In der vergangenen Woche wurde bereits bekannt, dass Microsoft wohl an einer eigenen internen Altersverifikation für Windows 11 arbeitet. Am vergangenen Wochenende wurde diese Absicht nun direkt durch mehrere neue Support-Dokumente des Unternehmens bestätigt (Link 1, Link 2). Basierend auf diesen Dokumenten wird Microsoft in Zukunft die Funktionsweise mehrere Apps einschränken, wenn Nutzer sich vorher ihr Alter unter Beweis gestellt haben. Anfangen wird das Ganze wohl mit der kostenlosen Version von Microsoft Teams, die je nach Land und Alter des Nutzers andere Funktionen bieten soll.

Betroffene Nutzer in den jeweiligen Ländern werden in Zukunft dann dazu aufgefordert ihr Alter über ihr verwendetes Microsoft-Konto zu verifizieren. Wer diesen Schritt nicht geht, der kann Teams zwar weiterhin umsonst nutzen, aber der Zugriff auf Inhalte wie die Mitschnitte von Besprechungen, die Copilot- und AI-Funktionen und gewisse Community-Features wird gesperrt. Minderjährige Nutzer erhalten noch mehr Limits. Nutzer unter 18 Jahren können keinen Communities beitreten und auch keine erstellen, sie sind nicht über E-Mail-Adressen oder Telefonnummern aufspürbar und Einladungen per E-Mail funktionieren nur dann, wenn sie vorher aktiviert wurden.

Die Altersverifikation soll danach dann über die ebenfalls von Microsoft entwickelte neue Windows Age API funktionieren. Darüber können Entwickler bzw. Apps den Verifikationsstatus eines Nutzers sowieso grobe Altersgruppen abfragen. Das eigentliche Geburtsdatum und andere persönliche Daten werden dabei allerdings nicht übermittelt. Für die Nutzung dieser Funktion sind nur ein eingeloggtes Microsoft-Konto und eine Anmeldung der jeweiligen App bei Microsofts Digital-Safety-Plattform notwendig. Natürlich bedeutet dieser Schritt dann auch, dass Microsoft all die Daten ihrer Nutzer sammelt und diese Informationen theoretisch für eigene Zwecke nutzen könnte.

Ob das Ganze besser als bisherige Optionen ist, müssen Nutzer selbst entscheiden. Ich persönlich würde zwar lieber einer Plattform meine Daten liefern als einer Reihe von verschiedene Anbietern, aber das Ganze ist am Ende nur minimal besser. Der gesamte Schwachsinn rund um Altersverifikation nervt einfach nur.

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