In der vergangenen Nacht wurde bekannt, dass die Anwälte von Blizzard Entertainment nach TurtleWoW scheinbar noch gegen einen weiteren Privatserver vorgegangen sind. Dieser Privatserver lief bisher unter dem Namen „Stormforge Project“ und einer gestern veröffentlichen Stellungnahme zufolge hat Blizzard wohl auch ihnen eine Unterlassungsaufforderung geschickt. Nach einer angeblich recht positiv verlaufenen Unterhaltung mit Blizzard hat sich das Team dazu entschieden, jegliche Dienste am 14. Mai 2026 vollständig einzustellen und den Server herunterzufahren.
Der offiziellen Seite von „Stormforge Project“ zufolge zeichnete sich auch dieser Privatserver hauptsächlich dadurch aus, dass es WoW Classic als Grundlage dafür verwendete und das Ganze mit eigenen Inhalten ausschmückte. Dazu gehörten unter anderem neue Kombinationen für Rassen/Klassen, neue legendäre Ausrüstungsteile, neue Features und sogar ein umfangreicher neuer Schlachtzug. Dadurch unterschied sich „Stormforge Project“ am Ende stark von der normalen Version von WoW Classic, was wohl zu viele Spieler zu dem Privatserver lockte und die Aufmerksamkeit von Blizzard erregte.
Ansonsten ist es schon ein wenig auffällig, dass Blizzard in einem recht kurzen Zeitraum gegen zwei ähnliche Privatserver vorgegangen ist. Sowohl „Stormforge Project“ als auch TurtleWoW legten viel Wert auf das Erstellen von neuen Inhalten und das Erweitern der normalen klassischen Spielerfahrung. Das verschärfte Vorgehen der Entwickler gegen diese Art von Privatserver könnte einen guten Grund haben. Sollte Blizzard aktuell nämlich selbst an so einer „Classic+ Erfahrung“ arbeiten und WoW Classic mit neuem Content ausbauen wollen, dann müsste das Studio vorher natürlich die inoffizielle Konkurrenz entfernen. Diese Privatserver stören schließlich nicht nur durch die Urheberrechtsverletzung, sondern sie rauben auch die Zielgruppe für die eigenen Server.
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