senua-Spiel“ für ihre beliebte Hellblade-Reihe angekündigt hat. Microsoft zieht im Moment wohl auch noch weitere Schließungen von anderen Studios in Betracht. Alle diese betroffenen Studios dürfen sich vor der kompletten Zerstörung zwar ihre Unabhängigkeit von Microsoft erkaufen, aber auch dieser Schritt dürfte dann wohl auf erhebliche Kündigungen und Kostenreduktionen hinauslaufen. Betroffene Personen dürfen wohl bereits nach neuen Arbeitsplätzen suchen.

Several studios in Microsoft Corp.’s Xbox gaming division, including Montreal-based Compulsion Games and San Francisco-based Double Fine, are in active negotiations to spin off as they try to thwart closure, according to people familiar with the company’s plans. (via)

Diese Studioschließungen, Entlassungen und Sparmaßnahmen folgen direkt auf einem Brief von Xbox CEO Asha Sharma und Chief Content Officer Matt Booty, in dem das Duo über die Probleme bei Xbox, die fehlenden Gewinne und notwendige „Maßnahmen“ sprach. Auch wenn viele der betroffenen Studios die Schließlich nicht verdient haben, so kommt diese Maßnahme selbst aber nicht wirklich überraschend. Basierend auf dem Brief der Xbox-Leitung hat Microsoft es in den letzten Jahren scheinbar einfach übertrieben und zu viele kleinere Studios geschluckt, ohne sie korrekt in seine Strukturen und Pläne zu integrieren. Das Resultat ist eine unnötige komplexe und nicht gewinnbringende Aufstellung der Gaming-Abteilung von Microsoft. Mit einem besseren Plan hätte man diese Situation vermutlich vermeiden können.


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